Seit letzter Woche haben wir einen neuen Spieler in unserer Mitte. Leider steckt eine traurige Geschichte dahinter. Mohamad Alsbih (27) ist aus Raqqa im Norden Syriens geflüchtet. Auf der Flucht musste Mohamad Frau und Kinder dort zurücklassen.

Mohamad spielte Handball in seiner Heimat, doch Krieg und Zerstörung machten es ihm nicht mehr möglich in den letzten zwei Jahren zu spielen.

„Wir hoffen, dass Mohamad durch den Sport bei uns seine schrecklichen Erlebnisse für ein paar Stunden ‘vergessen’ kann,” sagt HSG-Leiter Rüdiger Schulz.

Innerhalb der HSG wurden für Mohammad schnell Sportkleidung wie Hose und Trikots organisiert. Ein besonderer Dank gehört auch unserem Ausrüster Cologne Sport, der ein Paar neue Handballschuhe spendete. Vielen Dank dafür an Patrick Zilligen!

So hat Mohamad jetzt schon einige Male am Training teilgenommen. Beeindruckend auch für seine Betreuerin Ursula Klein ist es zu sehen, wie auch ohne gegenseitige Sprachkenntnisse die Interaktion zwischen Trainer und Mitspielern funktioniert.

Nicht nur das Training interessiert Mohamad. Auch beim Spiel der HSG Mannschaften am vergangenen Wochenende kam er mit Freunden und Ursula Klein in die Sporthalle an der Steinbreche, um seine neuen Trainingskollegen bei deren Spielen anzufeuern und zu unterstützen. Die dankten es ihm mit sportlichen Erfolgen gegen ihre Gegner.

Sein Trainer Thomas Bäckmann hofft nun, dass Mohamad schnell als Flüchtling anerkannt wird und sich die Verständigung weiter verbessert. Dann kann man den nächsten Schritt gehen und einen Spielerpass beantragen. Und dann vielleicht schon bald Mohamad mit seinen Kameraden „auf der Platte“ sehen.

Das Schönste und Wichtigste neben dem Sport ist jedoch, dass man gemeinsam sich dafür einsetzen wird, dass auch seine Familie bald wieder bei ihm sein kann.

Herzlich willkommen in der HSG Refrath-Hand, lieber Mohamad!

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