Gottfried Böhm im Dezember 2019. Foto: Laura Geyer

Mit vier großen Bauwerken hat Gottfried Böhm Bergisch Gladbach geprägt. Zum 100. Geburtstag des Architekten haben sich die Nutzer dieser Gebäude und andere Akteure zusammengetan und ein riesiges Programm aufgestellt, das Böhms Person und Werk von allen Seiten beleuchtet. 

Offenbar war es eine persönliche Bekanntschaft mit dem damaligen Bensberger Baurat Wilhelm Franzen und die guten Kontakte zur katholischen Kirche, die Gottfried Böhms Aufmerksamkeit Ende der 50er Jahre auf das Bergische richtete; vermutet Stadtarchivar Albert Eßer.

Ganz sicher sind sich die Experten nicht, aber auf jeden Fall baute Böhm in den folgenden 20 Jahren vier ganz unterschiedliche Gebäude, die heute ihren festen Platz in der Architekturgeschichte haben: Die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen, das Bensberger Rathaus, das Kinderdorf Bethanien und das Bürgerhaus Bergischer Löwe.

Herz-Jesu-Kirche, Schildgen
Die 1960 geweihte Herz-Jesu-Kirche des berühmten Kölner Architekten Gottfried Böhm wird von einer fünf Meter hohen Sichtbetonmauer umfasst, deren Gitterportal auch geschlossen den Blick ins Innere zulässt.

Der Grundriss erinnert an den jüdischen Tempel in Jerusalem sowie an frühchristliche und romanische Gotteshäuser. Von der Straße ist durch das Gitterportal die erste, 1929 erbaute katholische Kirche von Schildgen zu sehen, die heute als Pfarrsaal dient. Das von Jochen Pechau geschaffene Betonrelief der Arche Noah an der Außenmauer deutet schon auf den Geborgenheit schaffenden Innenraum hin.

Durch das lichtdurchflutete Atrium mit integrierter Taufkapelle gelangt man in den Innenraum. Der Altartisch bildet mit dem Tabernakel im Seitenschiff eine sichtbare Einheit, die durch das gleiche Material, roten italienischen Marmor, betont wird.

Auf den Altar fällt Licht durch den architektonischen Baldachin, über dem sich der größte Turm der Kirche erhebt. Weitere Türme zeigen schon von außen Orte heiliger Feiern – Taufbecken und Beichtstühle – oder laden zum Besuch ein – über dem Gitterportal und durch den Glockenturm. Die Fenster in der südlichen und westlichen Außenwand lassen nach Entwürfen von Robert Rexhausen die Gebete der Psalmen 104 und 117 in Glas strahlen. Karl Dedy aus Schildgen schuf die Kristallleuchten hinter dem Altar und die Verglasung des Atriums.

In den Jahren 1987 und 2011–2012 wurden Beton, Kegeldächer und Glasfassade saniert. Ein weiterer, international bekannter Kirchenbau Gottfried Böhms ist der Mariendom in Neviges.

Rathaus Bensberg
Geschichte und Gegenwart verband Gottfried Böhm in seinen Entwürfen, nach denen das Bensberger Rathaus von 1965 bis 1971 erbaut wurde. Es verbindet die Altbauten der Burg mit Glas und Sichtbeton. Das Gebäude gilt als eines der herausragenden Werke von Gottfried Böhm und begründete seinen Weltruhm als Architekt mit.

An die alte Burg setzte Böhm einen Büroflügel. Durch die dunkel getönten, rahmenlosen Fensterbände wird der Burghof zu einem für Freiluftveranstaltungen nutzbaren intimen Raum. Eine optische Verkleinerung erreichte Böhm durch Staffelgeschosse und eine Kaskade von Terrassen. Der Ratssaal des Bensberger Rathauses öffnet sich durch eine Glaswand zum Hof und ist an die Rückwand der Burg angelehnt.

