Ein Geisterrad (auch Mahnrad oder ghost bike genannt) ist die aus den USA stammende Idee, weißgestrichene Fahrräder als Mahnmale für im Straßenverkehr verunglückte Radfahrer am Unglücksort aufzustellen. Eine Idee, die jetzt auch in Bergisch Gladbach Fuß fasst. 

An 180 Orten in weltweit 30 Städten stehen die weißen Geisterräder. 2003 wurde das erste in St. Louis (Missouri/USA) aufgestellt. Die Geisterräder kommen von privaten Spendern, werden vom ADFC lackiert, verkehrsuntüchtig gemacht und angekettet, um Diebstahl vorzubeugen.

Zwei Jahre nach dem tödlichen Fahrradunfall auf dem Zebrastreifen an der Dechant-Müller-Straße/Hauptstraße in Bergisch Gladbach stellt  der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Samstag, den 11. März 2017, ein weißes „Geisterrad“ an der Unfallstelle auf. Treffpunkt ist um 16 Uhr. Alle Radfahrer sind herzlich eingeladen, an der Aufstellung teilzunehmen.

Wir brauchen nicht nur hier in Bergisch Gladbach eine bessere Fahrrad-Infrastruktur.  Andere Städte in Europa haben viel Geld in Radwege investiert, das sollte hier auch möglich sei. Das Radwegenetz ist hier oft Stückwerk. An den Endstellen entstehen die Probleme, da Wegeführungen nicht intuitiv klar sind.

Der Inhalt der Gedenktafel am Fahrrad:

Radfahrer-Radfahrer-Radfahrer-Unfallopfer-Radfahrer-Radfahrer-Radfahrer
ZumGedenkenZumInnehaltenZurErinnerungZurMahnungZurVerhinderung
Der EINE wurde kurz von der Sonne geblendet,
dies bedeutete für den ANDEREN fünf Monate später Dunkelheit für immer.
Der EINE: ein junger Autofahrer, der ANDERE: ein 78-jähriger RADFAHRER.
Beider Wege kreuzten sich hier auf dem Zebrastreifen am 25.02.2015.

Weiterführende Links:
PolizeiberichtKSTA
ghostbikes.org

Bernhard Werheid

Seit Gründung des ADFC Kreisverbandes RheinBerg-Oberberg e.V. in 2013 bin ich im Vorstand, seit Herbst 2015 Vorstandsvorsitzender.

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