Walter Schneeloch, SSV-Beisitzer Jakob Eberhardt, SSV-Geschäftsführerin Birgit Lamers und Fachbereichsleiter Dettlef Rockenberg. Foto: Christopher Arlinghaus

Hohen Besuch aus der Landeszentrale der Sportbünde bekam der Stadtsportverband (SSV) Bergisch Gladbach bei der diesjährigen Gala-Veranstaltung zur Sportlerehrung in der Sporthalle des Schulzentrums Herkenrath. Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, überreichte höchstpersönlich den Gewinn aus der landesweiten Ausschreibung „Politikfähigkeit der Bünde“.

Bei dem Wettbewerb, der im dritten und letzten Jahr läuft, konnten 2018 erstmalig auch die Stadt- und Gemeindesportverbände im Land teilnehmen. Der SSV Bergisch Gladbach überzeugte mit seiner eingereichten Präsentation und gewann einen von fünf Preisen à 1.000 Euro.

Bei der Ausschreibung ging es um die Darstellung von erfolgreichen politischen Aktivitäten der kommunalen Sportverbände. Themen konnten z.B. sein: die Strategien zur politischen Interessenvertretung vor Ort oder zur Beteiligung an der Vergabe der Sportpauschale in der eigenen Kommune. Auch fanden Aussagen Berücksichtigung, inwieweit politische Mandate aktiv zur Interessenvertretung genutzt werden.

SSV-Geschäftsführerin Birgit Lamers, gleichzeitig Mitarbeiterin der städtischen Sportverwaltung, stellte eine aussagekräftige Präsentation zusammen, die von SSV-Beirat Jakob Eberhardt in digitale Form gegossen wurde. Die in Bergisch Gladbach zur Sportförderung erreichten Maßnahmen brauchen den Vergleich im Lande nicht zu scheuen: Der bereits 2015 zwischen Stadt und SSV geschlossene „Pakt für den Sport“ garantiert den dem Verband angeschlossenen Vereinen kostenfreie Hallennutzung.

Dieser Pakt sieht außerdem auch einen Sitz des SSV im städtischen Fachausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport vor. Außerdem ist der Verband vertreten in Inklusionsbeirat, Jugendhilfeausschuss, Kreissportbund und im Aufsichtsrat des Bürgerhauses Bergischer Löwe – ein weit verzweigtes Netzwerk, das politisches Gewicht verleiht. Dass die Geschäftsführung des Stadtsportverbandes Bergisch Gladbach bei der Stadtverwaltung angesiedelt ist und Gehalt sowie Räumlichkeiten dort zur Verfügung gestellt werden, ist ebenfalls keine Selbstverständlichkeit.

Auch finanziell werden die Sportvereine in der Stadt seit kurzem stärker unterstützt: Der Stadtrat hat im Dezember 2017 beschlossen, ein Drittel der vom Land NRW an die Stadt fließenden Sportpauschale für Investitionsmaßnahmen direkt an die Vereine auszuschütten. Dies macht im Jahre 2018 immerhin die stolze Summe von 100.000 Euro aus.

Weitere Förderung aus dem städtischen Budget erfährt der Stadtsportverband über die pauschale Jugendförderung, die 4 Euro pro jugendliches Mitglied ausmacht. Dieser im Rahmen der Haushaltssicherung eher symbolische Betrag zeigt immerhin, so sind sich Politiker und Sportfunktionäre einig, den Respekt vor der sozialen und integrativen Leistung der Sportvereine.

Als weitere Maßnahmen und Leistungen im Sinne der Wettbewerbsbedingungen führte die Bewerbung auch die aktive Beteiligung des Stadtsportverbandes an der Entwicklung des neuen Flächennutzungsplanes und die Einrichtung eines regelmäßigen „Sportfrühschoppens“ als Austausch- und Informationsplattform an.

Eigentlich sahen die Statuten des Wettbewerbs die Preisvergabe bereits am 8./9. Juni bei der Sitzung der Ständigen Konferenzen in Sundern-Hachern vor. Walter Schneeloch, selbst Rösrather Bürger, ließ es sich aber nicht nehmen, zum Anlass der Sportlerehrung in Bergisch Gladbach dieses i-Tüpfelchen obendrauf zu setzen und den Preis persönlich vorbeizubringen.

„Der Stadtsportverband Bergisch Gladbach hat einen erfolgreichen Weg mit dem Pakt für den Sport eingeschlagen. Diese positive Rahmenbedingung nutzt der Verband, um sich aktiv in die Gremienarbeit der Stadt einzubringen und hält insbesondere eine zukunftsfähige Sportstätten-Entwicklungsplanung im Fokus“, so der Funktionär. Er sei der festen Überzeugung, dass alle im Saal die positive Entwicklungen selbst spüren könnten: „Ich gratuliere dem Vorstand des Stadtsportverbandes herzlich zu dieser Auszeichnung. Die aus Sicht des Landessportbundes zentralen Errungenschaften für Bergisch Gladbach und den organisierten Sport können so Vorbild für viele Kommunen in NRW sein!“

Das Preisgeld von 1.000 Euro ist übrigens bereits verplant, ganz im Sinne des Wettbewerbs: Der SSV hat einen Jugendförderpreis ausgeschrieben, um den sich die angeschlossenen Vereine bewerben können. Zwei Gewinner werden einen Preis erhalten; jeweils 500 Euro hat der Landessportbund mit seiner Gewinnausschüttung bereits in den Topf hinzugelegt.

Pressestelle Stadt BGL

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