Als architektonischer Höhepunkt des Bensberger Rathauses gilt der polygonale Treppenturm. Dieser ist an den Büroflügel angefügt. Die Fensterbänder folgen dem Aufstieg der Stufen. Die funktionslose Turmspitze wurde zum Wahrzeichen des Rathauses und gilt als eine von Böhms gelungensten Skulpturen.

Bethanien Kinder- und Jugenddorf
Das Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Bergisch Gladbach-Lustheide bietet rund 120 Kindern und Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihrer Herkunftsfamilie leben können, ein familiäreres Umfeld.

In fünf Kinderdorffamilien und sieben Wohngruppen sowie einer Mädchenwohngruppe, die außerhalb des Kinderdorfes beheimatet ist, leben die Kinderdorfmütter und Pädagogen mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen zusammen. Die Kinder und Jugendlichen werden individuell gefördert und unterstützt, so dass sie die Chance haben, Erlebtes zu verarbeiten und sich zu eigenständigen Personen zu entwickeln.

Bürgerhaus Bergischer Löwe
Das Bürgerhaus Bergischer Löwe ist kultureller Mittelpunkt für die über 110.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt. Zusätzlich kommen viele Besucherinnen und Besucher aus Köln, Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis. Das Gebäude wurde am 15. März 1980 offiziell eingeweiht.

Jede Spielzeit startet im September eines Jahres und endet im Mai des darauffolgenden Jahres. In dieser Zeit wird das gesamte Bühnenprogramm angeboten. Mit dem Kindertheater, Jugendtheater, Kabarett, Schauspiel bis hin zur Oper und Klassik wird der kulturell interessierte Mensch angesprochen. Mit diesem vielfältigen Programm wird ein sehr großer Teil der hier lebenden Bevölkerung angesprochen.

Aber auch für Menschen, die sich nicht für das Bühnenprogramm interessieren, ist das Bürgerhaus immer eine Anlaufstelle und Treffpunkt. Messen und Märkte, Firmenveranstaltungen und Versammlungen, Feiern im Advent und im Karneval sind Beispiele für die vielseitige Nutzung des Bergischen Löwen. An vielen Abenden im Jahr sorgt das Bürgerhaus mit seinem Programm für eine deutliche Belebung der Stadtmitte und beschert der Gastronomie und dem Einzelhandel zusätzliche Gäste und Kunden.

Daneben ist Böhm für einige „sehr schlichte Villen” in der Stadt verantwortlich, berichtete Michael Werling, Denkmalpfleger und Vorsitzender des Geschichtsvereins. Ganz im Stil der 60er Jahre hatte Böhme auch gigantomanische Pläne für einen ganzen Hochhaus-Stadtteil zwischen Gladbach und Bensberg geworden, aus denen jedoch nichts geworden ist. „Zum Glück”, wie Werling heute urteilt.

Um das ganze Werk des Architekten im Bergischen geht es im Colloquium „Böhm im Bergischen -Erinnerungen und Essays”, mit dem der Bergisch Geschichtsverein am 18. Januar im Bensberger Rathaus ein ganzes Böhm-Jahr eröffnet, für das die Nutzer der Gebäude (Stadt, Bürgerhaus, Kinderdorf, Pfarrgemeinde Schildgen) gemeinsam mit dem Geschichtesverein, dem Kulturamt des Kreises, dem Katholischen Bildungswerk, der Thomas-Morus-Akademie, dem Stadtarchiv und dem Himmel un Ääd ein ebenso interessantes wie langes Programm aufgestellt haben – und das die Akteure jetzt im Rathaus Bensberg vorstellten.

Zur Person: Gottfried Böhm
Gottfried Böhm hat auf der ganzen Welt seine Spuren hinterlassen. Bauwerke des Architekten stehen beispielsweise in Brasilien und Taiwan. Schon einige Jahre vor der deutschen Wiedervereinigung wurde Böhm auch mit einem Gutachten zum Berliner Reichstag betraut. Die Idee der gläsernen Kuppel stammt von ihm.

Seine Entwürfe wurden später den Architekten zur Verfügung gestellt. Das bislang letzte Bauwerk mit seiner Beteiligung öffnete im Jahr 2006 seine Pforten. Das fünfgeschossige Hans-Otto-Theater in Potsdam erinnert mit seinen schalenförmigen Dächern an das Sydney Opera House.

