Die Fraktionen von Grünen, FDP und SPD im Stadtrat greifen den Vorschlag ihres Bürgermeister-Kandidaten Frank Stein ein und beantragen, 100.000 Euro in einem Nothilfefonds für Künstler in Not zur Verfügung zu stellen.

Corona bringt viele Kulturschaffende um ihre Existenz – auch bei uns in Bergisch Gladbach.„Wir wollen deshalb, dass die Verwaltung kurzfristig ein Konzept für einen Nothilfefonds ‚GL hilft der Kultur‘ erarbeitet und haben dafür auf Initiative unseres Bürgermeisterkandidaten Frank Stein einen gemeinsamen Antrag für die nächste Ratssitzung eingereicht.

Der Fonds soll mit 100.000 Euro ausgestattet sein, die durch bürgerschaftliche Spenden aufgestockt werden können“, erläutern Edeltraud Schundau und Dirk Steinbüchel (Vorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion Bergisch Gladbach), Jörg Krell (Vorsitzender der FDP-Fraktion Bergisch Gladbach) und Klaus W. Waldschmidt (SPD-Fraktion Bergisch Gladbach).

Auch wenn es mittlerweile viele Initiativen von Bund und Land zur Rettung des kulturellen Lebens in unserem Land gibt bzw. solche zumindest angekündigt werden, so fallen immer noch viele Kulturschaffende „durchs Gitter“. Und das hat verheerende Folgen für die Betroffenen. 

Der Hilfsfonds ist eine Idee unseres gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten Frank Stein, der bereits viele Gespräche mit Mitgliedern der Bergisch Gladbacher Kulturszene geführt hat und genau weiß, wo „der Schuh drückt“. 

Hinweis der Redaktion: Frank Stein hatte den Hilfsfonds bei einer Pressekonferenz zu Anfang der Woche angekündigt. Die ganze Pressekonferenz können Sie hier verfolgen:

Der Fonds soll eine Ergänzung zu den Hilfsprogrammen des Bundes und des Landes sein und wäre ein Ausdruck der Solidarität und Wertschätzung für Kulturschaffende in der Stadt Bergisch Gladbach. Auch wenn die Stadt nicht alle materiellen Nöte beheben kann, ist es doch wichtig, einen unterstützenden Beitrag zu leisten.

Der Fonds „GL hilft der Kultur“ soll vornehmlich freien Künstler:innen, Musiker:innen, Schriftstel-ler:innen, Schauspieler:innen und Kleintheatern sowie Vereinen der Brauchtumspflege und andere Akteur:innen in der Kultur- und Kreativszene zugutekommen, die sich wegen der Corona-Krise in einer besonderen existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Notlage befinden. Das Fördervolumen je Antragsteller:in soll auf maximal 1.000 Euro beschränkt bleiben.

Personen, Vereine etc., die bereits aus staatlichen Programmen eine Unterstützung von mehr als 10.000 € erhalten, sollen die Mittel nicht in Anspruch nehmen können.

Über die Anträge soll ein kleines Gremium aus Vertreter:innen des Kulturaus-schusses, des Stadtverbands Kultur e.V. und der Verwaltung entscheiden. Zur Finanzierung kann ohne Gefahr für den Haushaltsausgleich das Ausschüttungspotential der städtischen Beteiligungen in Anspruch genommen werden.

„Kulturschaffende stiften Identität für unsere Stadt. Dieser Solidaritätsfonds wäre zwar nur ein vergleichsweise kleiner Rettungsschirm, würde aber die Wertschätzung für ihre Arbeit ausdrücken“, so die Fraktionsvorsitzenden.

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