Szenenbild aus dem Stück „Das Bild vom Feind” der Berliner Comagnie

Die Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg präsentiert zum Anlass ihres 10-jährigen Bestehens das Theaterstück „Das Bild vom Feind – wie Kriege entstehen” im Bergischen Löwen. Das Stück wird von der renommierten Berliner Compagnie aufgeführt und beschäftigt sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Russlands-Konflikts mit einem hochaktuellen Thema.

Ein Besuch dieses Theaterstückes ist nicht nur unterhaltsam und aufrüttelnd politisch inspirierend, er hilft auch der Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg. Der Erlös fließt vollständig in das Stiftungskapital, mit dem Projekte wie zum Beispiel in Guatemala und Ostjerusalem gefördert werden.

Das Bild vom Feind – wie Kriege entstehen
9. November 2016
19:30 Uhr
Bergischer Löwe
Eintritt 10/15 Euro
Vorverkauf an der Theaterkasse, 02202 38999

Das Theater „Berliner Compagnie” ist 1981 aus der Friedensbewegung hervorgegangen und setzt sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. Das Ensemble lebt und arbeitet in Berlin, spielt jedoch seine meist selbst entwickelten Stücke im gesamten deutschsprachigen Raum.

Seit der Gründung durch die Schauspieler Gerhard Fries, damals am Staatstheater Kassel engagiert und Jean-Theo Jost (Staatstheater Wiesbaden) sind ihre thematischen Schwerpunkte Friede, Gerechtigkeit, Menschenrechte.

Zum Stück schreibt die Berliner Campagnie folgendes:

Im November 2013 begann in der Ukraine mit der Ablehnung eines Assoziierungsvertrages mit der EU eine Krise, die von einem spontanen Protest ausgehend über den schon blutigen Euromaidan bis zu dem immer noch andauernden Bürgerkrieg eskalierte.

Von deutscher Seite werden die Vorgänge in der Ukraine unterschiedlich beurteilt. Was den einen eine berechtigte Revolution, ist den anderen ein illegitimer Putsch. Dabei erschwert starke Polarisierung eine differenzierte Wahrnehmung des Konflikts und leistet Feindbildern Vorschub. Notwendig ist, die Ursachen des Konflikts genauer wahrzunehmen, Erfahrungen und Leiden auf beiden Seiten ernst zu nehmen und sich von Vorurteilen zu verabschieden. Die Berliner Compagnie möchte dazu einen Beitrag liefern.

Unser Land ist mehrfach in die ukrainischen Geschehnisse involviert, nicht zuletzt durch Überfall und Massenmord Nazi-Deutschlands – eine Vergangenheit, die bis in die Gegenwart der Ukraine hineinwirkt. Die geschichtlichen Erfahrungen der Menschen in der Ukraine – auch die mit dem Stalinismus – dürfen wir genauso wenig ausklammern wie heutige geopolitische Absichten von Seiten der USA, der EU oder Russlands.

Ernst zu nehmen ist der Wunsch der ukrainischen Bevölkerung auf dem Maidan nach Selbstbestimmung und einem besseren Leben genauso wie die Angst vieler Menschen im Donbass vor ukrainisch-nationalistischen Kräften im heutigen Kiew sowie die russischen Ängste angesichts der NATO- Osterweiterung. Was wir brauchen ist eine neue Entspannungspolitik. Die Gefahr, dass aus einem Krieg in der Ukraine ein Krieg um die Ukraine wird, ist nicht gebannt.

Das Stück spielt in einer Zeitungsredaktion. Lieder wehen herein – ein ukrainisches, ein jüdisches, ein deutsches, ein polnisches, ein russisches Lied.

Szenenbild aus dem Stück „Das Bild vom Feind” der Berliner Comagnie

Eine Welt-Stiftung: „Hilfe, die sicher ankommt“

Die Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg ist 2006 gegründet worden. Unter dem Motto „Hilfe, die sicher ankommt“fördern wir mit den jährlichen Zinserträgen aus dem Stiftungskapital ausgewählte Projekte in Entwicklungsländern. Unser Ziel ist es mitzuhelfen, die Lebensbedingungen in weniger entwickelten Ländern nachhaltig zu verbessern.

Die Unterstützung ist nachhaltig, die Förderung kommt zu 100 Prozent an (keine Kosten für Verwaltung oder Werbung, die Mittelverwendung ist transparent, die persönlichen Ansprechpartner sind hier in Bergisch Gladbach und in den Empfängerländern vor Ort. Neben Projekten in Peru, Indien oder Tansania engagiert sich die Stiftung auch in der Flüchtlingshilfe in Bergisch Gladbach.

Mehr Informationen zur Eine-Welt-Stiftung finden Sie auf unserer Website.

Hinweis der Redaktion: Kurz vor der Theateraufführung findet vor der Villa Zanders eine Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht statt. Mehr Infos:

Ganey Tikva-Verein gedenkt der Pogromnacht

Eine-Welt Bergisch Gladbach

„Hilfe, die sicher ankommt“ ist das Motto der Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg. Seit 2006 fördern wir mit den jährlichen Zinserträgen aus dem Stiftungskapital ausgewählte Projekte in Entwicklungsländern. Kontakt: Ernst J. Leffelaar, info@eine-welt-stiftung.de.

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