Seine Architektur-Philosophie bringt Böhm auf folgenden Nenner: „Ein Gebäude ist für den Menschen Raum und Rahmen seiner Würde, und dessen Äußeres sollte seinen Inhalt und seine Funktionen reflektieren.“ Zu seinen wichtigsten Werken zählen das Bensberger Rathaus und die Wallfahrtskirche in Neviges. Die Jury des Pritzker-Preises dazu: „Sein hoch bewegendes Werk kombiniert vieles von dem, was wir ererbt haben mit dem, was wir neu erworben haben – eine unheimlich berauschende Verbindung.“

Weitere wichtige Bauwerke von Gottfried Böhm in Deutschland:
• St. Kolumba, Köln (Kapelle)
• Siedlung Chorweiler, Köln
• St. Anna, Köln-Neuehrenfeld
• WDR-Arkaden, Köln
• Godesburg, Bonn
• Diözesanmuseum, Paderborn
• Ulmer Stadtbibliothek, Ulm
• Mariendom, Neviges

Sein Leben:
23. Januar 1920 – Geboren in Offenbach
1942 – 1945 – Architekturstudium in München
1955 – Übernahme des Architekturbüros von Vater Dominikus in Köln
1963 – Übernahme des Lehrstuhls für Werklehre an der RWTH Aachen
1986 – Verleihung des Pritzker-Preises

Dabei bekommen die Bürger sehr viele Gelegenheiten, den Architekten und vor allem seine Bauwerke kennen zu lernen: bei Vorträgen, Seminaren und Zeitzeugengesprächen, Führungen, im Film und in Fotoausstellungen, bei einer Lichtinstallation und einigem mehr.

Wir dokumentieren das gesamte Programm:

Colloquium: „Böhm im Bergischen”

Erinnerungen und Essays

Samstag, 18. Januar 2020, 15.00 bis 19.00 Uhr
Ratssaal Rathaus Bensberg
Eintritt frei – Spenden sind willkommen
Anmeldung: info@bgv-rhein-berg.de

Anlässlich des 100. Geburtstages von Gottfried Böhm hat sich der Bergische Geschichtsverein vorgenommen, an historischem Ort, dem Bensberger Ratssaal, Zeitzeugen und Forscher zusammenzubringen. So können vielleicht ein letztes Mal ganz besondere Fragen gestellt, persönliche Aspekte beleuchtet und Hintergründe sichtbar gemacht werden. Neben Herz Jesu in Schildgen, dem Kinderdorf Bethanien, dem Rathaus in Bensberg und dem Bürgerhaus Bergischer Löwe kommen auch kleine und unbekannte Bauten zur Sprache.

Veranstalter: Bergischer Geschichtsverein, Abt. Rhein-Berg
Organisation: Stefan Knecht M.Sc., Dr. Alexander Kierdorf

Rathaus Bensberg. Foto: Thomas Merkenich

„Ein Jahrhundert-Architekt“

Kunstseminar

Montag, 20. Januar 2020,
Montag, 3. Februar 2020 und
Montag, 17. Februar 2020
jeweils 10.30 bis 12.45 Uhr
Laurentiushaus (2. Etage), Laurentiusstraße 4 – 12

Anmeldung erforderlich: info@bildungswerk-gladbach.de
Teilnahmegebühr: 18,- Euro

Anlässlich Böhms 100. Geburtstag wird der Kurs das breite Spektrum seines Schaffens beleuchten.
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Rheinisch-Bergischer-Kreis

Dozentin: Kunsthistorikerin Kerstin Meyer-Bialk, M.A.

