Bob Neimeyer, David Roth, Sylvia Brathuhn, Chris Paul, Jan Gramm und Christiane Poertgen

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Der Trauer-Workshop mit Robert Neimeyer und der Fachkongress „Wie störend ist Trauer?” mit Neimeyer, Sylvia Brathuhn, Chris Paul, Jan Gramm und der Moderatorin Christiane Poertgen waren zwei besondere Tage für die Gastgeber Hanna Thiele-Roth und David Roth vom Bestattungshaus Pütz-Roth, für die 190 Teilnehmer und die Referenten. Die Experten gaben informative, aber auch bewegende Einblicke in ihre Arbeit.

Workshop „Trauer und die Suche nach Sinn!”

Bei diesem Workshop gewährte der weltweit führende Trauerforscher Robert Neimeyer einen tiefen Einblick in seine intensive Arbeit mit Trauernden. Die Teilnehmer spürten, was es heißt, Menschen helfen zu können, deren Trauer kompliziert und scheinbar aussichtslos verläuft.

Neimeyer arbeitet als Psychologe und Universitätsprofessor in Memphis, USA. 2002 erschien sein Buch „Lessons of loss”, in dem er seinen Ansatz des „Meaning making” im Trauerprozess beschreibt. Der schillernde Begriff „Meaning” kann sowohl mit dem deutschen Wort „Bedeutung” wie auch mit  „Sinn” übersetzt werden.

Hinweis der Redaktion: Die wichtigsten Punkte der Vorträge finden Sie auf der Website von Pütz-Roth. Interviews mit den Experten werden ebenfalls dort und auf dem Youtube-Channel des Bestattungshauses zur Verfügung gestellt.

Die Methoden, die Neimeyer dabei benutzt, nennt er „narrativ”, erzählend. Bei Menschen, deren Trauer kompliziert verläuft, droht die Lebensgeschichte durch den einschneidenden Verlust eines geliebten Menschen in unzusammenhängende Teile zu zerbrechen.

Die Lebensgeschichte wird mit erzählerischen Methoden wieder als zusammenhängend erlebbar gemacht.

Darüber hinaus ist es Neimeyers Anliegen, die „Fortgesetzte Verbindung” über den Tod hinaus spürbar zu machen. Durch das einfühlsame Benutzen von Worten und Wortbildern: durch ein Rollenspiel, in dem sich z.B. eine junge Frau in die verstorbene Mutter hineinversetzt; aber auch durch den Einsatz von Körperreisen ermöglicht er Trauernden ein neues Bewusstsein von Verbundenheit sowohl mit den Verstorbenen als auch mit sich selbst und der eigenen Biografie.

Mehr Infos zum Workshop

Fachkongress „Wie störend ist Trauer?”

Der Fachbegriff „Komplizierte Trauer” ist in Deutschland durch „Anhaltende Trauerstörung” abgelöst worden. Mit einer hochkarätigen und internationalen Besetzung ging der Kongress mit 190 Teilnehmern wichtigen Fragen nach: Ist Trauer störend? Wen und wie stört sie? Wie wird mit erschwerenden Faktoren umgegangen? Wie sind die internationalen Ansätze und was könnte passieren, wenn Trauer „abrechenbar” wird.

Referenten waren unter anderem:

  • Sylvia Brathuhn, Dr. phil., psychoonkologische Beraterin, Trauerbegleiterin, Trainerin Palliative Care und Palliativmedizin, Herausgeberin von Leidfaden – Fachmagazin für Krise, Leid, Trauer, Fachbuchautorin. Mitglied im Bundesverband Trauerbegleitung e.V. und in der Int’l Work Group for Death, Dying & Bereavement.
  • Jan Gramm, Dipl. psych.,Weiterbildungen in Psychodrama, Systemischer Beratung, Spiritueller Sterbebegleitung, Leadership im Gesundheitswesen, Gewaltfreier Kommunikation, Sys. Supervision und Organisationsberatung. Gründer des Inst. für Palliativpsychologie.
  • Robert A. Neimeyer, Ph.D., einer der weltweit profiliertesten Forscher im Themenkomplex Tod und Trauer. Der Professor für Psychologie an der Universität Memphis ist Autor von 27 Büchern und Herausgeber der Fachzeitschrift Death Studies. Er war Vorsitzender der International Work Group for Death, Dying & Bereavement und Präsident der Association for Death Education and Counseling (sequentielle Übersetzung).
  • Chris Paul, Soziale Verhaltenswissenschaftlerin B.A., Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Trauerberatung, Trainerin und Fachautorin, Gründungsmitglied des Bundesverband Trauerbegleitung e.V. und Leiterin des TrauerInstitut Deutschland.

Der Fachkongress war eine Veranstaltung von Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung in Kooperation mit ALPHA Rheinland, dem Bundesverband Trauerbegleitung e.V., der Akademie für Palliativmedizin, dem Institut für Weiterbildung, Entwicklung und Beratung sowie dem TrauerInstitut Deutschland.

Mehr Informationen zum Kongress

Pütz-Roth

ist ein renommiertes Bestattungshaus im Raum Köln und Bergisch Gladbach.

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