Seit 21 Jahren liest Ferdinand Linzenich zu Weihnachten im Refrather Bistro Weyer’s. Und peppt sein Programm aktuell auf. Im Januar hat sein neues Programm Premiere.

Text und Fotos: Helga Niekammer (Bensberg im Blick)

Der „Adventsfirlefanz” erfreut sich unverändert großer Beliebtheit, was die vielen Gäste die jetzt der Einladung folgten, beweisen. Der humorige Abend wurde mit ernsten Facetten und launigen Geschichten untermalt.

Am Ende der Veranstaltung hieß es: Die Spendensumme beträgt 1460 Euro. Eine Betrag, die sich aus dem Kartenverkauf und der Spende aus dem Getränkeverkauf ergibt.

Manuela Jünger, Wirtin im Refrather Bistro Weyer’s und Kabarettist Ferdinand Linzenich

Wirtin Manuela Jünger blickt auf die Tradition der „Weihnachtslesung mit Ferdi” nicht ohne Stolz. Sie dankt dem Kabarettisten und der Linzenich Fitness-Gruppe für das soziale Engagement, an dem sie aus Überzeugung tatkräftigt mitwirkt. Die Spendeneinnahme wird im kommenden Jahr wieder sozial benachteiligten Kindern zu Gute kommen.

Das in 2018 für 31 Kinder gestartete Ferienprojekt wird in 2019 weiter geführt, sagt Linzenich. Mehr als 5000 sind nötig, um so vielen Kindern vier Tage ein abwechslungsreiches Ferienprogramm zu ermöglichen. Damit das umgesetzt werden kann, füllt die Linzenich Fitness-Gruppe die Spenden-Kasse entsprechend auf. Außerdem wirken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Clubs – aber auch Kabarettist Linzenich – im Feriencamp mit bei Spiel, Sport und Betreuung.

Ein froher Blick: Ferdi‘s Weihnachtslesung!

Selbst wenn einem die festlichen, hintergründigen aber auch bösen Beiträge bekannt erschienen, gab es in den Zwischenzeilen zahlreiche aktuelle Infos. Kabarettist Linzenich schafft es stets, das Publikum mit neuen Impulsen zu überraschen. Diese fließen gezielt ein in seine starken, launigen Beiträge.

Zuhörerinnen und Zuhörer schickt Linzenich auf eine Zeitreise. Hier werden Erinnerungen geweckt, an musikalische Momente, wie „Weihnachten auf hoher See“. Ein Lied von Freddy Quinn, das – alle Jahre wieder – durch die Räume schallte.

Gedanken an das Christkind, das sich (leider) niemals gezeigt hat und Träumereien und Realisierung um eine spontan umgesetzte Taxi-Fahrt nach Paris. Aber auch Ansage an den Bürokratismus und das bitterböse „Adventgedicht“ von Loriot bekamen begeisterten Applaus.

Ferdinand Linzenich mit Didi und Annette Hamann.

Annette und Didi hatten als Jubiläumsgäste in der vorderen Reihe einen besten Sitzplatz. Sie waren bereits bei der ersten Lesung im Dezember 1997 mit dabei. Freund, Musiker und Komponist Diddi Hamann sorgte damals auch für beste Tontechnik. Er durfte sich 2018 auch einbringen, richtete das unwillige Mikrophon.

Diesen Moment kommentiert Linzenich gelassen: „Man darf als Künstler nicht auf das Mikrophon hauen, dass mögen die Techniker nicht.“

Kabarettist, Motivationstrainer, Moderator und Kommunikationsberater Linzenich signierte zum Abschluss der Lesung sein Buch „Achtung, leben, los! – Warum man heiter weiter kommt“. Ein Werk, in dem der Autor humoristisch zum Nachdenken ermuntert in persönlichen Geschichten und Alltagsbeobachtungen.

Ferdinand Linzenich serviert beste Unterhaltung mit Tiefgang

Das neues Programm hat Premiere im Januar

„Vorsicht bissiger Mund” heißt es im Januar, wenn Ferdinand Linzenich in seinem neuen Programm nicht zuletzt wissen will, ob man in Deutschland ein Patriot sein kann, ohne in die rechte Ecke gestellt oder aus der linken herausgeworfen zu werden.

Er spricht mit Genuss aus, was man alles nicht mehr sagen darf. Er zitiert aus seiner Zeitgeist-Enzyklopädie. Er philosophiert darüber, ob es nicht wünschenswert wäre, als großer Panda wiedergeboren zu werden.

Er zeigt auf, warum mancher Albtraum nicht weit von der Realität entfernt ist. Er erklärt, was ihn mit Charlie Chaplin verbindet. Er erinnert daran, wo Humor Waffe und wann Medizin sein kann. Und gleich zu Beginn gibt er ein ebenso provokantes wie fulminantes Bekenntnis zu Deutschland ab.

Autogrammstunde „Achtung, leben los! – Wie man heiter weiter kommt“

Die Musik zum neuen Programm hat der Gladbacher Komponist und Arrangeur Didi Hamann beigesteuert und es mit zum „schillernsten Programm gemacht, das wir je gemacht haben“, wie Linzenich findet.

Premiere ist am 25.1.2019 im Bürgerhaus Bergischer Löwe, wo weitere Aufführungen am 26. und 27. Januar starten. Danach gibt es Aufführungen im Senftöpfchen Theater Köln.

Ticketkauf online unter www.bergischerloewe.de oder an der Theaterkasse des Bergischen Löwen: 02202 – 294618

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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