„Die Böhms – Architektur einer Familie“

Filmvorführung mit Gespräch

Mittwoch, 22. Januar 2020, 19.45 Uhr
Herz-Jesu-Kirche, Altenberger-Dom-Straße 140, Schildgen
Eintritt frei – Spenden sind willkommen

Am Vorabend des 100. Geburtstags von Gottfried Böhm am 23. Januar ist der Film von Regisseur Maurizius Staerkle Drux von 2014 zu sehen. Die Film-Vorführung findet in der von Böhm 1959/60 erbauten Pfarrkirche Herz Jesu im Stadtteil Schildgen statt. Pfarrer Wilhelm Darscheid wird vor der Projektion in die besondere Architektur als Sakralbau einführen. Im Anschluss an den Film gibt es die Gelegenheit zu einem Filmgespräch mit Referent Thomas von der Heide.

Kurzbeschreibung des Films: Über zwei Jahre hinweg hat der junge Filmemacher Maurizius Staerkle Drux die Arbeit und das Leben der Böhms begleitet und dabei ebenso anrührende Szenen wie auch konfliktgeladene Momente filmen können. Der Film zeichnet ein ebenso intimes wie prägnantes Portrait – über die Komplexität und Untrennbarkeit von Leben, Liebe, Glaube und (Bau-)Kunst.

Veranstalter: Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen in Kooperation mit dem Begegnungscafé Himmel un Ääd und dem Katholischen Bildungswerk Rheinisch-Bergischer Kreis

Kinder- und Jugenddorf Bethanien. Foto: Bethanien

Foto-Ausstellung: „Bahnbrechender Beton”

Freitag, 31. Januar 2020, 19.00 Uhr
Bethanien Kinderdorf, Neufeldweg 26
Anmeldung erwünscht: Tel. 02204 – 2002160

Wie Architektur das Leben beeinflusst, lässt sich im Bethanien Kinderdorf im Stadtteil Lustheide gut nachvollziehen. Mitte der 1960er Jahre von Gottfried Böhm konzipiert, funktioniert das Dorf mit der Kirche als Mittelpunkt seit mehr als 50 Jahren als Heimat für rund 120 Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Das Kinderdorf ist einer von insgesamt vier Böhm-Bauten in Bergisch Gladbach. Alle vier werden in der Foto-Ausstellung aus ungewohnten und nicht alltäglichen Perspektiven beleuchtet. Die Fotografien stammen vom Fotoverein VFkB Bayer Leverkusen. Einführung in die Ausstellung: Prof. Dr. Ing. Michael Werling.

Die Ausstellung wird ab 8. September in erweiterter Form auch im Kreishaus Bergisch Gladbach im Rahmen von Expedition Heimat zu sehen sein.

Veranstalter: Bethanien Kinderdorf Bergisch Gladbach

Foto-Ausstellung: „Böhm in Schildgen – die Pfarrkirche Herz Jesu“

Vernissage: Dienstag, 18. Februar 2020, 17.00 Uhr
Begegnungscafé Himmel un Ääd,  Altenberger-Dom-Straße 125, Schildgen
Eintritt frei – Spenden sind willkommen
Anmeldung erwünscht: info@himmel-un-aeaed.de

Die Ausstellung zeigt Bilder der Fotogruppe um Karl-Josef Gramann von der Evangelischen Begegnungsstätte Hand/Paffrath und ist vom 18. Februar bis zum 28. März 2020 während der Öffnungszeiten im Begegnungscafé Himmel un Ääd in Schildgen zu sehen.

Die Pfarrkirche Herz Jesu Schildgen (eingeweiht 1960), eines der ersten großen Projekte Gottfried Böhms, lässt noch die Auseinandersetzung mit seinem Vater, dem großen Kirchenbauer Dominikus Böhm durchscheinen. In die Außenmauer der Kirche, rechts des Eingangsportals, ist ein Relief der Arche Noah eingelassen. Es stammt von dem Kölner Bildhauer Jochem Pechau, der häufig mit Gottfried Böhm zusammenarbeitete. Noahs Gesicht ähnelt dem von Böhms Vater Dominikus und wird als Kryptoporträt beschrieben – Bild von mythologischen Figuren, denen die Gesichtszüge realer Personen verliehen wurden. Mit der Abfolge der verschiedenen Höfe erinnert die Herz-Jesu-Kirche an den im Alten Testament genannten Tempel von Jerusalem.

