Erdbeernudeln, Ruby-Schokolade oder Lakritzkuchen: Das und viel mehr bekommt man in dem neu eröffneten Süßwarenladen an der oberen Hauptstraße. Das Ehepaar Moersch hat diesen kleinen Laden liebevoll eingerichtet und ausgefallene Süßigkeiten aus mehreren Ländern zusammengetragen.

Seit ein paar Tagen hat die oberen Hauptstraße eine „Süße Ecke”, nur ein paar Geschäfte entfernt vom Café Genussecke. Wer den Süßwarenladen betritt, trifft auf eine Menge bunter Farben: Süßigkeiten jeder nur erdenklichen Form und Größe, sorgfältig angerichtet auf weiß-gestrichenen Möbeln. Die Süßwaren sind umgeben von auffälligen bunten Dekoartikeln.

,,Süßigkeiten für Groß und Klein, Alt und Jung”, lacht Karl-Heinz Moersch, der zusammen mit seiner Frau Anita auch die in Bergisch Gladbach mittlerweile sehr beliebte Genussecke betreibt. Und tatsächlich: Das Angebot kennt kaum Grenzen. Hier gibt es alles von Erdbeernudeln über Nougat-Kuchen bis hin zu Chili-Erdbeer-Pralinen.

Die Produkte kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern, besonders viele aus den Niederlanden, Italien, Irland und Frankreich. Eben ,,aus jedem Land das Beste”, sagt Herr Moersch.

Besonders gut kommen bisher die Lakritzprodukte bei den Kunden an. Ein ganzes Regal ist gefüllt mit Lakritzkuchen, Schokolade mit Lakritzstreuseln und vielen anderen Lakritzprodukten. Bis hin zu purem Lakritz, das dank seines extrem starken Geschmacks nur in kleinen Döschen verkauft wird.

Aber es gebe in der ,,Süßen Ecke” nicht nur ganz exotische Produkte zu kaufen, auf die man sich erst einmal einlassen müsse, erklärt der Inhaber. Gerade fragen ihn zwei Grundschulkinder nach ,,Schlumpfgummis” fragen. Die gibt es natürlich auch, ebenso wie Klassiker wie Vollmilchschokolade oder Fruchtgummis. Aber man müsse den Leuten schon etwas Besonderes bieten, um aufzufallen, betont Moersch.

,,Hier ist wirklich für jeden was dabei”, sagt er – und deutet auf zahlreiche Hinweisschildchen. Die meisten der Süßigkeiten sind gluten- und laktosefrei und vegan und damit auch für Allergiker sowie Veganer geeignet. Davon gebe es in Bergisch Gladbach noch viel zu wenig Angebote.

Alle Produkte hat das Ehepaar Moersch sorgfältig ausgewählt,  waren auf speziellen Messen und haben Kataloge gewälzt. Fast alle Produkte hatben sie aus ,,Recherchezwecken” natürlich auch schon durchprobiert.

„Solange man uns nicht die Regale wegnimmt, kann man alles kaufen.”

Das Ehepaar Moersch hatte sich mit der Eröffnung der Genussecke vor sieben Jahren einen Traum erfüllt, einer Mischung aus Café, Feinkost- und Dekoladen. Die Geschäftsidee ist, dass die Kunden nicht nur Kaffee trinken und erlesene Süßwaren genießen können, sondern die gesamte, wild zusammengestellte Einrichtung auch zum Verkauf steht. Dieses sehr gemischte Konzept stiftete zunächst bei einigen Bergisch Gladbachern Verwirrung.

,,Viele Passanten dachten immer, es handele sich um einen Krimskrams-Laden”, berichtet Moersch. ,,Jedoch kann man auch fünf Mal auf die Scheibe schreiben, dass man Kaffee verkauft, viele Leute nehmen das dennoch nicht wahr”. Er erzählt, dass ein kleines Kind einmal auf das Herzlich-Willkommen-Schild am Eingang deutete und seinen Vater fragte, was darauf stehe. Dieser erwiderte, dass ,,Guten Tag” angeschrieben sei.

,,Dieses Problem habe man ja zum Glück in ihrem neuen Süßigkeitenladen nicht”, freut sich Moersch.

Er und seine Frau eröffneten die Süße Ecke, um mehr Platz für ihre gemeinsame Leidenschaft Süßigkeiten zu schaffen, da in der Genussecke mit der wachsenden Anzahl von Tischen immer weniger Platz blieb. Jedoch ergänzt sich das Angebot auch teilweise. So könne man zum Beispiel die besondere Marmelade, die man drüben in der Genussecke probiert habe, hier  kaufen.

Auf die scherzhafte Frage, ob man in der Süßen Ecke auch die Deko kaufen könne, antwortet Moersch jedoch: ,,Solange man uns nicht die Regale wegnimmt, kann man alles kaufen.” Die Regale hat Moersch selbst gebaut und gestrichen.

Bei der Deko handelt es sich nämlich nicht nur um ein paar Döschen oder Papierpompoms, sondern die Moerschs haben gezielt nach Deko gesucht, die so außergewöhnlich ist, wie die Produkte selbst. Hier findet man unter anderem Produkte, wie die Kühlerhaube eines Traktors, die als Weinhalter benutzt werden kann. Oder alte Automodelle, die zu Spardosen umfunktioniert sind.

Herzlich bergrüßt Moersch jeden Kunden, der den Laden betritt und nimmt sich ausführlich Zeit, genau das Richtige für jeden zu finden. Statt auf distanzierte Perfektion setzen die Moerschs auf eine familiäre, persönliche Atmosphäre und plaudern mit ihren Kunden: ,,Das ist schließlich nicht irgendein Job, sondern ein Traum, auf den wir lange hingearbeitet haben.”

Dabei sind sie auch immer auf der Suche nach neuen Trends oder Kreationen und wollen ihr Angebot stetig erweitern. Je nachdem, was den Kunden gefällt, verändert sich das Angebot stetig: Alte Angebote fallen weg und neue kommen dazu. Stolz deutet Herr Moersch auf seine neueste Entdeckung:

,,Haben Sie schon mal was von der vierten Schokoladensorte gehört, die vor kurzem entdeckt wurde?” Hierbei handelt es sich um die 2017 von einem Schweizern entdeckte Ruby-Schokolade: weiße Schokolade gefüllt mit Erdbeeren. ,,Sehr cool”, staunt eine Kundin.

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