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Gärtnermeister Michael Becker

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Wieviel Arbeit ein Garten machen darf, darüber gehen die Meinungen auseinander. Aber Sie können einiges tun, damit Ihr Garten Spaß macht und nicht zum Kraftakt wird. 

Lassen Sie uns zunächst klären, ob es eine allgemein gültige Definition für den Begriff „pflegeleichter Garten” gibt. Klare Antwort: „Nein”. Wo für den einen die Gartenpflege noch Hobby ist, ist es für den anderen schon ein unliebsamer Kraftakt.

Für Menschen, die der Gartenarbeit rein gar nichts abgewinnen können, haben wir zwei Alternativen: Garten abschaffen und in eine Wohnung ziehen. Oder den Gärtner die Arbeit machen lassen und den Garten genießen. Für alle anderen, die selbst Hand anlegen wollen, listen wir hier gerne einige Ratschläge auf, wie sich die Arbeit im Garten reduzieren, bzw. erleichtern lässt.

Die Stein- und Holzflächen

Bereits bei der Neuanlage oder Renovierung von befestigten Flächen können Sie einige Punkte umsetzen, die die spätere Pflege reduzieren.

Bei Steinmaterial, das bei der Verlegung ein großes Fugenbild ausbildet, sollten Sie die gebundene Bauweise (im Mörtelbett) bevorzugen. Dann können die Fugen mit einer „festen Fuge” geschlossen werden. Hier handelt es sich um ein Kunstharz, das sich mit Sand zu einer festen Masse verbindet. In den geschlossenen Fugen kann kein unerwünschtes Wildkraut (landläufig „Unkraut”) mehr keimen.

Wenn es vom Steinmaterial her möglich ist, kann man durch ein besonders enges Verlegen ein möglichst enges Fugenbild erzielen, in dem das Aufkeimen von Wildwuchs zumindest deutlich erschwert wird.

Eine Alternative ist es, durch Ansaat oder Auspflanzen von so genannten Fugenfüllern einfach selbst zu bestimmen, was in den Fugen wachsen darf. Bei bereits gefüllten Fugen mit dem Standort angepassten Pflanzen hat der unerwünschte Aufwuchs von Löwenzahn und Co. dann keine Chance mehr. Hier eignen sich zum Beispiel Thymian für sonnige, trockene Lagen, oder Moose für eher feuchte Standorte.

Wenn Sie im Garten Einbauten aus Holz bevorzugen, achten Sie bei der Auswahl auf die Herstellerangaben zur Haltbarkeit des Holzes. Bei vielen Hölzern ist eine weitere Behandlung nicht zwingend nötig, die Flächen vergrauen dann ohne weitere Behandlung. Wenn Sie das Vergrauen nicht mögen, müssen Sie den Aufwand des regelmäßigen (ein bis zwei mal jährlich) Ölens in Kauf nehmen.

Die Pflanzflächen

Hier möchten wir klarstellen, dass die derzeit verbreiteten Schotterflächen keineswegs pflegeleicht sind. Im ersten und vielleicht auch zweiten Jahr mag es noch so sein, dass sich auf dieser Fläche kein Wildkräuter ansiedeln. Doch nach wenigen Jahren zersetzen sich das durch Wind und Regen eingetragene Laub und kleinste Partikel Staub und Sand unter den Steinen, eine dünne Schicht organischen Materials entsteht. Und dann werden auch dort diverse Samen keimen.

Die Wildkräuter aus der Fläche zu entfernen ist äußerst mühsam, da die Pflänzchen zwischen den Steinen schwer zu packen sind. Außerdem verwurzeln die Keimlinge mit der üblicherweise unter Steinschüttungen ausgelegten Folie.

Der beste Schutz gegen Unkrautjäten ist eine eingewachsene Pflanzfläche mit auf den Standort optimal abgestimmten Pflanzen. Hier haben Sie zwar die ersten ein oder zwei Jahre etwas mehr Arbeit, je nachdem wie dicht zu Beginn gepflanzt wird und die Fläche zugewachsen ist.

Ist die Pflanzendecke aber erst einmal etabliert und ineinander gewachsen, hat hier unerwünschter Aufwuchs (fast) keine Chance mehr. Hier sei noch einmal betont: einen Garten völlig ohne Pflegemaßnahmen können wir nicht erschaffen. Das geht nur, wenn Sie der Natur Ihren Garten völlig überlassen und in stoischer Ruhe hinnehmen was passiert.

Durch eine geeignete Pflanzenauswahl können sie den Aufwand bei der Gartenpflege durchaus steuern. Hier gilt es einige Aspekte zu beachten.

Nur Pflanzen, die Ihren natürlichen Ansprüchen gemäß verwendet werden, entwickeln sich optimal und machen dann auch weniger Arbeit.

Beachten Sie bei der Pflanzenauswahl die Beschaffenheit des vorhandenen Bodens. Wenn Sie gerne Rhododendron mögen, müssen Sie in unserer Gegend wahrscheinlich vor der Pflanzung erst eine entsprechende Bodenvorbereitung vornehmen und auch in den Folgejahren hier immer wieder nacharbeiten.

Beobachten Sie den Sonnenstand im Jahresverlauf in Ihrem Garten. Gibt es z. B. Schlagschatten von Gebäuden, der sich mit dem Sonnenstand nur wenig ändert. Gibt es  Schatten von Laubbäumen, der sich im Jahreslauf ändert oder Schatten von Immergrünen? Bei beiden müssen Sie die Veränderungen durch das Höhen- und Breitenwachstum berücksichtigen. Oder gibt es durch regelmäßig durchgeführte Schnittmaßnahmen wenig Veränderung? So kann sich zum Beispiel eine als sonniges Beet angelegte Fläche mit der Zeit in ein Beet im Halbschatten verwandeln.