2007 wurde die Herz-Jesu-Kirche unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung hieß es: „(Sie) gehört zu den beeindruckenden sakralen Bauwerken der Nachkriegszeit in Deutschland und weit darüber hinaus.“

In einem Interview im Herbst 2019 sagt Böhm selbst „Sie (die Herz-Jesu-Kirche Schildgen) ist mir eine der liebsten. Ich habe viele andere Dinge gebaut, die mich nicht so faszinieren“. (Laura Geyer und Achim Rieks, Die Königin der Kolonialwaren, Heider Verlag)

Die Fotografen: „Wir sind eine kleine Fotogruppe aus dem Kreis der Evangelischen Begegnungsstätte Hand/Paffrath. Unter Leitung von Karl-Josef Gramann treffen sich regelmäßig Antje Gruber, Monika Trouvain, Rainer Kirst und Hartmut Herrmann. Im vergangenen Frühjahr haben wir uns die Bauwerke der,Böhm-Architekten-Dynastie’ als Ziel unserer Fototreffen ausgesucht. Je länger wir uns mit diesem Thema befassen, umso mehr begeistert uns der,Böhm’sche Baustil‘. Eine Besonderheit für uns war es, die kleinen Details zu entdecken, die dem Betrachter nicht gleich ins Auge fallen, wie z.B. die Bienen, Rosen und Schlangen“.

Dauer der Ausstellung: Dienstag, 18. Februar bis Samstag, 28. März 2020
Dienstag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr

Veranstalter: Begegnungscafé Himmel un Ääd in Kooperation mit der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen

Paul und Gottfried Böhm. Foto: Laura Geyer

Gesprächsabend mit Paul Böhm

„Gottfried Böhm und sein Schaffen in Bergisch Gladbach“

Freitag, 6. März 2020, 19.30 Uhr
Herz-Jesu-Kirche (Pfarrsaal), Altenberger-Dom-Straße 140, Schildgen
Eintritt frei – Spenden sind willkommen
Anmeldung erwünscht: info@himmel-un-aeaed.de oder Tel. 02202 – 2609296

Anlässlich seines Geburtstages treffen vier Menschen zusammen, die sich persönlich und beruflich mit Böhms Werk befasst haben:

  • Paul Böhm -Architekt und Sohn Gottfried Böhms
  • Katherin Bollenbeck – Abteilungsleiterin Bau im Generalvikariat Köln
  • Stefan Knecht – Architekt und Autor des 2018 erschienenen Buches „Gottfried
    Böhm in Bergisch Gladbach“.

Das Gespräch moderiert Journalistin Laura Geyer, die für das historische Schildgen-Buch „Die Königin der Kolonialwaren“ ein Porträt über Gottfried Böhm und die Herz-Jesu-Kirche geschrieben hat.

Gottfried Böhm im Gespräch mit Achim Rieks (Himmel un Ääd) und Laura Geyer

Veranstalter: Begegnungscafé Himmel un Ääd in Kooperation mit der Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen sowie dem Katholischen Bildungswerk Rheinisch-Bergischer Kreis

Lichtinstallation der Herz-Jesu-Kirche

„Okzident trifft Orient – Architektur in Licht.“

Freitag, 20. März bis Sonntag, 22. März, 20 bis 24 Uhr
Herz-Jesu-Kirche, Altenberger-Dom-Straße 140, Schildgen
Eintritt frei – Spenden sind willkommen

Planung und Ausführung der Illumination liegen in Händen der Künstlerin Kane Kampmann, die mit ihrer Lichtinstallation „Das Paradies ist anderswo“ in drei Kölner Innenstadtkirchen an sechs Abenden fast 9.000 Menschen in die Kirche holen konnte und an der Planung der Innengestaltung der Kölner Zentralmoschee mitgearbeitet hat. Sie wird die Kirche unter dem Titel „Okzident trifft Orient – Architektur in Licht“ in einen Raum für Imagination und Begegnung verwandeln – Architektur und Licht, Licht und Architektur verschmelzen miteinander.

