Lennart Altscher mit seinem Kaffeeröster

Lennart Altscher ist nicht nur Kaffee-Fan und Kaffee-Experte, sondern auch Kaffee-Röster. Wie er das macht und wie man einen perfekten Cappuccino zaubert, demonstrierte er bei einem Workshop des Bürgerportals in seiner kleinen Rösterei Quimbaya. Schauen Sie selbst.

Bei dieser wunderschönen, leckeren Tasse Tunki Biokaffee aus Peru sitze ich und verfasse meinen Bericht über den Workshop für Freunde des Bürgerportals in der Kaffeerösterei Quimbaya. Ja, wir haben in Bergisch Gladbach eine kleine, handwerkliche Rösterei. Lennart Altscher liebt Kaffee, er ist geradezu begeistert davon und hat diese Begeisterung mit uns geteilt.

Aber ich erzähle die Geschichte noch mal, von Anfang an. Als ich ankam stand die Tür zur Rösterei in einem Hinterhof der Buchholzstraße einladend offen.

Die Wartezeit bis zum Beginn des Workshops verkürzte uns Lennart Altscher mit Wunschkaffees. Wir durften so viel probieren und trinken, wie wir mochten. Während mein Kaffee zubereitet wurde, schaute ich mich in den Ecken der Rösterei um. Es gab viel zu entdecken.

Kaffee im Jutesack

Verkaufsregal

Dekoration

Der Alleskönner

Kaffeemühle

Duftender Röstkaffee in einer Tonne

Nicht zu vergessen, der Röstautomat. Hier noch nicht in Betrieb, aber er wurde bereits vorgeheizt für die Vorstellung und brummte relativ laut.

Zum Schluss öffnet sich die Gucklochklappe und die gerösteten Bohnen rutschen auf dieses Sieb zum Abkühlen

Mein Kaffee war fertig, mit einer kunstvollen Verzierung. Ein Cappuccino, wie er sein soll: kein steifer Milchschaum, sondern cremig und die Tasse randvoll. So mag ich das. Dass Cappuccino ohne Zucker so lecker schmecken kann, war für mich ein völlig neues Sinneserlebnis.

Meiner

In der Zwischenzeit waren alle Gäste eingetroffen, mit Getränken versorgt und die Show konnte beginnen.

Lennart Altscher begann beim Rohkaffee: wo wird er angebaut, welches Klima braucht er und wie kommt die Bohne aus der Kaffeekirsche. Dazu hab ich jetzt ein Foto aus einem Artikel von Lennart Altscher im Bürgerportal („Die Reise des Kaffees”) geklaut.

Von der Kirsche zur Bohne.

Vom Rohkaffee hab ich dann wieder ein eigenes Foto. Links die Sorte Arabica aus Kolumbien, in der Mitte Arabica (Monsunkaffee) aus Indien und rechts die Sorte Robusta aus Indien. Monsunkaffee wird dem Monsunklima ausgesetzt, das macht ihn milder und er enthält weniger Säure.

Ungeröstet ist die Kaffeebohne steinhart, ich habs probiert. Beim Rösten wird dem Kaffee Wasser entzogen und der Röstvorgang macht die Bohnen mürbe, man kann sie kauen und mahlen.

Dieser Schritt war dann der Nächste, den wir uns anschauen konnten. Insgesamt dauert ein Röstvorgang ca. 15 Minuten, abhängig von der Kaffeesorte und dem Aroma, das man erzielen möchte.

Der Röstmeister erklärt den Röstvorgang

Der Kaffee war eingefüllt, die Trommel drehte sich und jetzt konnte man den Bräununsprozess im Guckloch verfolgen.

Das erste kleine Video zeigt den gerade eingefüllten Kaffee, das zweite die beginnenden Bräunung nach ca. 8 Minuten, das dritte gibt einen Überblick über den ganzen Röstvorgang. 

Und dann kommt der große Moment: die Bohnen rauschen aus der Trommel aufs Sieb und …. sie riechen überhaupt nicht nach Kaffee.

Auch das ist normal. Das Kaffeearoma kommt erst nach ein paar Tagen Lagerung. Bis dahin riechen die gerösteten Bohnen erdnussig.

Nun hatten wir Bohnen, aber immer noch keinen Kaffee. Dieser Frischgeröstete eignete sich wegen des fehlenden Aromas noch nicht für die weitere Präsentation, dafür musste Lennart Altscher auf Vorräte zurückgreifen und erklärte die Wichtigkeit des Mahlgrades für Espresso und Filterkaffee.

Links sehr fein für Espresse, rechts gröber für Filterkaffee

Damit war die Vorführung als solche beendet. Wir konnten aber weitere Köstlichkeiten bestellen. Und wer mochte durfte auch selbst Hand anlegen und sich als Cappuccino-Milchschaum-Künstler versuchen.

Am Ende erhielt jeder Gast eine kleine Tüte Kaffeebohnen. Vielen Dank, Herr Altscher, für diese hochinteressante Entführung ins Kaffeeland.

Die Rösterei Qimbaya ist jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr für Besucher geöffnet. Der Röstmeister beantwortet alle Fragen und man darf selbstverständlich dann auch Kaffee probieren und kaufen.

Öffnungszeiten und Kontakt findet man auf der Website.

Notiz an mich: Kaffeemühle kaufen! Denn das elektrische Dings, das ich für Kräuter und Nüsse benutze, kriegt das mit den paar Bohnen für eine Tasse Kaffee nicht richtig hin.

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Hinweis der Redaktion: Hier finden Sie eine Vorstellung der Rösterei Quimbaya, und hier die Kaffee-Kolumnen von Lennart Altscher.

Bei dem Workshop handelte es sich um eine exklusive Veranstaltung des Bürgerportals für Mitglieder des Bürgerportals. Falls Sie künftig dabei sein wollen, hier können Sie sich informieren.

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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