Kein Verkehr auf der S-Bahnstrecke. Foto: Thomas Merkenich

Die S 11 stellt für vier Tage ihren Betrieb zwischen Gladbach und Dellbrück ein, die Linie 1 der KVB fährt zu Beginn der Sommerferien für vier Wochen nur bis Refrath. Wir haben mit Hilfe der Stadtverkehrsgesellschaft alle Infos zusammengetragen, damit Sie sich darauf einstellen können. 

In beiden Fällen sind Gleisbauarbeiten die Ursache. Sowohl auf der Strecke der S 11 als auch bei der Linie 1 der KVB müssen das Gleisbett und / oder die Schienen erneuert werden.

Das heißt konkret:

  • Die S 11 fährt vom 8. bis 12. Juli überhaupt nicht zwischen Bergisch Gladbach und Dellbrück. Ab dem 5.7. und bis zum 15.7. ist der Verkehr nur in der Nacht eingeschränkt, aber das fällt kaum ins Gewicht. Es gibt einen Ersatzverkehr per Bus.
  • Die Linie 1 endet vom 14. Juli bis 12. August in Refrath, zwischen Bensberg und Refrath gibt es dann nur Busverbindungen.

Das müssen Sie zur S 11 wissen

Die Busse im Schienenersatzverkehr kommen in Bergisch Gladbach 12 bis 17 Minuten später an, als es der S-Bahn-Fahrplan vorsieht. Außerdem fahren sie 19 Minuten früher ab.

Zusätzlich zum Schienenersatzverkehr können Pendler mit den Buslinien 435 und 436 der Wupsi fahren, die brauchen bis Dellbrück 20 bzw. 25 Minuten.

Der P+R-Platz in Duckterath kann auch während des Schienenersatzverkehrs genutzt werden.

Den genauen, allerdings auch sehr komplizierten Fahrplan der S 11 für die kritische Zeit finden Sie hier.

Das müssen Sie zur Linie 1 wissen

Als Ersatzverkehr fährt die Buslinie 101 zwischen Bensberg und Refrath. Allerdings auf einer Route, die auf der Achse Kölner Straße/Frankenforster Straße weit entfernt von den Haltestellen der Linie 1 verkehrt. Für die großen Gelenkbussen ist ein anderer Weg nicht möglich.

Für die Fahrtstrecken benötigen die Gelenkbusse jeweils etwa zwölf Minuten.

Die Ersatzbus-Haltestellen “Refrath“, “Kölner Straße“ und “Bensberg“ befinden sich im direkten Umfeld der Stadtbahn-Haltestellen. Die weiteren Ersatzbusse-Haltestellen befinden sich an der Frankenforster Straße und Kölner Straße. Hierfür werden die Haltestellen der SB 40 genutzt. Den Fahrgästen wird empfohlen, die Ausschilderung vor Ort zu beachten und nicht die gewohnten Haltestellen “Kippekausen“, “Frankenforst“, “Neuenweg“ und “Im Hoppekamp“ anzusteuern. Der Ersatzfür diese Stadtbahn-Haltestellen liegt jeweils zu weit von den gewohnten Haltestellen entfernt.

Zwischen Refrath und Kippekausen setzt die KVB zusätzlich und parallel zur Buslinie 452 der Wupsi einen gesonderten Schienenersatzverkehr  mit Kleinbussen ein. Die Haltestellen liegen direkt an den Stadtbahn-Haltestelle “Refrath“ und “Kippekausen“. Von Refrath bis Kippekausen benötigen die Busse etwa drei Minuten, für die etwas längere Strecke von Kippekausen bis Refrath etwa fünf Minuten.

Eine weitere Alternative zum Schienenersatzverkehr ist die Linie SB 40 des Regionalverkehr Köln, der auch in den Ferien für eine durchgehende Verbindung von Bensberg nach Köln sorgt.

Übrigens: Wegen der Kölner Lichter am 13.7. beginnt die KVB erst am 14.7. ab drei Uhr morgens mit den Bauarbeiten. Wer am Rhein war, kommt also noch mit der Bahn zurück nach Bensberg.

Ab Refrath fahren die Bahnen in Richtung Köln nach dem üblichen Fahrplan.

Das gilt für Autofahrer und Buspassagiere

Die Bahnübergänge „Neuenweg“ und „Ferdinand-Stucker-Straße“ sind vom 14.7. bis zum 12.8. aufgrund der Bauarbeiten ebenfalls gesperrt. Umleitungsstrecken werden ausgeschildert.