Herz Jesu Schildgen – ein architektonisches Abbild des alten Tempels von Jerusalem. Jerusalem, Schmelztiegel von Kulturen und Religionen, ein Ort zwischen Abendland und Morgenland, Okzident und Orient, Menschen begegnen sich. Architektur, Licht und Musik bilden einen Rahmen, den Kirchenraum neu und ganz anders als gewohnt wahrzunehmen.

Jeder ist eingeladen, sich einzulassen auf die besondere Atmosphäre und den Zauber des Raumes. Im benachbarten Pfarrsaal, der Vorgängerkirche, wird es bei kleinen Leckereien und Getränken Möglichkeiten der Begegnung, des Gesprächs und Austausches in ungezwungener und gemütlicher Atmosphäre geben. Den gestalterisch passenden Rahmen des Pfarrsaals schafft eine Foto-Ausstellung mit Bildern der Böhm-Bauten.

Veranstalter: Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen in Kooperation mit dem Begegnungscafé Himmel un Ääd

Die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen bei der Einweihung. 

Familien-Schnuppertour zu den Böhm-Bauten

Samstag, 28. März
Samstag, 29. August
Kostenfrei – Anmeldung erforderlich (Teilnehmerzahl begrenzt)
Anmeldung: pressebuero@stadt-gl.de

Wer ist Gottfried Böhm? Wieso ist das Alte Schloss in Bensberg nicht stehen geblieben? Wie leben die Kinder in Bethanien? Wieso ist alles aus Beton gebaut? Wieso ist das Bürgerhaus Bergischer Löwe rot? Wie viele Türme hat die Herz-Jesu-Kirche? Diese und andere typische Kinder-Fragen zum Schaffen von Gottfried Böhm beantworten Experten bei der Führung zu allen vier Gebäuden im Stadtgebiet. Die familiengerechte Schnuppertour per Bus gibt Gelegenheit für Jung und Alt, sich von der besonderen Architektur begeistern zu lassen.

Veranstalter: Stadtentwicklungsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach in Kooperation mit den StadtführerInnen

Kinder- und Jugenddorf Bethanien. Foto: Bethanien

Schnuppertouren zu den Böhm-Bauten

Samstag, 23. Mai
31. Oktober
Kostenfrei – Anmeldung erforderlich (Teilnehmerzahl begrenzt)
Anmeldung: pressebuero@stadt-gl.de

Markantant, beeindruckend, extravagant und polarisierend – die Attribute für die vier Böhm-Bauten in Bergisch Gladbach sind genauso vielfältig wie die Gebäude selbst. Was hat sich der Architekt und Bildhauer Gottfried Böhm bei den Entwürfen für das Rathaus Bensberg, das Kinderdorf Bethanien, die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen und das Bürgerhaus Bergischer Löwe gedacht? Wie erleben die Menschen diese besondere Architektur und was gibt es hinter den Kulissen zu entdecken?

Versierte Stadtführer geben bei der Bustour durchs Stadtgebiet interessante Einblicke. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden per Bus zwischen den Standorten transportiert.

Veranstalter: Stadtentwicklungsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach in Kooperation mit den jeweiligen Stadtführerinnen und Stadtführern

Herz-Jesu-Kirche in Schildgen. Foto: Foto Huber

„Eine Kirche wie eine Schatztruhe“

Kinderkirchenführung in Herz Jesu

Donnerstag, 28. Mai 2020, 15.00 Uhr
Herz-Jesu-Kirche (Innenhof), Altenberger-Dom-Straße 140, Schildgen
Kostenfrei – Anmeldung erforderlich (Teilnehmerzahl begrenzt)
Anmeldung info@himmel-un-aeaed.de

Wir werden zu kleinen und großen Schatzsuchern und gehen auf Entdeckungstour in der Kirche. Gibt es wirklich Schätze in der Kirche zu finden? Vielleicht finden wir Herzen in Herz Jesu? Das werden wir herausfinden und uns in der Kirche ganz genau umschauen. Anschließend basteln wir kleine Schatzkisten und füllen diese mit unseren Fundstücken.  Familien mit ihren Kindern ab 4 Jahren entdecken die „Böhm-Kirche“ Herz Jesu in Schildgen. Mit Christiane Kurth, Pastoralreferentin und Meike Ditscheid, Dipl.-Sozialpädagogin.

