Wie entsteht Mobbing? Was kann man dagegen unternehmen? Und wie kann man sich an der Schule dagegen wappnen? Drei Tage lang beschäftigten sich die SchülerInnen der Klasse 7c am NCG mit diesen Fragen, begleitet wurden sie dabei von einem Filmteam des WDR.

Im Januar war wieder einmal ein Filmteam in unserer Schule zu Gast. Die Produktionsgesellschaft tvision aus Köln-Mülheim produzierte für die Kinder- und Jugendsendung „neuneinhalb“ des WDR eine Sendung zum Thema „Mobbing“.

In diesem Beitrag sollen die Ursachen und der Ablauf von Mobbing erklärt werden, aber vor allem wird natürlich Wert darauf gelegt, darüber zu informieren, welche Möglichkeiten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben, (Cyber-)Mobbing vorzubeugen oder zumindest so früh wie möglich zu unterbinden.

Hauptakteure in dieser von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität begleiteten Sendung waren die Schülerinnen und Schüler unserer Klasse 7c.

Am ersten Drehtag nahmen sie zunächst an einem Experiment teil, das für die WDR-Sendung dokumentiert wurde: Beim Anschauen von Ausschnitten aus dem Spielfilm „Ben X“, in dem die Hauptperson von Mobbing betroffen ist, wurden die verschiedenen Reaktionen der Jugendlichen auf die gezeigten Szenen, vor allem das Stresslevel, gemessen.

Daraus erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Rückschlüsse darauf ziehen zu können, wie und warum Menschen in Mobbingprozessen reagieren, also warum z. B. die einen sich sehr zügig auf die Seite der Betroffenen stellen und sie verteidigen und die anderen nicht zu Hilfe eilen, obwohl sie das Leid der Betroffenen durchaus wahrnehmen.

Workshop für Zivilcourage

Aber natürlich sollte es nicht nur bei der wissenschaftlichen Analyse bleiben: Am 22.01. und 23.01.2020 nahmen die Schülerinnen und Schüler der 7c an einem Workshop zur Stärkung der Klassengemeinschaft und Zivilcourage teil. Dieser wurde federführend von Jan Schmale vom Verein „Helden e. V.“ durchgeführt.

Mit verschiedenen Teamübungen lernten die Jugendlichen auf spielerische Art und Weise, sich gegenseitig noch besser zu vertrauen, zusammenzuarbeiten und ein offenes Auge und Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Klassenkameradinnen und -kameraden zu haben. Unter anderem einigte sich die Klasse auf einen Kanon von fünf Werten, der sozusagen als Grundgesetz für ihre Klasse gelten soll.

Nebenbei erläuterten Jan Schmale und seine beiden Unterstützerinnen Maria und Tabea die verschiedenen Phasen eines Mobbingprozesses und was man zu welchem Zeitpunkt gegen das Mobbing unternehmen kann.

Der zweite Workshoptag wurde dann wieder vom tvision-Fernsehteam begleitet, so dass in der WDR-Sendung auch ein Blick auf die Präventionsarbeit fällt.

Von den Schülerinnen und Schülern gab es am Ende des Workshops sehr viele positive Rückmeldungen. Wichtiger als die sicherlich spannende Erfahrung, an der Produktion einer Fernsehsendung beteiligt zu sein, ist der positive Effekt, den die Teilnahme an dem Workshop für das Miteinander in der Klasse ganz sicher haben wird.

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Ein Dank gilt allen Beteiligten an dem Projekt: den beiden Klassenlehrerinnen und den Kolleginnen und Kollegen, die in den drei Tagen durch Aufsichten und aktives Mitmachen unterstützt haben, Frau Schultes von tvision stellvertretend für ihr gesamtes Team, Jan, Maria und Tabea von „Helden e. V.“, den Eltern, die mit der Teilnahme an diesem Projekt einverstanden waren, und vor allem den Schülerinnen und Schülern der 7c, die sich auf das Experiment und den Workshop eingelassen und so hervorragend mitgearbeitet haben.

Die in unserer Schule produzierte Ausgabe der Sendung „neuneinhalb“ wird am 22.02.2020 um 08.15 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen unter dem Titel „Gemeinsam gegen Mobbing – Was jeder von uns tun kann“ zu sehen sein. Wer diesen Termin verpasst, hat aber die Chance, den Beitrag unter www.9einhalb.de oder auf Youtube anzuschauen.

ist das Nicolaus Cusanus Gymnasium an der Reuterstraße in Hebborn. Mehr Infos auf der Website: ncg-online.de

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