Neubau der RBS in Heidkamp

Das renommierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat im Wochenbericht 49/2015 erneut Bergisch Gladbach als Stadt genannt, in denen eine sogenannte Preisblase drohe: bei Altbauten stiegen die Preise in ungerechtfertigte Höhen; wie ein Luftballon könnte die Nachfrage in sich zusammenbrechen und die Investoren auf ihren überteuerten Häusern sitzenbleiben (s.a. Beitrag vom 20.11.2014).

Eine spektakuläre, aber wenig relevante Einschätzung, sagen dazu die Immobilienexperten der LBS, die zur Sparkassengruppe gehören und die die aktuellen Marktdaten ausgewertet haben. Nur im sehr kleinen Bereich der Luxus-Eigentumswohnungen bestehe die Gefahr, dass die aktuellen Preise in einigen Jahren nicht mehr zu erzielen seien.

Aktuelle Immobilienanzeige für Villa in Bergisch Gladbach. Foto: Screenshot

Preis für Altbauwohnungen sinken 2015

Im Schnitt seien die Verkaufspreise gebrauchter Eigentumswohnungen in Bergisch Gladbach im auslaufenden Jahr sogar spürbar gefallen, berichtet die LBS: Kosteten sie 2014 noch 1669 Euro pro Quadratmeter, so waren es 2015 „nur” 1.534 Euro pro Quadratmeter.

Daher könne für begehrte Wohnungen im normalen Preissegment keinesfalls von einer Blase die Rede sein. Dafür spreche auch der immer noch viel zu geringe Neubau in NRW. Der hinkt der Entwicklung der Haushalte seit langem hinterher.

Für das laufende Jahr rechnet die LBS mit 44.000 Neubauwohnungen – 26.000 weniger als das Ziel der Landesregierung und gerade einmal die Hälfte dessen, was Wohnungsmarktexperten für notwendig erachten. Die Auswirkungen der derzeitigen Zuwanderung sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Gerade in den Mittelzentren wie Bergisch Gladbach könne der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen oft schon heute nicht befriedigt werden, warnt die LBS.

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Redaktion

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