Landrat Herman-Josef Tebroke begrüßt den neuen Abteilungsleiter Polizei, Gerhard Wallmeroth

Wenn Gerhard Wallmeroth die Worte „Herr Wachtmeister” hört, reagiert er immer noch. Seine Laufbahn hat er als Wachtmeister auf der Kalker Hauptstraße begonnen, das sitzt tief. Dabei hat er inzwischen viele Stationen innerhalb des Polizeipräsidiums Köln absolviert, hat zwischendurch die Polizei in Mettmann neu organisiert, war zuletzt  elf Jahre lang Leiter der Polizeiinspektion Porz/Kalk – und ist jetzt im Rheinisch-Bergischen Kreis angekommen.

Zwar stammt Wallmeroth aus dem Westerwald und hat fast seine gesamt Laufbahn im Polizeipräsidium Köln verbracht, aber er lebt mit seiner Familie (drei Söhne, drei Enkel) schon seit 30 Jahre nahe des höchsten Punktes des Rheinisch-Bergischen Kreises, in Marialinden. Und nun ist als neuer „Abteilungsleiter Polizei” der neue Chef der 400 Mitarbeiter großen Kreispolizeibehörde RheinBerg.

Am Freitag wurde Wallmeroth von Landrath Hermann-Josef Tebroke im Amt begrüßt, der sich freut, dass diese wichtige Position nach dem Weggang von Manfred Frorath nach Mettmann rasch wieder besetzt worden ist.

Gerhard Wallmeroth, der neue Chef der Kreispolizei RheinBerg

Wallmeroth hatte bereits die Gelegenheit, das Führungspersonal bei einer Strategietagung kennen zu lernen, und geht mit klaren Prioritäten in die neue Aufgabe: Er will das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken, sagte er bei seiner Vorstellung – weil das ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität sei.

Zu dem Thema gehöre ganz naheliegend die Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Aber auch eine angemessene Reaktion auf die Gefährdung durch den Terrorismus. Es gebe zwar keine konkrete Bedrohung, doch sei „dagegen niemand gefeit”.

Weil die Polizei allein nicht über genügend Ressoucen verfügt, dieses Sicherheitsgefühl herzustellen, setzt Wallmeroth auf die Netzwerkarbeit: er will zum Beispiel mit den Bürgermeistern im Kreis reden, um die Kompetenzen und Kräfte zu verzahnen und die sogenannte Ordnungspartnerschaft zu stärken.

Beim Thema Flüchtlinge setzt Wallmeroth auf Präsenz: die Polizeibeamten sollten in der Nähe der Unterkünfte sichtbar und ansprechbar sein, für die Bewohner wie für die Anwohner. Weder in Köln noch im Rheinisch-Bergischen Kreis habe sich das Aufkommen von Straftaten ernsthaft verändert – aber mit den Flüchtlingen habe die Zahl der Menschen, um die man sich kümmern muss, zugenommen.

Großen Handlungsbedarf sehe er in diesem Bereich derzeit nicht, ebenso wenig wie in der Polizeibehörde selbst. Er habe ein „gut bestelltes Haus” übernommen. Zu Aktionismus und Hektik gebe es daher keinen Anlass. Und Wallmeroth macht auch nicht den Eindruck, als ob der dazu neigen würde.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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