Foto: Symbolbild

Das Gesundheitsamt hat die Lage rund um den ersten Coronafall in RheinBerg ein Stück weit geklärt: Der Frau in Overath geht es besser, 21 Personen aus dem Umfeld bleiben zuhause. Einrichtungen wie Kitas oder Schulen seien nicht betroffen. Daher verfügte der Kreis vorerst keine weiteren Maßnahmen, schaltet aber ein Bürgertelefon.

Nach Angaben der Kreisverwaltung liegen über den ersten Fall hinaus bislang keine weiteren bestätigten Infektionen vor. Wo sich die Overatherin die Infektion zugezogen hat, ist derzeit jedoch noch unklar.

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Die Frau selbst sei bereits wieder fieberfrei, muss aber noch knapp 14 Tage zuhause bleiben. In ihrem Umfeld seien 21 Kontaktpersonen ermittelt worden, die ebenfalls für 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben müssen. Dazu zählt der Ehemann der Erkrankten.

Die hatte, das berichtet die Kreisverwaltung weiter, nach eigenen Angaben keinen Kontakt zu Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen. Sie sei auch nicht im Karneval aktiv gewesen und habe nicht an der Demonstration in Overath am Freitag oder an anderen Veranstaltungen teilgenommen.

Die Patientin habe ihrem ihrem Hausarzt am Donnerstagabend zunächst unklare Symptome mit Fieber geschildert. Dieser nahm am Freitagmorgen, geschützt von den anderen Patientinnen und Patienten, einen Abstrich vor. Die Frau entließ der Arzt mit dem Auftrag, die eigenen vier Wände bis zum Ergebnis des Tests nicht zu verlassen.

Hotline für Bürger

Der Rheinisch-Bergische Kreis schaltet nun zusätzlich ein Bürgertelefon. Schon seit längerer Zeit berät das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises seine Bürgerinnen und Bürger in täglich mehr als 100 Telefongesprächen rund um Fragen zum Coronavirus. Das Fachpersonal steht den Anruferinnen und Anrufern bislang im Rahmen des regulären Dienstes zur Verfügung.

Da aufgrund des Corona-Falls in Overath nun die Anzahl der Anrufe angestiegen ist, schaltet der Rheinisch-Bergische Kreis jetzt zusätzlich eine Bürger-Hotline frei. Diese wird kurzfristig noch im Laufe des heutigen Montags unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar sein und steht dann montags bis freitags zwischen 8 bis 18 Uhr zur Verfügung. Weiterhin kann ebenfalls die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter 0211 8554774 angerufen werden.

Die Kreisverwaltung verweist noch einmal auf grundsätzliche Verfahrensregeln: Wer Kontakt mit einem bestätigten Fall gehabt haben sollten oder sich in einem der Risikogebiete aufgehalten und Beschwerden haben, sollten telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Dieser entscheidet über die weiteren einzuleitenden medizinischen Schritte – wie beispielsweise den Besuch in seiner Praxis oder die stationäre Einweisung in ein Krankenhaus.

Sollte bei einer Person nach einem Test auf das neue Coronavirus eine Infektion damit nachgewiesen werden, erfolgt automatisch die Meldung durch das Labor oder den Arzt oder die Ärztin an das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises.

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7 Kommentare

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  1. Mich würde interessieren wie alt die Dame ist ….noch dazu rennt hier im rheinisch bergischen Kreis wohl jemand rum der es wohl nicht für nötig hält zum Arzt zu gehen trotzdem er wahrscheinlich wissentlich Kontakt hatte,ich denke alle Menschen sind informiert u wenn ich beispielsweise in Heinsberg war ist es meine Pflicht mich testen zu lassen auch ohne Symptome,ich finde es gerade den Risikogruppen gegenüber grob fahrlässig

  2. Mich würde es auch interessieren in von wo die Dame aus overath kommt! Da ich selber aus overath bin. Hoffe es werden bald neue Informationen bekannt gegeben.

  3. […]Wer Kontakt mit einem bestätigten Fall gehabt haben sollten oder sich in einem der Risikogebiete aufgehalten […]
    Tja welches Risikogebiet denn? Overath, NRW, Deutschland, Europa, China?

  4. Mich würde ja interessieren wo die Dame so unterwegs war und in welchem Teil von Overath sie lebt, Immerhin muss man ja noch direkten Kontakt gehabt haben, ich bin viel in Overath unterwegs und könnte mit dem Wissen um den Wohnort überlegen ob ich noch weiterhin alle Kunden besuchen kann.

  5. Herr Lindner, sicherlich ist es eine grosse Sorge aller Gesundheitsbehörden die Infektionsquelle nicht zu finden. Ich denke aber alle Beteiligten arbeiten „fieberhaft“ und machen ihre Arbeit gut. Bei einer potentiellen Ansteckung von Erkrankten ohne starke Symptome ist es nur eine Frage der Zeit bis sich die Spur verliert. Ich denke Ruhe bewahren und Hygiene hochzuhalten ist ausreichend. Die Unsicherheit rund um den Virus stammt aus dem fehlenden Wissen, alle Informationen zusammen scheinen aber auf eine starke Form der Influenza hinzuweisen und diese führte in den letzten Jahren nicht zu vergleichbaren Reaktionen.

  6. Super. Und wo hat Sie sich nun den Virus eingefangen? Das ist doch die wichtigste Frage, die aber nach wie vor nicht beantwortet werden kann. Ob die Familie vorsorglich in Quarantäne ist interessiert mich da weniger. Die Leute vom Gesundheitsamt sollen ihren Job machen.