Einen Tag nach dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft an der IGP zieht die Stadt eine erste Bilanz. Durch den schnellen Einsatz der Rettungskräfte war der Schaden begrenzt worden, danach zogen Verwaltung, Nachbarn und Helfer an einem Strang.

Ein Brand hat ein Gebäude der Flüchtlingsunterkunft in Paffrath am späten Mittwochnachmittag unbewohnbar gemacht. Der betroffene Trakt besteht aus 50 Modulen in Containerbauweise, 24 Menschen waren zum Brandzeitpunkt in den Räumen untergebracht.

Der „gelbe“ Trakt, so die Bezeichnung auf dem Gelände, ist unbewohnbar. Elf Personen wurden im „roten“ Trakt untergebracht. Die weiteren 13 Bewohner konnten kurzfristig privat untergekommen.

Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr, des Sicherheitsdienstes und viele ehrenamtliche Helfer sowie die Unterstützung des Deutschen Roten Kreuz als Betreiber der Einrichtung konnte der Schaden für die Menschen in Grenzen gehalten werden.

Die meisten Verletzten verlassen Krankenhäuser rasch

Dennoch wurden zahlreiche Personen verletzt. So wurden drei Bewohner, eine Kollegin der Stadtverwaltung, eine Mitarbeiterin des DRK sowie zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die DRK-Mitarbeiterin sowie ein Bewohner konnten am Mittwochabend wieder entlassen werden. Ein Sicherheitsmann konnte mittlerweile ebenfalls das Krankenhaus verlassen.

Nach Aussagen des DRK ist vor allem die große Hilfsbereitschaft der Nachbarn und der Ehrenamtsinitiative hervorzuheben. Diese stellten gestern Abend kurzfristig körbeweise Brötchen inkl. Belag und Getränke zur Verfügung.

Aus dem DRK-Katastrophenschutzzentrum an der Jakobstraße konnten am Mittwoch dank der schnellen Hilfe von haupt- und ehrenamtlichen Kollegen Hygienepacks (Zahnbürste, Zahnpasta, Rasierzeug, Seife, Handtücher etc.) gepackt und für die betroffenen Bewohner zur Verfügung gestellt werden.

Schutz vor Vandalismus

Durch zwei ehrenamtliche Helfer der Gruppe „Technik und Sicherheit“ der DRK-Einsatzeinheit 02 wurde die Unglücksstelle am Abend weiträumig ausgeleuchtet, um dem Sicherheitsdienst, der zur Bewachung der Brandstelle in der Nacht zusätzliches Personal gestellt hat, die Arbeit zu erleichtern sowie die offen zugänglichen Privaträume vor Diebstahl und Vandalismus zu schützen.

Die zuständige städtische Abteilung Soziale Hilfen im Fachbereich 5 sowie viele städtische Hausmeister waren am Mittwochnachmittag und – abend ebenfalls im Einsatz. Die zuständigen Kollegen sondieren am Donnerstag die Situation. So muss der Schaden durch die Versicherung geschätzt werden.

Zukunft des Gebäudekomplexes zunächst offen

Im Anschluss muss überlegt werden, was mit dem Gebäudekomplex geschieht. Aktuell kann dazu keine seriöse Auskunft gegeben werden. Den 24 Betroffenen können teilweise auf dem Gelände in Paffrath sowie an anderen Unterkunftsstandorten Zimmer angeboten werden. Die anderen drei Gebäude auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft können uneingeschränkt genutzt werden.

Auch der Sicherheitsdienst unterstützte in der Notsituation optimal und leistete erste Hilfsmaßnahmen bis zum Eintreffen der Feuerwehr. Auch wurde das Team in Abstimmung mit dem Fachbereich 5 aufgestockt, um die Brandstelle und die Wertsachen im Gebäude zu sichern sowie als Prophylaxe, falls ein Brandherd neu aufflammt.

Zum Brandzeitpunkt waren 87 Menschen in Paffrath gemeldet, die maximale Bewohnerzahl beträgt 144 Personen, pro Gebäude können bei Doppelbelegung 50 Personen untergebracht werden.

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Pressestelle Stadt BGL

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