Für die Rettung der öffentlichen Schulbücherei in der IGP sieht es gut aus: Die Stadt schreibt die Stelle des Leiters neu aus. Jetzt muss nur noch der Landrat zustimmen. 

Eigentlich hatte die Stadtverwaltung vor, die Pensionierung des langjährigen Leiters Dieter Klepsch zu nutzen und die Bücherei in der IGP auslaufen zu lassen – aus Kostengründen. Immerhin befindet sich die Stadt immer noch im Haushaltssicherungskonzept, soll ohne Steuererhöhung auskommen und dennoch schon im übernächsten Jahr keine Schulden mehr machen.

Dieses Vorhaben stieß jedoch auf Protest. Denn die Bücherei mit dem Sonderstatus (Schulbücherei, aber öffentlich) spielt in Paffrath eine große Rolle. Eine Online-Petition fand rasch Hunderte Unterstützer und auch im Schulausschuss waren sich alle Ratsmitglied einig, dass Wege gefunden werden müssen, den Standort zu erhalten.

Der Ausschuss beschloss, dass die Bücherei in Paffrath erhalten bleiben müsse, bis ein Konzept für die gesamte Bibliothekslandschaft erarbeitet ist. Auch die Stadtteilbücherei in Bensberg steht auf der Kippe; die große Stadtbibliothek soll irgendwann vom Forum in das neue Stadthaus am S-Bahnhof ziehen.

Bürgermeister Lutz Urbach ging jetzt jedoch noch einen Schritt weiter und schrieb die Neubesetzung der Stelle aus. Damit soll der Betrieb mit insgesamt 1,5 Stellen nahtlos fortgeführt werden.

Allerdings muss für diesen Schritt noch die übliche Wiederbesetzungssperre aus dem Haushaltssicherungskonzept aufgehoben werden. Und zwar vom Landrat in seiner Rolle als Kommunalaufsicht.

Was mit der seit 2014 in der Paffrather Bücherei aufgebaute, von Anke Klepsch ehrenamtlich geführten Kinderbücherei geschieht ist noch offen; Klepsch hat angekündigt, diese Aufgabe mit der Pensionierung ihres Manns aufzugeben.

Grundsätzlich bleibt es dabei, dass für die Stadtbücherei und die beiden Außenstellen ein gesamtstädtisches Konzept erarbeitet werden soll. Dabei werden die Standorte diskutiert und auch über die Zukunft einer Kinderbücherei beraten, erklärt die Stadtverwaltung.

In welchem Umfang die Stadtteilbücherei Paffrath nach dem 31. Januar 2019 geöffnet werden kann, ist derzeit noch offen. Zunächst wird die verbliebene Bibliothekarin mit einer halben Stelle den Betrieb fortführen, bis die andere Stelle neue besetzt ist. Wann das der Fall ist, ist ebenfalls noch offen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. An das Redaktionsteam,
    heute erst wurde ich auf den Artikel zur Bücherei aufmerksam. Da ich immer wieder, auch heute noch täglich, auf alles angesprochen werde und gerade wieder auf diesen Artikel hier möchte ich noch einmal betonen, dass ich nicht angekündigt hatte, mit dem Eintritt Meines Mannes in die Rente zu gehen, sondern dass die Stadt nicht mehr wollte, das ich da bleibe. zum einen hatte ich ein ausführliches Konzept vorgelegt wie die Bücherei kostengünstig erhalten bleiben kann und zum anderen wie ich weiter machen könnte. Dies war jedoch nie gewollt. Von Seiten der Stadt ist nicht ein einziges Mal jemand an mich heran getreten ob ich weitermachen möchte oder kann. Vielmehr wurde deutlich gesagt, dass an die Bücherei nicht einer Ehrenamtlerin überlassen kann. Mittlerweile wurde mir die Leitung einer Stadtbücherei in einer Kleinstadt angeboten. Woanders erkennt an, wie man günstig Büchereiarbeit machen kann.
    Mein Mann ist in der Zwischenzeit verstorben.
    Dies nur zur Richtigstellung.

  2. Sehr geehrter Herr Wegbahn, wir berichten gerne über Ihre Nominierung, wenn es soweit ist. Wir werden Ihre Initiative darüber hinaus nicht unterstützen, das ist nicht unsere Aufgabe. Die Redaktion

  3. Sehr geehrtes Readaktionsteam,
    ich beziehe mich auf die WDR-Sendung vom 21.12.18
    Die Journalistin Frau Anka Bruns hatte über die evtl.
    Schließung der Bibliothek Paffrath berichtet.

    Ich möchte Frau Bruns durch das Land NRW mit der
    Landesverdienstmedaille/dem Landsverienstkreuz
    für Ihre Verdienste auszeichnen lassen und benötige
    von den betroffenen Personen/Ämtern aus den
    TV-Sendungen eine positive Zustimmung zu meinem
    Vorhaben.
    Frage:
    Würden Sie mich unterstützen?
    Wenn ja, bitte ich um Rückantwort

    Mit freundlichen Grüßen
    Heinz Wegbahn