„Normalität ist besonders“ – davon überzeugten sich über 150 Besucher im Bergischen Löwen bei der Filmpremiere über die Arbeit des Cafe Leichtsinn in Bergisch Gladbach. Der Film zeigte eindrucksvoll, wie es in den letzten Jahren gelang, das Jugendangebot auch für behinderte Kinder und Jugendliche zu öffnen.

Die einstündige Dokumentation machte die Chancen und Herausforderungen von Inklusion in der Freizeit junger Menschen deutlich. Schlüsselszenen ließen das Publikum an manchen Stellen nicht nur laut lachen und applaudieren, sondern rührten es auch zu Tränen.

Das beeindruckte Publikum bedankte sich bei Filmteam, Darstellern und Produzenten mit minutenlangem Applaus. Produziert wurde der Film von der Katholischen Jugendagentur und Filmdistrikt.

Thomas Droege, Geschäftsführer der KJA, eröffnete außerdem die neue Servicestelle „InBeCo“. Ab sofort unterstützen die Mitarbeiterinnen der Servicestelle junge Menschen mit Behinderung und deren Eltern im Rheinisch-Bergischen Kreis bei der Suche nach inklusiven Freizeitmöglichkeiten.

Auch Gruppierungen, Kirchengemeinden und Einrichtungen im Freizeitbereich finden hier Ansprechpartnerinnen, wenn es um Inklusion und deren praktische Umsetzung geht.

Der Schirmherr, Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, wies in seinem Grußwort besonders darauf hin, dass es wichtig sei, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung wohnortnah die gleichen Ferien- und Freizeitangebote bereitzustellen.

InBeCo: KJA treibt Inklusion in der Freizeit voran

Bernd Siebertz, stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Jugendseelsorge im Erzbistum Köln, nutzte in seinen Grußworten eine Darstellung des Neuen Testamentes, um darauf hinzuweisen, dass Jesus einem geheilten Gelähmten kein besonderes Leben, sondern ein alltägliches Leben in der Mitte der Gesellschaft, auftrug. In diesem Sinne betonte er, dass es ein besonderes Zeichen der katholischen Kirche sei, Inklusion mit einem solchen Projekt nach vorne zu tragen.

Beim anschließenden geselligen Zusammensein nutzten die Besucher die Möglichkeit, sich untereinander und mit Fachkräften über Inklusion auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Der Abend machte deutlich, wie viele engagierte Akteure im Rheinisch-Bergischen Kreis für Inklusion eintreten. Die Katholische Jugendagentur hat als Träger des Cafe Leichtsinn und der neuen Servicestelle einen großen Anteil daran. „Dieses Engagement ist keine ‚Eintagsfliege‘. Wir wollen, dass das Thema Inklusion in allen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit mitgetragen wird“, sagte Thomas Droege zum Abschluss der Veranstaltung.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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