Betonbauteile für den Regenwasserkanal am Buchmühlenparkplatz in Bergisch Gladbach

Diese Betonbauteile wurden zum Hochwasserschutzkanal unter der Buchmühle verbaut

30 Millimeter Regen gingen am Mittwoch in der Innenstadt nieder – und die Kanalisation hielt stand. Das wertet der Strundeverband bereits als erfolgreichen Test der neu verlegten Hochwasserröhren. 

Das Unwetter habe keine Schäden in der City verursacht, auch an der Buchmühle gab es keine Überschwemmungen und selbst die Baustellen liefen nicht voll. „Trotz der Niederschlagsmenge hatten wir in den Baustellen und neu verlegter Kanalisation keine Probleme,“ bilanziert Martin Wagner, Geschäftsführer des Strundeverbands und Leiter des „Strunde hoch vier“-Teams.

Drei von der Baustelle: Strundverband-Chef Martin Wagner, Ingenieurin Daniela Reuscher und Baustellenmanager Sebastian Höller

Laut Wagner haben alle Pumpsysteme einwandfrei funktioniert. Zwar seien die Niedrigwassertrassen (in denen die Strunde und der Hebborner Bach fließen) deutlich voller gewesen; „aber so soll es ja sein“.

Allerdings ging in Bergisch Gladbach pro Quadratmeter nur ein Drittel der Regenwassermenge nieder, die in Köln für Chaos sorgte.

Was in der nach wie vor andauernden Bauphase beim nächsten „Jahrhunderthochwasser” passiert ist also offen.  „Klar ist: Mutter Natur lässt sich niemals zu 100 Prozent kontrollieren!“, sagt Wagner.

Strunde, welche Strunde? Im Buchmühlepark liegt der Bach trocken, das Wasser wird unterirdisch umgeleitet

Bis der Hochwasserschutz vollständig und damit funktionsfähig ist wird es noch wenigstens fünf Jahre dauern. Wagner wies erneut darauf hin, dass damit erst 2022 zu rechnen sei, wenn das erweiterte Bergisch Gladbacher Netz an den Kölner Randkanal angeschlossen wird.

Sollten bis dahin die Wassermassen zu groß sein muss der Strundeverband erneut zusehen, wie die Buchmühle absäuft. Denn er darf aufgrund eines „Verschlechterungsverbots” nicht einfach das Wasser durch die neue Röhren rauschen lassen, weil es dann beim Übergang in die alten Röhren unweigerlich zur Überschwemmung käme und damit die dortigen Anwohner schlechter als vor Beginn der Bauarbeiten gestellt würden. 

Die genaue Zeitplanung für die Arbeiten in den nächsten fünf Jahren soll in den kommenden Wochen vorstellt werden.

Erst hinter der Baustelle Hauptstraße / Buchmühlenstraße wird wieder (ein Teil) des Wassers in das Bachbett geleitet

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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