Wirtschaft und Bildung nehmen nach Wochen der Corona-Stagnation wieder Fahrt auf. Auch ins Ausbildungsjahr 2020 muss mach Ansicht der Kreishandwerkerschaft jetzt wieder Schwung kommen. Gefordert seien Bewerber – und Betriebe. Diese sollen durch einen satten Zuschuss motiviert werden, mehr in Ausbildung zu investieren.

Die Zeit zwischen Oster- und Sommerferien ist die klassische Bewerbungszeit. Die Prüfungen in den Abschlussklassen stehen an. Für viele Schüler:innen folgt dann der Sprung ins Berufsleben. Eine gute Perspektive bietet nach Ansicht der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land eine duale Ausbildung im Handwerk.

„Für unsere Zukunftsthemen wird das Handwerk dringend gebraucht! Ebenso wie junge, dynamische, neugierige Menschen, die unsere Zukunft aktiv mitgestalten wollen“, erläutert der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto die Vorzüge einer handwerklichen Ausbildung. Die Themen sind vielfältig, es geht um die Mobilitäts- und Energiewende, den Klimaschutz sowie SmartHome und E-Health.

Zuschuss gefordert

Betriebe in der derzeitigen Corona-Krise brauchen laut Kreishandwerkerschaft zudem gezielte und wohl überlegte Wachstumsimpulse und Investitionsanreize. Das Handwerk fordert, dass die Ausbildung und Qualifizierung über die Krise hinweg stabilisiert werden muss.

Konkret schlägt der Zentralverband des Deutschen Handwerks für ausbildende Betriebe einen einmaligen Zuschuss vor, der sich an 75 Prozent einer Ausbildungsvergütung über einen Zeitraum von drei Monaten orientieren sollte. „Dies wäre ein motivierendes Signal in einer derzeit eher ungewissen Zeit und sicherlich ein Anreiz für die Betriebe“, prognostiziert Marcus Otto.

Ausbildung ist Investition in Zukunft

„Die derzeitige Situation zeigt uns sehr deutlich, die Dienstleistungen des Handwerks sind kundennah, dienen der Versorgung der Menschen und sind daher meist systemrelevant. Das Handwerk eröffnet jungen Menschen eine sehr gute Zukunftsperspektive und Entwicklungsmöglichkeiten.“ Marcus Otto ist überzeugt: „Eine berufliche Ausbildung im Handwerk ist eine Investition in die Zukunft!“

Auch bei den Handwerksbetrieben muss allmählich trotz der Corona-Belastung die Ausbildung mit in den Fokus gerückt werden. „Entscheidend beim vorherrschenden Fachkräftemangel ist stets die Bereitschaft, selbst auszubilden. Dieser Weg, sich selbst um den Nachwuchs zu kümmern, darf nicht aus den Augen verloren werden“, bekräftigt der Hauptgeschäftsführer Otto.

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