Grundstückseigentümer werden stärker zur Kasse gebeten. Auch an der Schlossstraße.

Die Eigentümer von Grundstücken im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach erhalten in den nächsten Tagen Post von der städtischen Steuerabteilung. Mit diesen Bescheiden wird die bereits im Dezember 2015 durch den Rat der Stadt beschlossene Erhöhung der Grundsteuer ab 01.01.2016 umgesetzt.

Auf die kommende Mehrbelastung wurde im Abgabenbescheid 2016 vom 22. Januar bereits hingewiesen, die Erhöhung jedoch dort noch nicht berücksichtigt – sie konnte erst mit Vorlage der Genehmigung des städtischen Haushalts durch die kommunale Aufsichtsbehörde (Rheinisch-Bergischer Kreis) wirksam werden.

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Diese Genehmigung liegt nun vor; die Haushaltssatzung der Stadt wurde am 6. Juni 2016 veröffentlicht und ist damit rechtskräftig. Die neuen Hebesätze werden nun rückwirkend zum 1. Januar 2016 erhoben. Sie betragen für die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke) 274 v.H., für die Grundsteuer B (sonstige Grundstücke) 545 v.H.

Warum ist die Erhöhung notwendig?

Bergisch Gladbach befindet sich nach wie vor in der Haushaltssicherung und muss im Jahr 2021 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Allein mit Einsparungen – so z.B. Abbau freiwilliger Leistungen, Wiederbesetzungssperren von Planstellen oder äußerste Zurückhaltung bei Investitionen – kann dieses Ziel nicht erreicht werden, denn gleichzeitig mehren sich die Aufwendungen für notwendige kommunale Aufgaben in hohem Umfang. Deshalb hat der Stadtrat eine moderate Mehrbelastung der Haus- und Grundstückseigentümer beschlossen.

Veränderungen noch nicht berücksichtigt? 

Die Abgabenbescheide zur Erhöhung der Grundsteuer, die nun versandt werden, berücksichtigen auch Eigentümerwechsel seit Jahresbeginn oder Veränderungen bei den sonstigen Grundbesitzabgaben (z.B. Müllabfuhr; größere/kleinere Restmülltonnen), soweit sie der städtischen Steuerabteilung bis Ende Mai 2016 bekannt wurden. Über alle nach diesem Termin mitgeteilten Änderungen erhalten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Kürze einen gesonderten Bescheid.

Bei Daueraufträgen: Auf neue Abschläge achten

Im Zusammenhang mit den Bescheiden wird darum gebeten, auf die neuen Raten und Abschläge, insbesondere bei Daueraufträgen, zu achten. Sofern eine Lastschrifterlaubnis vorliegt, wird der neue Betrag automatisch vom Konto der Steuerpflichtigen eingezogen.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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