Das Becken des ehrwürdigen Zanders-Bads ist mit einem überschaubaren Aufwand repariert worden und wird von Schulen sowie Vereinen bald wieder genutzt. Eine grundsätzliche Entscheidung über die Bäderlandschaft in Bergisch Gladbach steht aber aus. 

Die Warnung der Statiker, dass das Schwimmbecken des historischen Hans-Zanders-Bads nicht mehr sicher ist, hatte zunächst große Sorgen bei Stadt, Vereinen und Schulen ausgelöst. Doch jetzt, viereinhalb Monate nach der Schließung, ist das Problem gelöst: für knapp 150.000 Euro wurde die Stahlarmierung des Beckens verstärkt, das Wasser wurde bereits eingefüllt und ab dem 4. Oktober können die Vereine und Schulen das Bad wieder nutzen.

Das teilten Co-Dezernent Bernd Martmann als Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Manfred Habrunner als Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft und Dettlef Rockenberg als Fachbereichsleiter Schulen, Sport und Kultur, jetzt sichtlich erleichtert mit. Nur die große Flexibilität und Kooperationsbereitschaft habe diese Leistung ermöglicht.

Zanders-Bad wird rasch saniert

Auch die Vereine sind hoch zufrieden: „Besser geht nicht”, beurteilt Johannes Wenzel, Vorsitzender des Schwimmvereins Bergisch Gladbach, die Zusammenarbeit mit der Stadt. Immerhin waren 17 Schulen und sechs Sportvereine betroffen. Das Kombibad und das Schwimmbad Mohnweg hatten Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt. 

Vertreter von Stadt und Vereinen freuen sich über die rasche Reparatur

Habrunner stellt jedoch klar, dass jetzt „keine Sanierung oder Modernisierung, sondern nur eine Reparartur” des Zanders-Bads durchgeführt wurde. Ein älteres Gutachten belege einen großen Sanierungsstau, doch dafür fehle bislang die Finanzierung, ergänzte Martmann.

Mit der Reparatur sei jetzt jedoch Zeit gewonnen, die Nutzung des Zanders-Bads sei für die nächsten acht bis zehn Jahre gesichert. Diese Zeit müssten Stadt und vor allem die Politik aber nutzen, um sich über die Zukunft der Bäderlandschaft in Bergisch Gladbach klar zu werden.

Vor allem das städtische Schwimmbad Mohnweg ist ein akuter Sorgenfall. „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, insbesondere das Schwimmbad Mohnweg ist immer wieder gefährdet, wegen zu großer Mängel geschlossen zu werden“, sagte Martmann.

Im Mohnweg werde noch in diesem Jahr die Technik und der Zustand des Betons geprüft, dann müssen man über Alternativen nachdenken. Im Moment mache man alles, um den Bestand zu sichern. Aber langfristig gebe es nur zwei Alternativen: Die sehr teure Sanierung – oder ein Neubau. Und das gelte sowohl für den Mohnweg wie für das Zanders-Bad. 

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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