Für spannende Entdeckungen muss man nicht in die Ferne schweifen. Bergisch Gladbach ist ideal für Geocaching – die Schatzsuche per GPS. Mittels Satellitenkoordinaten sucht man dabei kleine Dosen, die versteckt in der Natur unter Steinen oder Büschen liegen. Klingt kompliziert, ist aber recht einfach. Wir sagen Ihnen wie es geht und stellen die schönsten Caches der Stadt für einen Pfingstausflug vor.

Geocaching ist ideal, um die Heimat aus anderer Perspektive zu entdecken. Sie finden neue Wege und Ecken, abseits der ausgetretenen Pfade. Sie kommen raus an die frische Luft, können ideal mit Kindern auf Schatzsuche gehen. Und zugleich das Cachen mit einem Picknick verbinden.

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Picknicken? Moment! Geht das wieder? Kurzer Anruf beim Bürgertelefon des Landes NRW unter 0211-9119 1001. Ja, kein Problem. Seit 20. Mai ist das Picknicken im Freien in NRW wieder erlaubt. Sogar gemeinsam für zwei Haushalte. Also steht einem sonnigen Ausflug mit einer befreundeten Familie nichts im Wege, und Sie können losziehen. Zum Geocachen.

Ideal für Ferien zuhause

Geocaching ist ideal für Ferien zuhause. Denn Sie können jeden Tag neue Entdeckungen machen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der schönsten und spannendsten Caches in und um Bergisch Gladbach vor. Lassen Sie sich inspirieren. Sollten Sie eine kurze Einleitung zum Geocachen benötigt, finden Sie diese am Ende des Texts. Bei weiteren Fragen einfach eine Mail senden an redaktion@in-gl.de.

Überblick über Geocaches in Bergisch Gladbach. Quelle: www.geocaching.com

Geocaching ist übrigens ziemlich genau 20 Jahre alt. Am 3. Mai 2000 versteckt der US-Amerikaner Dave Ulmer den ersten Cache nahe Portland (USA). Am 31. Mai 2000 wird das Wort Geocaching zum ersten Mal genutzt.

Caches in der Stadt

Der Driescher Kreisel ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt für Fußgänger, Auto- und Radfahrer. Viele Schilder und Signale machen das Kreuz zu einem kleinen Verkehrsdschungel. Findige Cacher haben daraus den Multi Das Driescher Kreuz gebaut. Eine Geocaching-Herausforderung mitten in der Stadt. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad nur bei 2,5 liegt.

Villa Zanders: Klar dass es in Bergisch Gladbach einen Cache zur Villa Zanders gibt. Dabei handelt es sich um einen so genannten Multi. Sie dürfen mehrere Fragen lösen und werden hierbei zu einem kleinen Spaziergang durch den Park und die Fußgängerzone animiert.

Zum schönsten Friedhof der Stadt auf dem Quirlsberg lockt der Cache Die zwei Türme. Vor Ort erschließt sich die Namensgebung. Einen kurzen Rundgang über den evangelischen Friedhof sollten Sie unbedingt anschließen.

Geologische Exkursionen

Die Grube Blücher liegt ganz in der Nähe des Naturfreundehauses Hardt. Und sie birgt eine echte Sensation: Den roten Fluss. Der Cache thematisiert die Wasserfärbung und lädt zu verschiedenen Experimenten ein. Zudem gilt es Fragen an der Infotafel zu lösen. Haben Sie alle Details beisammen, werden diese an den Cache-Owner gesandt. Und Sie dürfen den Besuch online loggen.

Hier handelt es sich übrigens um einen Earthcache. Sie müssen keine Dosen finden. Vielmehr werden Sie zu einer geologischen Besonderheit geführt. Äußerst lehrreich – und lecker, wenn man den Earthcache mit einem Besuch im nahegelegenen Kaffee verbindet. Hände waschen nicht vergessen!

Ein weiterer Earthcache führt Sie an die Quelle der Strunde. Der Online-Text zum Cache verrät einiges über die Entstehung und verweist auf den fleißigsten Bach Deutschlands. Dessen ehemaligen Mühlen sind Teil einer sehr reizvollen Cache-Serie, die wir weiter unten vorstellen.

Von hier ist es nicht weit bis zur Quergskuhl – Die Zwergenhöhle. Der Earthcache verbindet geologische Themen mit der Bergischen Sagenwelt und macht daher einfach Spaß. Sie lernen ein Fleckchen Erde kennen, das man sonst getrost links liegen lassen würde.

