Hildegard Allelein (2.v.l.) wirbt für Rücksicht auf Behinderte beim Parken (Archivfoto)

Hildegard Allelein (2.v.l.) wirbt für Rücksicht auf Behinderte beim Parken (Archivfoto)

„Bergisch Gladbach ist auf dem Weg“, so beschreibt die städtische Behindertenbeauftragte Hildegard Allelein die Aktivitäten in unserer Stadt rund um das Thema Inklusion. Im Juli 2013 wurde der Aktionsplan Inklusion durch den Stadtrat beschlossen, seitdem ist bereits einiges auf die Schiene gesetzt und auch realisiert worden. Einmal im Jahr berichtet die Verwaltung der Politik über die konkrete Durchführung von Maßnahmen und die Mittelverwendung im Budgetrahmen von 50.000 Euro.

Die Stadt Bergisch Gladbach lädt nun ein zur Inklusionskonferenz im Spiegelsaal des Bürgerhauses Bergischer Löwe. Die Veranstaltung ist öffentlich. Unter dem Titel „Fit für die Inklusion – Inklusion leben in Bergisch Gladbach“ wird am Donnerstag, dem 12. November 2015 ab 16.30 Uhr Zwischenbilanz gezogen: Was haben wir schon erreicht? Was gibt es noch zu tun?

Dabei steht nicht nur im Fokus, was die Stadt für die Bürger getan hat oder noch tun kann, sondern auch die Frage, was die Menschen mit Behinderungen selbst tun können, wie ehrenamtliche Mitarbeit aussehen kann, und wie der Inklusionsbeirat durch die Wahrnehmung in der Bevölkerung zu einem wirksamen Instrument der öffentlichen Mitgestaltung werden kann.

Die Inklusionskonferenz soll die Möglichkeit bieten, dass sich kommunalpolitische Akteure, Vertreterinnen und Vertreter der Behindertenhilfe, der Behindertenselbsthilfeorganisationen und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Behinderungen austauschen.

„Es gibt viele Möglichkeiten mitzuwirken“, sagt Hildegard Allelein, „wir sind in Bergisch Gladbach im NRW-Vergleich schon gut aufgestellt.“ So sind Gebärdensprachdolmetscher schnell und unkompliziert verfügbar, oder die sog. doppelten Bürgersteigabsenkungen werden bei allen Straßenbauprojekten berücksichtigt. „Es gibt viele Möglichkeiten, sich weiterhin einzubringen“, wirbt Allelein für das öffentliche Interesse und die zahlreiche Teilnahme an der Bergisch Gladbacher Inklusionskonferenz.

Die Veranstaltung ist auf ca. drei Stunden angesetzt; nach der Begrüßung durch Bürgermeister Lutz Urbach wird die Landesbehindertenbeauftragte Eisabeth Veldhues ein Impulsreferat halten, und Moderatorin Anke Bruns wird mit Geesken Wörmann, der Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe, zunächst ein Interview führen und anschließend im erweiterten Kreis auch Bürgermeister Urbach, Beiratsvorsitzenden Manfred Klein, Behindertenbeauftragte Allelein und weitere Gäste zum Podiumsgespräch bitten.

Filmbeiträge mit guten Inklusionsbeispielen und eine musikalische Einlage runden das Programm ab, bevor Fragen gestellt werden können und der Bürgermeister zu Umtrunk und weiteren informellen Gesprächen einlädt.

Jürgen Münsterteicher wird geehrt

Bürgermeister Lutz Urbach freut sich, um 17.00 Uhr einen besonderen Tagesordnungspunkt in das Programm der Inklusionskonferenz einbetten zu können: die Verleihung der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach an Jürgen Münsterteicher, Trainer des „Special Team“ beim Sportverein DJK Ommerborn Sand.

Diese ungewöhnliche Fußballmannschaft wird gebildet aus geistig behinderten Fußballspielerinnen und –spielern, die voll fit sind und in der Liga des Behindertensports ganz oben mitspielen. Auch hat Münsterteicher schon einige “inklusive Fußballturniere” in Bergisch Gladbach durchgeführt. Er wird bei der Inklusionskonferenz sein Projekt im Bereich „Behinderung und Sport“ vorstellen – in diesem Zusammenhang haben die Besucherinnen und Besucher auch Gelegenheit, gegen die Spieler des Special Team im “Soccer -Ei” zu spielen. Das ist ein mobiles Kleinspielfeld für die Fußball-Stars von morgen.

Der Bergische Löwe ist barrierefrei. Die Veranstaltung wird von Gebärdensprach- und Schriftdolmetschern begleitet, eine FM-Anlage ist vorhanden.

Pressestelle Stadt BGL

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