Verwenden Sie immergrüne Gehölze, wenn Sie keinen Laubfall haben möchten.

Wenn Sie zwar Laubgehölze oder Laubbäume mögen, aber sich nicht mit der Entfernung des Falllaubes im Herbst aufhalten möchten, achten Sie auf Unterpflanzungen, denen Laub nichts ausmacht. Es gibt eine Vielzahl von Stauden, die gerne als „Laubschlucker” bezeichnet werden.

Beachten Sie bei der Auswahl von Bäumen und Gehölzen unbedingt die zu erwartende Endgröße und in welchem Alter die Pflanze diese erreicht. Lassen Sie sich dazu in einem Fachbetrieb beraten, um vor Überraschungen sicher zu sein. Es gibt von vielen Bäumen und Großsträuchern so genannte Auslesen oder Arten, die kleiner bleiben und demzufolge keine oder nur in geringem Maß Rückschnitte benötigen.

Bedenken Sie auch, dass Pflanzen, die preiswerter sind, oft schnell wachsen, zum Beispiel einige Sorten des Kirschlorbeer. Dagegen sind Pflanzen, die sich langsam entwickeln, teurer, weil sie in der Aufzucht mehr Zeit benötigen und der Aufwand in der Baumschule entsprechend größer ist. Im Umkehrschluss heißt das aber, dass diese Pflanzen auch bei Ihnen im Garten langsam wachsen und dann in der Folge zum Beispiel Hecken weniger oft geschnitten werden müssen.

Wir raten auf jeden Fall zu einer Mulchschicht auf bepflanzten Flächen. Der Boden wird vor Austrocknung geschützt. Sollte sich doch einmal ein unerwünschtes Kräutlein zeigen, lässt es sich aus der Mulchdecke leichter ziehen als direkt aus der Erde. Bei der Auswahl der Mulchschicht sollten Sie darauf achten, dass das Material so genannte “Nullanteile” hat. Ist das Material zu grob und enthält keine Nullanteile, hat es nur noch Zierwert.

Wässern und Mähen

Mit einer automatischen Bewässerung können Sie sich die Arbeit des Wässerns sowohl von Beeten als auch Rasenflächen und Kübeln und Kästen auf Balkon und Terrasse ersparen. Hier ist sowohl die Nutzung von aufgefangenem Regenwasser, die Verwendung von Leitungswasser oder auch die Kombination möglich.

Der Einsatz von Leitungswasser am besten unter Verwendung eines Gartenwasserzählers. Das erspart bei der Wasserrechnung die Gebühr für das Abwasser. Bitte vor Inbetriebnahme beim zuständigen Wasserwerk anmelden!

Rasenmähen müssen Sie nicht mehr, wenn Sie einen automatischen Rasenmäher einsetzen. Bei der Auswahl des passenden Modells müssen Sie unbedingt berücksichtigen, zu welchen Zeiten der Mäher seine Arbeit machen darf. Die Herstellerangaben „bis x qm Fläche” beziehen sich immer darauf, dass der Mäher täglich 24 Stunden fahren kann.

Sie sehen, das Thema „Pflanzenauswahl” ist im Zusammenhang mit dem Ziel „Pflegeleichter Garten” sehr sehr umfassend. Daher werden wir in einer weiteren Folge unserer Expertenkolumne noch einmal darauf zurück kommen.

Für weitere Beratungen besuchen Sie die GartenBaumschule BECKER in Refrath oder vereinbaren Sie einen Termin mit BECKER Garten- und Landschaftsbau. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten.

Ihr Michael Becker

BECKER, das ist das Team GartenBaumschule und Garten- und Landschaftsbau unter einer Marke: Oliver Fink und Michael Becker arbeiten seit 1999 in enger, in der Branche einzigartiger Kooperation auf dem Gelände der GartenBaumschule Becker in Refrath zusammen.

Die beiden Meister- und Ausbildungsbetriebe arbeiten aus der Überzeugung: ein Garten braucht Aufmerksamkeit, um seine Wirkung zu entfalten. Und diese Aufmerksamkeit gibt er „seinem” Gartenbesitzer in Form von Erholung, Energie und Wohlbefinden zurück.

Gärtnermeister Michael Becker führt mit seinem Team BECKER Garten- und Landschaftsbau seit 1999 alle Arbeiten rund um die Gartengestaltung mit Pflanzen, Steinen, Holz aus.

Gärtnermeister Oliver Fink leitet seit 1995 die GartenBaumschule Becker in Refrath. Regelmäßig informiert er im Radio (WDR 5), regionalen Medien (z.B. Bürgerportal und Kölner Stadt Anzeiger) sowie weiteren Medien Hobbygärtner über Themen rund um die Pflanzen für Terrasse, Balkon und Garten.

Kontakt:

BECKER Garten- und Landschaftsbau GmbH
Höffer Weg 10 a, 51519 Odenthal
Telefon: 02202 981777
E-Mail: info@galabau-becker.de
Website

GartenBaumschule BECKER
Bernard-Eyberg-Str. 16, 51427 Bergisch Gladbach
Telefon: 02204 21100
E-Mail: info@gartenbaumschule-becker.de
Website

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So finden Sie den besten Hausbaum für Ihren Garten

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Becker

GartenBaumschule und Garten- und Landschaftsbau unter einer Marke: Oliver Fink und Michael Becker arbeiten seit 1999 in enger, in der Branche einzigartiger Kooperation auf dem Gelände der GartenBaumschule Becker in Refrath zusammen.

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