CDU-Fraktionschef Michael Metten

Die CDU-Stadtratsfraktion Bergisch Gladbach hat eine Serie von Gesprächen mit Bürgerinitiativen und Einzelpersonen begonnen, die sich kritisch mit dem Vorentwurf des Flächennutzungsplans (FNP) der Verwaltung auseinandersetzen.

„Wir können zwar nicht mit allen Zweckbündnissen und Personen sprechen, die hinter den insgesamt 4.600 bei der Verwaltung eingegangenen FNP-Eingaben stehen; wir halten es aber für zwingend erforderlich, uns qualitativ ausgereifte Stellungnahmen aus den Stadtteilen gezielt auch mündlich anzuhören“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Metten zu der ersten Gesprächsrunde. „Es geht uns darum, auf diesem Weg zu erfahren, wie in der Bevölkerung mögliche neue Gewerbegebiete und Flächen für den Wohnungsbau bewertet werden.“ –

Das erste Treffen fand am Montag im Sitzungsraum der CDU-Fraktion mit Vertretern von drei Bürgerinitiativen statt. Die Sprecher der drei Initiativen hatten nacheinander die Gelegenheit, ihre Bedenken zum Vorentwurf mündlich zu erläutern.

„Für uns stand an diesem Abend das genaue Zuhören auf dem Programm; die Meinungsbildung innerhalb der Fraktion zum Vorentwurf des FNP wird erst nach der wichtigen Auswertung der Bürgerbeteiligung von Februar bis Mai nächsten Jahres anstehen“, resümierte Michael Metten nach der Auftaktrund.

Weitere Gespräche mit Bürgerinnen und Bürger zum FNP-Vorentwurf sind nach seinen Angaben für Januar und Februar 2017 vorgesehen.

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4 Kommentare

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  1. Natürlich “kann nur sprechenden Menschen geholfen werden”. Wenn allerdings, wie schon mehrfach gehört, die Begegnung zwischen Politik – von welcher Farbe auch immer – und Bürgerinitiativen lediglich Monologe der Letzteren sind, liegt der Verdacht nahe, Informationen gegeben zu haben, die genutzt werden können, sich frühzeitig und nachhaltig auf die Zeit nach März/April 2017 vorbereiten zu können. Das ist wie ein Referat vor einem Oberlehrer, das später benotet wird. Wir brauchen keine Einbahnstraßenpolitik und jede BI sollte sich fragen, Ihre Argumente schon zu früh preiszugeben.

  2. Wir begrüßen grundsätzlich jedes aufrichtige Interesse der Parteien an den Sorgen und Wünschen unserer Bürger. Dazu gehören Besuche vor Ort (am Sonntag!) ebenso wie eine offene “Runde” vor der gesamten Fraktion. Nach der schon unerträglichen Ignoranz der Verwaltungsspitze in den vergangenen Jahren ist dieser dialogorientierte Ansatz der Parteien der richtige Ansatz und langfristig der einzig zielführende. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden und wir hoffen, dass nun die politischen Vertreter der Bürger wieder das Heft in die Hand nehmen. Zu verwaltetende “Untertanen” gibt es hier schon lange nicht mehr.

    Für die Bürgerinitiative Moitzfeld Herkenrath
    Hans-Peter Iffland

  3. Werte Frau Rick-Blunck,

    haben Sie den Anspruch, das sehr frühe Votum für den FNP-E., das Sie während der Bürgerbefragung im Löwen vehement mit einer Rede (statt Frage, wie es eigentlich hätte sein sollen) unterstützten, infrage zu stellen oder ist das wieder Wahlpropaganda wie im bergischen Löwen?

  4. In diesem Zusammenhang wurde die Frage gestellt: Was tun denn die anderen Parteien? – Nun: Wir – die FDP – haben uns bisher mit einigen Bürgerinitiativen getroffen … aber nicht gemütlich im Fraktionszimmer, sondern vor Ort “auf dem Acker”. So haben wir bspw. am letzten Sonntag um 11 Uhr an der Landstraße zwischen Moitzfeld und Herkenrath hautnah erspürt, was der Begriff “Frischluftschneise” bedeutet! Wir arbeiten seit Wochen Steckbrief für Steckbrief durch, um uns so – nach der Papierform und dem tatsächlichen Augenschein – nach und nach eine fundierte Meinung zu bilden. Wenn wir dann etwas Substanzielles zu sagen haben, werden wir das gerne veröffentlichen.