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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

2 Kommentare zu “Verkehr Innenstadt: Politik bremst Verwaltung aus”

  1. Um an Rolf Havermann anzuknüpfen: Leider fallen in Bergisch Gladbach nicht nur Radfahrer und Fußgänger durch das Sieb, sondern auch Bus und Bahn. Ich kann nur heftigst an die Verantwortlichen in dieser Stadt appellieren, den alten Bahndamm an keiner Stelle für Straßenprojekte zu missbrauchen.

    Auch wenn das die derzeitigen Verwaltungsleute und Kommunalpolitiker nicht sehen (wollen): Der Bahndamm wird noch als solcher gebraucht – für eine dringend notwendige Querverbindung zwischen S-Bahn und KVB Linie 1. Immerhin leben und arbeiten dort genügend Menschen, die eine Bahn-Haltestelle in ihrer Nähe brauchen könnten – als Beispiele seien hier nur Finanzamt, Gewerbegebiet Zinkhütte, Eissportarena, Mediterana und Schulzentrum Saaler Mühle genannt. Am besten wäre es daher auch, den Bahndamm für eine Straßenbahnverbindung zu nutzen – weil hier mehr Haltestellen möglich wären als bei einer Verlängerung der S-Bahn bis Frankenforst.

    Sinnvoll wäre die Bahndamm-Nutzung daher zunächst als Abzweig der Linie 1 von Köln nach Bergisch Gladbach. Richtig prickelnd wird das Ganze aber erst, wenn dereinst die Verlängerung der Linie 1 in Angriff genommen wird – wegen mir gerne bis nach Kürten. Denn dann wäre auch eine eigene Straßenbahnlinie von Bergisch Gladbach ins Bergische möglich.

    Ich wünsche mir sehr, dass die Verantwortlichen dieses Entwicklungspotenzial erkennen und dann auch realisieren. Im Vergleich dazu erscheint das zweite S-Bahn-Gleis von Dellbrück nach Gladbach, das derzeit ja fast als verkehrspolitischer Heilsbringer hochgepusht wird, als ziemliche Nullnummer.

  2. Warum sieht sich die Verwaltung nicht als Verwaltung sondern als Bestimmer? Wie oft muss der Rat noch diesen Bestimmern Planungen um die Ohren hauen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen? Wer hat die Verwaltung derart im Griff, dass die taub ist für die weltweite Bestrebung, Schadstoffemissionen zu minimieren, wofür auch viel mehr Autos von der Straße müssen.? Warum fallen Radfahrer und Fußgänger immer wieder durch ein Sieb, das in seiner Durchlässigkeit nur den motorisierten Individualverkehr aufhält, um für diese Klientel alles tun zu können? Sind Menschen ohne LKW und Auto dafür ab gerne radfahrend, Kinderwagenführende und ältere Menschen und solche mit Behinderung bis hin zum Rollstuhl nur zu vernachlässigendes Übel?

    Das ist menschenverachtend, diskriminierend und wird keinesfalls den Aufgaben gerecht, die eine Verwaltung zu leisten hat. Wie viel Zeit und wie viel Geld mag schon geopfert worden sein, um immer wieder diese unsinnigen Planungsentwürfe auf den Tisch zu bringen?

    Dass der Schwanz mit dem Hund wedelt, sollte endlich ein Ende haben.

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