Claudia Kammann übernimmt von Gundhild Hebborn den Bereich Opferschutz und Prävention bei der Polizei RheinBerg

Die Themen Kriminalprävention und Opferschutz haben im Kreis RheinBerg seit langem ein Gesicht: Gundhild Hebborn hat diesen Bereich in der Kreispolizei 23 Jahre lang vertreten. Jetzt geht sie in den Ruhestand, eine Nachfolgerin steht bereit. Zeit für eine Bilanz.

Viele hundert Veranstaltungen hat Kriminalhauptkommissarin Gundhild Hebborn in den vergangenen Jahrzehnten besucht, immer wieder für Vorbeugung, für Selbstbehauptung und aktiven Schutz geworben – und bis zur letzten Minute macht sie sich für ihre Klientel stark.

„Die Opfer sind nicht doof. Ein Opfer ist immer ein Opfer, die Verantwortung liegt einzig und allein beim Täter”, sagt Hebborn jetzt bei ihrer Verabschiedung. Das dürfe man nicht aus dem Blick verlieren, wenn vorschnell über Senioren geurteilt werden, die auf Trickbetrüger herein gefallen sind.

Kriminalprävention: Das sind Ihre Ansprechpartnerinnen
Die Beratungsstelle ist zuständig für Gewaltprävention, Einbruch- und Diebstahlschutz, Sucht- und Drogenprävention, Sicherheit für Senioren.

Die Fachberater der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle stehen vor Ort oder nach Terminabsprache auch zuhause als Ansprechpartner zur Verfügung:

Claudia Kammann, Tel.: 02202 205-430
Bernd Danger, Tel.: 02202 205-431
Rüdiger Heil, Tel.: 02202 205-434
SusanneKrämer, Tel.: 02202 205-433

Mehr Infos zur Vorbeugung auf der Website der Polizei
Mehr Infos zur Prävention bei Jugendkriminalität

Opferschutz: Das sind Ihre Ansprechpartner
Die Opferschutzbeauftragten der Polizei RheinBerg bieten Angebote für Opfern von Straftaten aber auch Opfern von Verkehrsunfällen und anderen schädigenden Ereignissen. Sie können sich per E-Mail, telefonisch und persönlich an die Opferschutzbeauftragten zu wenden.

Opferschutz Kriminalität:
Claudia Kammann, 02202 205-430, gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de
Susanne Krämer, 02202 205-433,  gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de

Opferschutz Verkehr:
Petra Botta, 02202 205-858, GL.DirV.VuP@polizei.nrw.de
Uwe Ortmann, 02202 205-854, GL.DirV.VuP@polizei.nrw.de

Und bei aller Vorbeugung, bei allem Einsatz, seien die Möglichkeiten der Polizei begrenzt: „Es gilt, den Acker so unlukrativ wie möglich zu machen. Viel mehr können wir auch nicht,” zieht die scheidende Kriminalhauptkommissarin Bilanz. Dabei ist sie kein wenig frustriert. Sie habe das Gefühl, dass die Täter oft einen Schritt voraus sind, immer als Ansporn empfunden. 

Zu Beginn ihrer Arbeit habe sie viel im Bereich der Selbstbehauptung von Frauen gearbeitet, berichtet Hebborn weiter. Das zähle heute zwar nicht mehr zu den Aufgaben der Polizei, der Kampf gegen Gewalt gegen Mädchen und Frauen sei jedoch so wichtig wie eh und je. 

Weitere wichtige Bereiche seien in den vergangenen Jahren die technische Beratung gegen Wohnungseinbrüche, die Kampagne gegen Taschendiebstahl und der operative Opferschutz gewesen. In letzter Zeit seien die Straftaten gegen Senioren und die Kriminalität im Internet stärker ins Blickfeld geraten – zwei Bereiche, die in Zukunft mit Sicherheit noch an Bedeutung gewinnen würden. 

Die Nachfolgerin steht bereit

Aufgaben, um die sich nun Claudia Kammann kümmert. Die 47-Jährige ist Kriminalhauptkommissarin, hatte als Pressesprecherin der Kreispolizei gearbeitet und war zuletzt in der Leitstelle tätig. Diese Doppelqualifikation, die Erfahrung im Umgang mit der Öffentlichkeit und im Alltag der Polizeiarbeit, zeichne sie für die neue Aufgabe aus, sagte Polizeidirektor Gerhard Wallmeroth bei der Vorstellung. 

Er bedankte sich ausdrücklich bei Gundhild Hebborn, dass sie sich diesem wichtigen Bereich der Polizeiarbeit im Rheinisch-Bergischen Kreis so intensiv gewidmet hat, ihr Name und ihr Gesicht stünden stellvertretend für „Schutz und Vorbeugung”.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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