Unser Reporterhund BamBam ist der Meinung, dass frische Luft bei Corona wichtig ist. Er hat sich auf den Weg gemacht, um eine schöne Strecke zu finden. Das ist ihm auch gelungen und er könnte es auch zeigen, hätte sein Frauchen nicht einen kapitalen Fehler gemacht. Er erzählt trotzdem, was er erlebt hat.

Freunde, ich war gestern bei strahlendem Sonnenschein unterwegs. Von Herrenstrunden bin ich ungefähr 8 km bis Biesfeld gelaufen. Wir hatten tolle Fotos, die ich euch zeigen wollte. Leider hat Frauchen aber zuhause am Computer einen ganz schlimmen Fehler gemacht und alle Fotos von gestern waren unwiederbringlich verloren.

Ich hab mit ihr überlegt, ob ich denn dann überhaupt erzählen soll, wo wir waren und was wir gesehen haben. Frauchen meinte “nein”. Das wär langweilig. Aber ich meine “ja”, denn es macht euch vielleicht trotzdem Laune, rauszugehen und die Strecke zu laufen. Auch wenn es kein Rundwanderweg ist, man kann – noch – mit dem Bus hin und zurück fahren. Es gibt wirklich komische Sachen zu sehen, unterwegs. Und im Moment ist ja frische Luft das wichtigste, was ihr braucht.

So hab ich Frauchen überredet und damit es nicht so ganz langweilig ist, hat sie mir ein paar Fotos rausgesucht von einer früheren Wanderung, die wir damals auch im März gemacht haben.

Hier ist also erst mal die Strecke:

Die Stationen sind Herrenstrunden Strundequelle, Unterthal, Spitze, Hove, Weyermühle, Durhaus, Biesfeld Kirche.

In Herrenstrunden an der Strundequelle geht müsst ihr den Weg raufgehen oder die steile Treppe hoch, die Landstraße überqueren und an der Zwergenhöhle vorbei nach Unterthal laufen. Da waren auch diesmal schon Jungrinder auf der Weide, wie damals. Und der abgeholzte Hügel von damals ist jetzt mit neuen Buchen aufgeforstet.

In Unterthal müsst ihr links abbiegen auf die schmale Straße und vor dem Wald nach rechts. Dann kommt ihr bei Spitze wieder auf die Landstraße.

Auf der Landstraße geht ihr rechts und dann müsst ihr aufpassen und den Grubenweg reingehen. Der ist eine Sackgasse und man denkt, man ist falsch, aber am Ende kann man zwischen den Häusern weitergehen. Oben rechts seht ihr einen dicken Weidepfosten, da geht es dann schon wieder links rein. Das ist ein ganz schmaler Pfad mit blühenden Kirschbäumen um diese Zeit und wir sind da stehen geblieben und haben ganz lange Kirschblütenduft geatmet. Damals war es noch zu früh für Kirschblüten.

Der Weg führt dann in einen unübersichtlichen Wald und man weiß nicht richtig wo es weitergeht. Ihr müsst einfach den Sportplatz rechts liegen lassen und ein bisschen den Hang runter, zu der Wiese, die durch die Bäume schimmert, auf der Straße nach rechts und dann nach Hove. Das ist ausgeschildert.

In Hove gibts bemalte Häuser mit künstlichen Tieren. Das tollste war ein Haus mit einer unechten Kuh im Garten. Neben der Kuh liefen aber vier ganz echte Riesenmehrschweinchen (Capybaras?) rum und in einem Gehege daneben zwei winzige kleine Rehe (Dikdiks?).

Bis hierher gab es auch ab Unterthal kein Wasser für mich. Aber die nächste Station war dann die Weyermühle und da konnte ich am Bach trinken. Die Weyermühle ist keine Gaststätte. Ihr müsst also alles Essen und Trinken, das ihr unterwegs braucht, mitnehmen.

Ab der Weyermühle könnt ihr euch nicht mehr verlaufen, wenn ihr in Durhaus scharf rechts auf diesen Weg geht, an dem ich stehe. Der führt ein bisschen den Berg rauf und oben könnt ihr schon die ersten Häuser von Biesfeld sehen. Bei der Kirche ist die Haltestelle für den Bus zurück.

Vielleicht wars doch nicht so langweilig und ich konnte euch Lust machen, selbst die Gegend zu erkunden und den ganzen Tag draußen zu sein. Es ist ja überall schön bei uns.

Geht mal alleine. Genießt ruhig mal die Einsamkeit, die Stille im Wald und die Vogelstimmen, schaut nach Kleinigkeiten aus. Und haltet unterwegs Abstand. Dann kann Corona euch draußen nichts anhaben.

Eins versprech ich euch aber: beim nächsten Mal pass ich ganz genau auf, was Frauchen mit den Fotos macht. DAS passiert uns nicht noch einmal.

Bleibt gesund!

BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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4 Kommentare

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  1. Schade drum
    vermisse die Wanderrungen des Repürterhundes
    Bin in Kürten aufgewachsen u geboren
    da kommen viele Erinnerungen
    Super macht weiter so
    L:G:
    PETER

  2. Ein aufmunternder Bericht in dieser Zeit! Ich habe ab morgen Urlaub und da Reisen ja nicht geht, werde ich auch mit meinem Hund wandern. Unsere Landschaften sind so schön, auch ohne Corona haben wir das Bergische, den Westerwald, das Sauerland und und und schon oft genießen können. Und jetzt freue ich mich auf diesen neuen Wandertip. Danke und Gesundheit für Alle :)