Die Simulation eines Unfalls mit Rettungseinsatz lockte viele Besucher an

Wenn die BASt – Bundesanstalt für Straßenwesen – zum Tag der Verkehrssicherheit in die Brüderstraße einlädt, erwartet die Gäste ein spannendes, lehrreiches und anschauliches Programm. Eine Fotoreportage.

Der Einladung auf das Gelände der BASt in Frankenforst folgten am Samstag viele Interessierte aller Altersstufen. Wie in den vergangenen Jahren war die Demonstration eines Fahrzeugcrashs mit anschließendem Rettungseinsatz ein Zuschauermagnet.

Schon 30 Minuten vor einem Crash-Test versammelten sich viele Gäste hinter der sicheren Absperrung, in gebührender Entfernung zum Unfallort. Sie erlebten bei der Vorführung, welche Folgen ein Crash und wie intensiv die Retter im Einsatz sind, um Verunglückten schnelle Hilfe zu leisten.

Im Verlauf des Programms gab es zahlreiche Möglichkeiten in Sachen Verkehrssicherheit Informationen zu sammeln. Einen nicht unwesentlichen Teil bildete auch der Bereich zukunftsweisende Technik. So beispielsweise die Info zu Elektrokleinfahrzeugen und Assistenzsystemen für Fahrräder.

Wichtige virtuelle Einblicke gab es für Radfahrer/Autofahrer in der Demonstration: Was sehen Autofahrer, was Radfahrer, wenn sie sich im Straßenverkehr begegnen.

Groß war das Interesse am Dummy-Museum, das im Hauptgebäude der BASt zu finden war. Hier gab es intensive Einblicke zur Entwicklung von Crash-Dummys, mit denen ab Mitte der 60er Jahre geforscht wurde.

Wie sich die Technik im Verlauf der Jahrzehnte rund um die Testreihen (Ergebnisse) verändert hat, erklärte Helge Böhme von der BGS Böhme & Gehring GmbH. So erfuhren interessierte Gäste auch, dass zwischen den Messwerten, die ein Dummy aus dem Jahre 1985 lieferte und denen neuesten Datums Welten liegen. Dank der digitalen Technik kann man heute sogar auslesen, wie sich Unfallfolgen auf einzelne menschliche Organe auswirken.

Der bundesweite Tag der Verkehrssicherheit fand in 2019 zum 15. Mal statt. Ausgerichtet wurde er in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und vielen Partnern. Insgesamt gab es rund 50 Informations- und Aktionsstände, die neben technischen Informationen auch beste Unterhaltung für Jung und Alt boten.

Sogar „Max der kleine blaue Laster“ war mit von der Partie. Er parkte in einem gemütlichen Zelt, wo eine Märchenfee zu Gast war. Sie hatte für die Mädchen und Jungen sehr schöne Geschichten im Gepäck! Außerdem gib es für die Kleinen eine Bastl-Info. Die kleinen Faltblätter können bei der BASt bestellt werden. Sie informieren in kindgerechter Weise über Autos, Straßen, Tunnel oder Verkehrszeichen.

Darüber hinaus wurde am Samstag das neue Internetportal www.hilfefinder.de freigeschaltet. Diese Plattform soll Verkehrsunfallopfern, deren Angehörigen, Zeugen und Helfern eine erste Anlaufstelle sein. Hier können sie sich umfassend zum Thema psychische Unfallfolgen informieren.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat das Portal in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) und der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) entwickelt.

Mehr Informationen gibt es auf der Website der BASt.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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