Veranstalter: Die Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen in Kooperation mit dem Begegnungscafé Himmel un Ääd und der Katholischen Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach

Expedition Heimat 2.0

Gottfried Böhm in Bergisch Gladbach

Veranstalter: Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises
Weitere Informationen: kultur@rbk-online.de

Expedition Heimat 2.0 nimmt Böhms 100. Geburtstag zum Anlass, sich am Tag des offenen Denkmals auf seine Spuren in der Stadt Bergisch Gladbach zu begeben.

Tag des Offenen Denkmals

Sonntag; 13. September 2020, 12:00 bis 18:00 Uhr

Am Tag des offenen Denkmals schlagen wir an allen vier Standorten das Lager auf. Neben der grundsätzlichen Öffnung der Gebäude für die Öffentlichkeit zwischen 12.00 und 18.00 Uhr bieten die Stationen zudem zum Teil zusätzliches Programm an.

Bürgerhaus Bergischer Löwe:
Experten-Führungen mit Markus Juraschek-Eckstein und einem Blick „Hinter die Kulissen“.
Offenes Workshop-Angebot mit der Künstlerin Barbara Doerffler.

Bethanien Kinder- und Jugenddorf
Zeitzeugen-Führungen mit Schwester Monika

Herz-Jesu-Kirche Schildgen
Öffnungszeiten: 13.00–18.00 Uhr (wegen Gottesdienst)
Führungsangebot durch die Kirche und weitere Aktionen

Rathaus Bensberg
Programm mit Führungsterminen folgt

Foto-Ausstellung: „Bahnbrechender Beton. Gottfried Böhm in Bergisch Gladbach“

Vernissage: Dienstag, 8. September, 19.00 Uhr
Kreishaus, Am Rübezahlwald 7
Dauer der Ausstellung: 08.09. – 29.09.2020

Die Ausstellung zeigt Bilder der Fotogruppe der Evangelischen Begegnungsstätte Hand/Paffrath unter der Leitung von Karl-Josef Gramann. Einführungsvortrag: Markus Juraschek-Eckstein M.A.

Kultkino: „Die Böhms. Architektur einer Familie“

Donnerstag, 10. September, 19.30 Uhr
Bürgerhaus Bergischer Löwe, Konrad-Adenauer-Platz
Eintritt: 5,- Euro
Vor dem Film gibt es einen themenbezogenen Talk mit der Moderatorin Doro Dietsch und weiteren Experten

Der Bergische Löwe im Panoramabild

Festakt: „100 Jahre Böhm – 40 Jahre Bürgerhaus Bergischer Löwe“

Donnerstag, 24. September, 19.30 Uhr
Bürgerhaus Bergischer Löwe, Konrad-Adenauer-Platz 3

Seit 1980 prägt das Bürgerhaus Bergischer Löwe die Stadtmitte von Bergisch Gladbach und gilt als gesellschaftlicher Mittelpunkt für Kunst und Kultur. Der Theatersaal, der Spiegelsaal, das großzügige Foyer, das Penthouse und zahlreiche weitere Räumen haben in den vergangenen 40 Jahren den Menschen die Möglichkeit gegeben, Kulturvorführungen zu genießen, Feste zu feiern oder sich fortzubilden. Es wurde gelacht, getanzt, gesungen, gerufen, geschauspielert, musiziert und am häufigsten applaudiert.

Die Feierstunde zum doppelten Jubiläum gestaltet der Dirigent und Pianist Roman Salyutov gemeinsam mit dem Bergisch Gladbacher Kammerorchester. Auf dem Programm stehen Brahms, Beethoven und Bruch.

Weitere Beiträge zum Thema:

Gottfried Böhm: Der alte Mann und die Kirche

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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