Archivbild. Foto: Danny Klünder

Am vergangenen Wochenende hat der Streit um ein Handy zu einem Polizeieinsatz an der Flüchtlingsunterkunft an der Kempener Straße in Katterbach geführt. Am Abend habe ein 20-jähriger Syrer bemerkt, dass sein Handy, das er zum Aufladen auf einen Tisch in den Aufenthaltsraum gelegt
hatte, verschwunden war, berichtet die Polizei.

Nach Zeugenaussagen machte er sich lautstark auf die Suche nach einem Schuldigen. Innerhalb kürzester Zeit, so die Polizei, standen sich innerhalb der Unterkunft zwei Gruppen gegenüber, die die Polizei auf etwa 40 Personen schätzt. Beide Gruppen – allesamt Syrer – stritten zunächst nur lautstark miteinander. Doch dann sein ein Plastikstuhl durch die Luft geworfen, der einen 22-Jähriger an den Kopf traf. Er erlitt eine Platzwunde, die im Krankenhaus genäht werden musste.

Auch ein 57-jähriger Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, der schlichtend eingreifen wollte, erlitt durch den Stuhl eine leichte Verletzung am Kopf. Wer den Plastikstuhl geworfen hat, stand zunächst „noch nicht ganz” fest, die Polizei ermittelt. Um die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen, wurde der 20-Jährige, gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Cousin einvernehmlich in eine andere Unterkunft verlegt.

In den Leichtbauhallen in Katterbach sind derzeit etwas mehr als 200 Flüchtlinge untergebracht, das Camp wird vom DRK betrieben. Bislang hatte er dort und in den anderen Unterkünften in Bergisch Gladbach keine nennenswerten Handgreiflichkeiten gegeben.

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Der neue Polizeichef, Gerhard Wallmeroth, hatte bei seiner Amtseinführung vor wenigen Tagen darauf hinwiesen, dass die Polizei seit Wochen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften verstärkt Präsenz zeige, um für Flüchtlinge und Anwohner ansprechbar zu sein. Bislang habe es keine ernsten Vorfälle gegeben; Streitigkeiten seien beim Zusammenleben von so vielen Personen auf engem Raum aber immer möglich.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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