Das Sommerfest im Bergischen Museum bietet Handwerkskunst vergangener Zeit zum Staunen und Mitmachen – und lockt damit viele Familien an. In diesem Jahr waren besonders viele alte Künste vertreten. Eine Fotoreportage.

Die zehnjährige Lena ist mit ihren Eltern aus Wipperfürth zum Museumsfest nach Bensberg gekommen. „Ich wollte unbedingt einmal sehen, wie so eine Schulklasse ganz früher ausgesehen hat“, erzählt sie und wendet sich dann den ausgestopften Tieren zu, die im ehrwürdigen Klassenraum ein waches Auge zu haben scheinen.

Doch da kommt schon eine Freundin zur Tür herein, ruft Lena zu: „Komm mit, unten können wir dem Papierschöpfer zusehen, selber Papier machen“. Flott rennen sie raus, werfen aber doch noch einen interessierten Blick auf den Webstuhl, wo buntes Garn gespannt ist und nach alter Tradition Bänder gewebt werden.

Vor der Tür bremst die Beiden ein größerer Menschenauflauf. Hier warten jene, die sich für die Führung in den geheimnisvollen Untergrund, den Bergbaustollen, gemeldet haben. Das ist spannend, erkennt Lena und gibt dem Besuch Bergbau den Vorrang vor dem Papierschöpfer, stellt sich mit an.

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Das Museumsfest im Bergischen Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe hat eine lange Tradition. In diesem Jahr erfolgte die Einladung zum Fest mit den vielen Einblicken in die alte Handwerkskunst und kreativer Beschäftigung für die Kinder bereits im 38ten Jahr. Die zahlreich angebotenen Kinder-Mitmach-Aktionen sind der Grund dafür, dass aus dem Museumsfest ein Erlebnis für die ganze Familie wird.

Erfahrenen Handwerker präsentieren und erklären ihr Gewerk mit Begeisterung. Das Feuer in der Schmiede loderte heiß, zieht Besucher an. In Höhe des Einganges läuft schwungvoll, mit sattem Klang, die gut geölte Maschine, die mit Eifer Getreidekörner mahlt.

Oberhalb des herrlichen Obstgartens wird Wolle gesponnen, weiter im hinteren Teil des Geländes ging es emsig zu beim Kinder-Treff in Sachen Filzen. Es entstanden, aus weicher Wolle gefertigt, allerhand kreative Formen, beispielsweise Blüten.

Eine Versteigerung von knusprigen, runden, großen Bergischen Brot lockte die Gäste ins Zentrum des Geschehens. Herbert Stahl , unterstützt von zwei emsigen Helferinnen, verstand es bestens die Bieter zu motivieren, einen beachtlichen Preis für das Brot zu erzielen.

Neben der Handwerkskunst stand das Thema Umwelt im Fokus des Sommerfestes. So informierte an diesem Sonntag auch der Obst- und Gartenbau-Verein Refrath, vertreten durch Klemens Delgoff rund um das „Hotel zur wilden Biene“

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Museums.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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