Seit dem Start der Aktion „Blühendes GL“ hat der Bienenzuchtverein Samenmischungen für mehr als 25.000 Quadratmeter verteilt. Für diesen Einsatz gab es jetzt eine Auszeichnung der „UN-Dekade Biologische Vielfalt 2020“.

Für seine Aktion „Blühendes GL“ hat der Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach jetzt die Urkunde als ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2020 erhalten. Die Aktion für ein bienenfreundliches Bergisch Gladbach ist im November 2017 gestartet. Seither hat der Verein kostenlos Saatgut für über 25.000 Quadratmeter verteilt, damit Bienen in Gärten und auf öffentlichen Flächen mehr Nahrung finden.

Gefeiert wurde die Ehrung auf der Lenawiese in Lückerath, die die Stadt dem Bienenzuchtverein für einen Wildbienenpark verpachtet hatte. Zur Feier kamen Bürgermeister Lutz Urbach, Landrat Stephan Santelmann, viele Sponsoren, Aktive und Mitstreiter. Markus Bollen, Initiator von „Blühendes GL“, dankte allen Aktiven und Sponsoren, besonders der Bethe-Stiftung, herzlich (siehe unten).

Leider kann auf der Lenawiese aus Gründen des Landschaftsschutzes die Ideen zu einem Park, der Bürgerinnen und Bürger über Biologie, Nahrung und Lebenszyklus der Wildbienen informiert, nicht umgesetzt werden. Darum sucht der Verein aktuell ein zentral gelegenes Grundstück, auf dem es in dieser Hinsicht keine Restriktionen gibt.

„Wir wollen Bewusstsein für die Dimension des Insektensterbens in der Bevölkerung wecken und gleichzeitig durch die Verteilung von Saatgut eine direkte Hilfe zur Tat geben“, sagt der Initiator Markus Bollen. Das ist gelungen und jetzt durch die UN-Auszeichnung gewürdigt worden.

Die Initiative verteilt weiterhin gegen eine Spende Samenmischungen regionaler Pflanzen an interessierte Gartenbesitzer. „Jetzt ist die beste Zeit, das Saatbeet vorzubereiten“, sagt Gärtner Adolf Zirden. Saatgut gibt es bei den bekannten Geschäften, eine Auflistung finden Sie auf der Website von „Blühendes GL“.

Wir dokumentieren die Danksagung von Markus Bollen:

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10.000 Quadratmeter für Wildbienen

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3 Kommentare

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  1. Ein ideales Gelände für die Anlage eines „Parks“ und ein blühendes GL wäre das ehemalige Carpark-Areal. Das Container-Dorf wird ohnehin abgebaut und die Stadt möchte dort keinen Wohnungsbau genehmigen. Ehe man über einen Sportplatz oder Schwimmhalle nachdenkt, für deren Bau und Betrieb sowieso kein Geld zur Verfügung steht, ist es doch besser, an dieser Stelle der Natur mehr Raum zu geben.

  2. Sehr geehrter Herr Günther Humbach,

    Vielen DANK für Ihren Kommentar!
    Ich freue mich, dass Sie sich für Wohnungssuchende einsetzen! Wie können wir Ihnen dabei helfen, erfolgreich Ihre Idee umzusetzen?

    Man könnte sich dafür einsetzen, dass leerstehende Häuser ausgebaut und genutzt werden. In Köln hat man sehr erfolgreich Mietshäuser aufgestockt und so deutlich mehr Wohnraum geschaffen. Man könnte nach Baulücken suchen und sich dafür einsetzen, dass diese geschlossen werden. Haben Sie Gleichgesinnte, mit denen Sie sich zusammenschliessen können?

    Die Lenawiese in Lückerath ist aus Gründen, die unsere Initiative nicht beeinflussen konnte, aus dem Bebauungsplan herausgenommen worden. Wir haben versucht, aus einer Glatthaferwiese eine Blühwiese zu machen. Wie ich gehört habe, haben Sie schon sehr viel für Biodiversität in Ihrem Garten getan. Dafür danken wir Ihnen! Dürfen wir im Sommer einmal vorbei schauen und die Blüte ansehen?

    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg, positive Ergebnisse !!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Markus Bollen

    Ein Hinweis, der uns wichtig ist: Im November 2017 haben wir die Aktion für ein bienenfreundliches Bergisch Gladbach gestartet. Unser Bienenzuchtverein verteilt kostenlos Samenmischungen, damit in Gärten und öffentlichen Flächen Bienen mehr Nahrung finden. Machen Sie mit! Engagieren Sie sich für ein lebenswerteres Bergisch Gladbach. Informieren Sie sich über http://bluehendes-gl.de.

    Wir danken den Förderern: Lebenshilfe, F.Victor-Rolff-Stiftung, Bethe-Stiftung, LionsClub Bensberg, Badische Beamtenbank, Bensberger Bank

  3. Grundsätzlich ist die Aktion zu begrüßen. Jedoch wären für diese kleinen Blumenflächen auf der anderen Seite der Straße viel mehr Platz gewesen. Dass sie jedoch an der Stelle gelegt wurden wo die Stadt eine dringend notwendige Baumaßnahme plante, gibt Raum für kritisches Denken. Den Bienen ist es egal, sie fliegen hin wo sie Nahrung finden. Hier hat man einige Anwohner glücklich gemacht die nun weiter auf die grüne Wiese schauen können. Dafür aber Wohnungssuchende traurig im Regen stehen lassen. Das ist auf Dauer keine tragfähige Sozialpolitik. Das Schweigen der Parteien zu dieser Maßnahme ist schon seltsam.