Potenzialflächen im Nordwesten laut Vorentwurf FNP. Die dunkelroten Flächen wurde als geeignet eingestuft.

Im Nordwesten Bergisch Gladbachs sieht der Vorentwurf des Flächennutzungsplans großes Potenzial für neue Wohnflächen, zum Beispiel im Südosten von Schildgen, an der Grenze zu Katterbach. Im Aehlemaar (Sc16a-c) sehen die Stadtplan auf neun Hektar Platz für rund 250 Wohneinheiten, in Lubusch (Sträßchen Siefen, Kb8a/b) auf acht Hektar sogar für bis zu 320 Einheiten.

Gegen diese Planung links und rechts der ruhigen Waldstraße zwischen Voiswinkel und Schildgen haben sich zwei Initiativen von Anwohnern gebildet, die am Montag rund 3400 Unterschriften für ihr Anliegen bei Bürgermeister Lutz Urbach übergaben. Sie wollen die Neuausweisung von Wohnbauland in Schildgen, Katterbach und Nussbaum auf höchstens 200 Wohneinheiten begrenzen; im Vorentwurf für den Flächennutzungsplan seien für dieses Gebiet insgesamt bis zu 1400 Wohneinheiten eingezeichnet.

Bürgermeister Lutz Urbach nimmt 3400 Unterschriften aus Schildgen und Katterbach entgegen

Die Initiative Im Aehlemaar wird von Ninette Schulte und Benno Nuding angeführt; sie hatten mehr als 3000 Unterschriften in nur vier Wochen gesammelt und reichen drei Stellungnahmen im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Flächennutzungsplan ein.

Die erste bezieht sich auf die zugrundeliegende Bevölkerungsprognose und dem Anspruch, dass Bergisch Gladbach als Auffangbecken für Wohnungssuchende aus Köln dient: „Dass Siedlungsflächen für die Bergisch Gladbacher Bevölkerung erhalten und evtl. auch neu geschaffen werden müssen, findet unsere Zustimmung.  Auch, dass die in Bergisch Gladbach lebenden Flüchtlinge Wohnungen finden müssen, ist selbstverständlich. (…) Bergisch Gladbach kann nicht für die Wohnraumversorgung in NRW oder gar darüber hinaus verantwortlich sein.”

In der zweiten Stellungnahme werden Argumente angeführt, warum der Nordwesten nur eine begrenzte Zahl von Wohnungen neu aufnehmen kann – und dass eine Verdichtung im Innenbereich der Stadt sehr viel sinnvoller ist.

In der Stellungnahme 3 wird konkret gefordert, die Potenzialflächen Sc 16a und Sc 16b auf mäßig geeignet herunter zu stufen, die Potenzialfläche Sc 16c auf nicht geeignet.

Die Initiative „Sträßchen Siefen” um Karl Kohlhof hat sich den Nachbarn in Schildgen angeschlossen und fokussiert sich auf die Flächen Kb8a/b, die in den Steckbriefen des Vorentwurfs mit „Lubusch” benannt sind und am Sträßchen Siefen liegen. Ihre Forderung lautet, diesen „bedeutenden zusammenhängenden Grünraum” als  Landschaftsschutzgebiet zu erhalten und zu schützen.

Unabhängig davon arbeitet die Bürgerinitiative Katterbach von Gero Debuschewitz, die sich um die Fläche Kb7 hinter dem Schulmuseum kümmert und den FNP ganz grundsätzlich in Frage stellt.

Dokumentation: Stellungnahmen (1 +2, 3, 4) sowie eine zusammenfassende Präsentation:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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