Gerd J. Pohl mit dem Hauptdarsteller, Johann Georg Faust. Foto: Ivan Toscanelli

Gerd J. Pohl mit dem Hauptdarsteller, Johann Georg Faust. Foto: Ivan Toscanelli

Gestützt von zuverlässigen Quellen dürfen wir mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass etwa von 1480 bis 1540 ein Johann Georg Faust gelebt hat, ein studierter Mediziner und Theologe sowie Astrologe und Alchimist. In ganz Deutschland unterhielt er seine Zeitgenossen durch allerlei gewagte philosophische Spekulationen und verblüffende Zauberkunststücke, weswegen er aus mehreren Städten ausgewiesen wurde.

Gerd J. Pohl mit den Hauptdarsteller. Foto: Ivan Toscanelli

Gerd J. Pohl mit den Hauptdarsteller. Foto: Ivan Toscanelli

Um 1540 wurde dieser historische Faust, wie zeitgenössische Aufzeichnungen besagen, eines Nachts zur Geisterstunde „vom Teufel höchstselbst erwürgt und in die ewige Verdammnis geholt”.

Es ist nicht verwunderlich, dass dieser Doktor Faust bereits kurz nach seinem Tod Anlass zu einer groß angelegten Legendenbildung war. Im Volksbewusstsein wurde er schnell zum Zauberertypus schlechthin, und bald schon widmeten sich Künstler aller Metiers der Faustsage. Und seit 1746 auch die Puppenspieler.

Zu den „Faust”-Puppenspielen der Gegenwart ist vor allem das von Gerd J. Pohl zu nennen, das der Intendant des Bensberger Puppenpavillons jetzt auf der Hinterbühne des Bergischen Löwen präsentiert.

In Anlehnung an die alte Volkssage – und nicht an Goethes Dichtung – erzählt Pohls Stück von Fausts Teufelsbeschwörung in seinem Studierzimmer, von seinen amourösen Abenteuern am Hof zu Parma und schließlich von seinem furiosen Untergang in der Gosse in Wittenberg.

faust-plakat

Freitag, 4. November 2016, 19:30 Uhr
Spieldauer: etwa 75 Minuten (zuzüglich Pause).
Bürgerhaus Bergischer Löwe
Eintritt: 24 Euro
Vorverkauf: Theaterkasse Bergischer Löwe, 02202 38 999
theaterkasse@bergischerloewe.de

Das alles zeigt der Puppenspieler unter der Regie von Bernhard Kremser mit wertvollen, historischen Handpuppen, großer Spielfreude und einem nicht zu übersehenden Augenzwinkern.

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Foto: Helga Niekammer

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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