Das hat auch zur Folge, dass die Haltestellen „Bensberg, Kölner Straße“, „Bensberg, Moltkestraße“, „Lückerath Neuenweg“, „Lückerath, Ferdinand-Schmitz-Straße“ und „Lückerath, Altenwohnheim“ in dieser Zeit nicht von der Linie 455 angefahren werden können. Diese Linie verkehrt ab der Haltestelle „Bensberg, Alte Post“ über die Buddestraße und die Saaler Straße zur Straße Lückertaher Weg und umgekehrt, wobei die gewonnene Fahrtzeit auf der Strecke am Busbahnhof Bensberg „abgewartet“ wird.

Das gilt für Anwohner

Um den Ausfall der Linie 1 so kurz wie möglich zu halten arbeitet die KVB auch nachts – und bittet die Anwohner um Verständnis für die „unvermeidlich entstehende Lärmbelästigung”. Der Ablauf der Wanderbaustelle sei so geplant, dass lediglich wenige Tage hintereinander im gleichen Abschnitt der Strecke gebaut wird.

Der 30tägige Bauzeitraum diene einem für mehrere Jahrzehnte komfortablen und sicheren Stadtbahnbetrieb, der im Normalfall ohne häufige Ad hoc-Baumaßnahmen ermöglicht wird.

Hintergrund: Das wird in Refrath gemacht

Die Schieneninfrastruktur derLinie 1 ist rund 40 Jahre alt. Täglich fahren hier bis zu sechs Bahnen je Stunde und Richtung. Die Gewichtsbelastung auf den Gleisen – jede Stadtbahn in Doppeltraktion wiegt etwa 120 Tonnen – und der ständige Kontakt von Rädern und Schienen auf der geraden Strecke, in Kurven und in Weichen führen zum Verschleiß.

Nun muss die Infrastruktur erneuert werden. Auf der rund 1,7 Kilometer langen Strecke zwischen der alten Eisenbahnüberführung an der Eichenhainallee im Frankenforst und der Ferdinand-Stucker-Straße in Bensberg werden ca. 4.300 Meter alte Schienen, etwa 3.500 Schwellen und rund 6.200 Tonnen Schotter entfernt.

Dann wird das Bodenmaterial bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern entnommen. Anschließend wird eine Geotextilmatte auf der Sohle der Baugrube ausgelegt und über diese eine Schicht aus mineralischem Material aufgefüllt. Danach werden die neuen Schienen und Schwellen montiert und mit neuem Schotter umgeben. Darauf folgend werden die Schienen miteinander verschweißt und geschliffen. Abschließend wird der Schotter durch eine spezielle Gleisstopfmaschine mehrmals gestopft, um den Gleiskörper zu festigen.

Mit der Baumaßnahme wird auch die Wasserführung unterhalb des Gleisbaus verbessert. Der Streckenabschnitt befindet sich im Bereich eines alten Bruchwaldes mit hohem Wasserstand. Das Gewicht der Stadtbahnen führte bisher zum Eindrücken der Schienen in den wasserführenden Grund, was zu einer Verschlammung führte und damit die Festigkeit des Gleisunterbaus beeinträchtigte. Nun wird das Wasser durch Sammelrohre und veränderte Gleisbauprofile abgeleitet und der Gleiskörper durch die Geotextilmatte und das mineralische Material vor zu starkem Wassereindrang geschützt. Dies bedeutet, dass der Gleisschotter zukünftig weniger häufig zur Stabilisierung gestopft werden muss.

Nach Beendigung der Gleisbaumaßnahme werden vom 12. August bis zum 14. August die Bahnübergänge Neuenweg im Frankenforst und Ferdinand-Stucker-Straße in Bensberg erneuert. Hierbei werden die Asphaltdecke der Fahrbahn und die Schienen ausgetauscht und die Fahrbahnmarkierungen neu aufgetragen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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4 Kommentare

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  1. Wer ist hier der Vollpfosten? Bitte pflegen Sie hier einen respektvollen Umgang. Zudem geht es nicht um die S-Bahn, sondern um den Schienenersatzverkehr.

  2. Vollpfosten,
    die S-Bahn kommt in Gladbach später an, da sie einfach länger braucht und fährt in Gladbach früher los, damit man in Dellbrück noch Zeit hat die Bahn zu bekommen.

  3. Es sind mehrere Busse,nicht nur ein Bus. Der Parkplatz kann für die Pendler genutzt werden, die mit dem Ersatzverkehr fahren.

  4. Zur S11 –
    Das soll man verstehen?
    “Die Busse im Schienenersatzverkehr kommen in Bergisch Gladbach 12 bis 17 Minuten später an, als es der S-Bahn-Fahrplan vorsieht. Außerdem fahren sie 19 Minuten früher ab.”
    Wie kann Bus 19 min. früher abfahren, wenn er 12-17 min. später ankommt?

    WoZu kann der P&R in Duckterath genutzt werden, wenn zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach nichts fährt? Als Wanderparkplatz?