Vertreter:innen von Stadt, Schulbaugesellschaft und Baufirma beim Richtfest für das Klassenhaus des AMG. Fotos: Redaktion

In rascher Folge lässt die Schulbau-Gesellschaft neue Erweiterungsbauten an den Gymnasien errichten – um den neuen G9-Jahrgang unterbringen zu können. Das letzte Projekt in dieser Reihe ist der Modulbau für das Albertus-Magnus-Gymnasium, für das jetzt das Richtfest gefeiert wurde. Die Schule freut sich auf die dringend benötigte Entlastung – blickt aber mit Sorge weit darüber hinaus.

Vor 103 Tage war der erste Spatenstich vollzogen worden, jetzt wurde das Richtfest für das Klassenhaus am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) in Bensberg gefeiert. Für Bürgermeister Marcel Kreutz ein Beleg, wie rasant die Schulbau-Gesellschaft im Verbund mit dem Hochbau der Stadt und dem Bauunternehmen Brüggemann in der Lage ist, nachhaltige Schulgebäude zu errichte. „Wir sind in der Spur“, auch das AMG-Klassenhaus werde rechtzeitig zum neuen Schuljahr zur Verfügung stehen, sagte Kreutz am Montag beim Richtfest.

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Diese Erweiterungsbauten für die Rückkehr zu G9 entstehen gerade an fast allen Gymnasien der Stadt, das AMG ist das letzte in der Reihe der Projekte der Schulbaugesellschaft. Das Geheimnis des Erfolgs, so Geschäftsführer Sebastian Rolko, sei zum einen die Bauweise in vorgefertigten Modulen – und zum anderen die enge Kooperation zwischen seinem eigenen Team, den Fachbereichen der Stadtverwaltung, dem Bauunternehmen und weiteren Kooperationspartner.

AMG stehe nicht nur für „Albertus-Magnus-Gymnasium“, sondern auch für „Auf Mission G9“ – bei der alle an einem Strang ziehen.

Das zweigeschossige Klassenhaus aus Holz werde pünktlich fertig, trotz einiger Herausforderungen, wie zum Beispiel dem Bau eines neuen Trafos für das gesamte Gelände, bekräftigte Rolko. Lediglich bei den Außenanlagen werde die Schulbau GmbH noch nacharbeiten müssten – sie sei ja keine „Zauber GmbH“.

Auf einer Bruttogeschossfläche von 1200 Quadratmetern werden 375 Kubikmeter Holz verbaut, um im Untergeschoss vier große Klassenräume für bis zu 32 Schüler:innen und einen Differenzierungsraum sowie im Obergeschoss zwei Physikfachräume, einen Materialraum und eine Informatikklasse unterzubringen.

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AMG soll im Eiltempo erweitert werden

Die Baugenehmigung liegt noch gar nicht vor – und dennoch ist die Schulbaugesellschaft zuversichtlich, das neue Klassenhaus für das Albertus Magnus Gymnasium in weniger als einem Jahr fertig zu stellen. Dann muss der zusätzliche G9-Jahrgang untergebracht werden. Die Pläne wurden jetzt der Anwohnerschaft und Vertreter:innen beider Schulen vorgestellt.

Schulleiter Rolf Faymonville bezeichnet die fristgerechte Fertigstellung des Klassenhauses als große Entlastung der Schulgemeinschaft; er blickt aber schon lange weit darüber hinaus. Für den geplanten Neubau (oder die Komplettsanierung) des gesamten Gymnasiums fehle noch immer ein klarer Beschluss der Politik.

Das sorge bei den Eltern der (künftigen) Schüler:innen für große Unsicherheit und wirke sich bereits deutlich auf die Anmeldezahlen aus. Daher appellierte Faymonville an Schulbaugesellschaft und Stadtverwaltung, in dem jetzt demonstrierten Tempo weiter zu machen.

Joris Fuchs präsentiert sein Modell des AMG der Zukunft.

Wie eine Schule der Zukunft aussehen könnte, demonstrierte AMG-Schüler Joris Fuchs. Er hatte als Facharbeit im Kunstunterricht ein komplettes Konzept für ein neues Gymnasium entworfen und in einem Modell umgesetzt, das er nun beim Richtfest kurzfristig präsentieren konnte.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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