Die Führung der VR Bank: Thomas Büscher und Lothar Uedelhoven

Nach der Bensberger Bank hat jetzt auch die VR Bank eG Bergisch Gladbach ein positives Fazit des Geschäftsjahres 2015 gezogen. Trotz eines schwierigen Umfeldes verzeichnete die größte Genossenschaftsbank im Rheinisch-Bergischen Kreis erneut Zuwächse in allen Geschäftsbereichen, heißt es in einer Presseerklärung.

Die Bilanzsumme stieg um 3,5 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Damit wuchs die VR Bank exakt so schnell wie das Schwesterinstitut Bensberger Bank, sie ist aber fast dreimal größer. Wie bei den Kollegen in Bensberg begrenzt auch bei der VR Bank die anhaltende Niedrigzinsphase die Zinsgewinne; Gewinnzahlen nennt die Bank im Moment noch nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass sich der Jahresüberschuss auf dem Niveau der Vorjahre hält, es womöglich übersteigt.

Nach Angaben der VR Bank war vor allem das Kreditgeschäft der Wachstumsmotor: Sowohl bei Privat- als auch bei Firmenkunden habe eine starke Nachfrage nach individuellen Finanzierungslösungen für „sehr gute Ergebnisse” gesorgt. Dies sei „Ausdruck des Vertrauens, das unsere Mitglieder und Kunden uns entgegenbringen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Lothar Uedelhoven.

Das Kreditvolumen stieg im  um 7,8 Prozent auf 775 Millionen Euro (2014: 718 Millionen Euro). Mit den an die Partner der Genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelten Krediten, wuchs das Kreditgeschäft sogar um mehr als zehn Prozent. Die Berater sagten 2015 neue Kredite an Unternehmen und Gewerbetreibende mit einem Gesamtvolumen von rund 144 Millionen Euro zu. Was die Mitarbeiter besonders freue, sagt Vorstand Thomas Büscher: „Denn die VR Bank hat sich seit jeher als Unternehmerbank verstanden.“

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Die Baufinanzierungsberater sagten 700 Bauherren neue Kredite in Höhe von 87 Millionen Euro zu.  Auch die VR Bank Immobilien wuchs: Das Vermittlungsvolumen nahm um 2,3 Prozent auf 14,9 Millionen Euro zu.

Im Wertpapiergeschäft stieg die Zahl der betreuten Depots um 3,4 Prozent, das Wertpapiervolumen erhöhte sich um 10 Prozent auf 540 Millionen Euro. „Angesichts der niedrigen Verzinsung klassischer Anlageformen, suchen die Menschen nach alternativen Wegen mit besseren Renditechancen,“ erläutert  Lothar Uedelhoven.

Die Zahl der Kunden kletterte nur gering fügig von 63.143 auf 63.546. Immerhin ein kleines Wachstum, die Bensberger Bank musste nach einer Bereinigung der Kundendateien einen Schwund auf knapp unter 20.000 hinnehmen.

Die Zahl der Mitgliedschaften der Genossenschaftsbank kletterte um 2.085 auf inzwischen 32.197 Anteilseigner. Sie lockte neben der guten Rendite auch das Mitglieder-Mehrwertprogramm, das ausgebaut wurde. Das Institut hat eine Konzertreihe im Bergischen Löwen entwickelt, die vom Kindertheater bis hin zum Weihnachtskonzert mit dem Kölner Jugendchor St. Stephan reicht.

Filiale modernisiert, Immobilie gekauft

Die VR Bank nutzte das gute Jahr, um sich weiter zu verstärken. Mit der Modernisierung der Filiale in Paffrath wurde die sukzessive Neugestaltung der 15 Geschäftsstellen fortgesetzt.

Darüber hinaus erwarb die Bank das Gebäude mit der Hausnummer 192 in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone. Damit befinden sich die nebeneinanderliegenden Gebäude mit den Nummern 186 bis 192 im Immobilienbesitz der Bank. „Der Kauf des Gebäudes ist ein klares Bekenntnis zur Region und zum Standort Bergisch Gladbach“, erläutern die beiden Vorstände. Die vier Immobilien sollen miteinander verbunden werden, alle Teile der eigenen Verwaltung beherbergen und attraktive Räume für gewerbliche Mieter bieten.

Kommunikation und Bezahlen im Internet

Auch bei der Kommunikation mit den Kunden will die VR Bank neue Wege gehen – und kündigt den Start von Aktivitäten in sozialen Medien an. Bereits seit November können VR Bank Kunden den digitalen Bezahldienst paydirekt nutzen, der als Alternative zum US-Anbieter Paypal das sichere Bezahlen im Internet mit dem eigenen Girokonto ermöglicht – ohne dass dabei Bankdaten bei Dritten hinterlegt werden müssen.

Dank der guten Ausgangsposition blickt die VR Bank optimistisch ins neue Jahr. Eine der größten Herausforderungen bleibe die anhaltende Niedrigzinsphase. Die Folge der Geldpolitik der EZB wirke sich auf die Zinsspanne aus, eine der zentralen Ertragsquellen jeder Bank.

„Wir gehen davon aus, dass uns die historisch niedrigen Zinsen noch einige Zeit begleiten werden“, sagt Vorstand Thomas Büscher. Dennoch ist sich die Führung der VR Bank sicher, dass sie ihren Marktanteil „auch in diesem Jahr weiter ausbauen” wird.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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