Blick aus der Zwergenhöhle – in den Wintermonaten ist sie geschlossen und dient als Feldermausquartier

Für Spaßvögel

Wer denkt, dass Geocachen eine bierernste Angelegenheit ist, wird bei den beiden folgenden Caches eines Besseren belehrt. Erfrischung am Lerbach ist durchaus wörtlich zu verstehen. Sie können bequem in der Nähe parken. Der Fund ist hier weniger das Problem, vielmehr die gefahrlose Öffnung. Die Milchtankstelle Gut Lerbach lädt anschließend noch zum Einkaufen ein.

Ganz in der Nähe heißt es dann Mehr Licht! Wir nehmen ihn in die Liste auf, auch wenn er gerade deaktiviert ist – anscheinend muss derzeit das Logbuch erneuert werden. Die Geländewertung 4 von 5 verspricht ein besonderes Vergnügen beim Bergen des Caches. Wir hatten jedenfalls beim Cachen mit Freunden viel Spaß im Lerbacher Wald.

Für Rätselfreunde

Freunde kniffliger Rätsel können gleich im Lerbacher Wald bleiben und sich der Cache-Serie Elementary 1 bis 5, Volume 2 widmen. Der Cache greift das berühmte Zitat von Sherlock Holmes auf: „Elementary, my dear Watson!“ Die Knobeleien zum Fund der Dosen haben sämtlich mit dem berühmtesten Detektiv der Literaturgeschichte zu tun. Als Sammelrunde ergeben sie einen bequemen Spaziergang von rund 4 Kilometern, plus Bonus.

Nur einen Cache, aber dafür umso kniffliger versteckt, hält die Sauerbruchstraße unweit des EVK für Sie bereit. Wir hatten selbst als eingefleischte Cacher lange gerätselt, bis wir das Versteck lüften konnten. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten!

Das Wandern ist des Cachers Lust

Soll es richtig zur Sache gehen, dann flugs die Wanderschuhe angezogen und die Strunde-Serie mit gut zwei Dutzend Caches abgelaufen (plus Boni). Am besten in Etappen, denn die Serie zieht sich. Die Cache-Reihe startet an der Quelle, führt über die Maltesermühle, die Igeler Mühle und durch die Stadt bis zur Gierather Mühle. So gewinnen Sie nebenbei einen tollen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des fleißigsten Bachs Deutschlands.

Ausgangspunkt der Cache-Serie entlang der Strunde: Die Quelle in Herrenstrunden

Cachen jederzeit und überall

Wenn Sie den ein oder anderen Cache nun aufgesucht, gefunden oder gelöst haben, und dann noch Lust auf mehr haben: Unter www.geocaching.com finden Sie alle Caches, in Bergisch Gladbach, Deutschland und weltweit. Cachen kann man nicht nur zuhause, sondern auch im Urlaub, auf Dienstreise, beim Besuch von Verwandten, oder bei der Rast unterwegs an der Autobahn. Ein Handy genügt, und schon öffnet sich die magische Welt der verborgenen Schätze, die mittels Satellitennavigation gefunden werden wollen.

Detaillierte Infos über Geocaching und die verschiedenen Spielarten können Sie hier nachlesen.

Infos zum Geocaching

Was ist Geocaching? Das Wort Geocaching leitet sich ab aus Geo = Erde und Cache = geheimes Lager. Es geht darum, im Freien versteckte Dosen (=Geocache) zu finden. Der Cacher nutzt dabei Satellitenkoordinaten, die er vorher auf sein GPS-Gerät oder sein Handy lädt. GPS-Gerät oder Handy lotsen den Cacher dann zum Versteck, so wie das Navi im Auto.

Wie geht es? Vor Ort geht dann die eigentliche Aufgabe los: Die Dosen sind meistens sehr gut versteckt, getarnt, oder es gilt eine kleine Aufgabe zu lösen, um das Versteck zu entdecken oder gar zu öffnen. Findet der Cacher die Dose, z.B. unter einer Baumwurzel, oder getarnt als Stein, trägt er sich in das Logbuch ein. Dieses befindet sich in der Dose und dient als Nachweis, dass man vor Ort war. Fertig! Die Schatzsuche war erfolgreich – auf zum nächsten Cache!

Was wird fürs Geocaching benötigt? Man kann spezielle GPS-Geräte nutzen, die es z.B. von Garmin (Bild rechts) oder Magellan gibt. Eine Übersicht finden Sie hier. Wer nicht direkt in Hardware investieren möchte, nutzt z.B. die App von www.geocaching.com. Hier kann man sich kostenlos anmelden und einfach loslegen (iOS und Android): Die Karte aufrufen, einen Cache anklicken, Infos durchlesen und losmarschieren. Mit einer Premium-Mitgliedschaft sieht man bei Geocaching mehr Caches und nutzt Zusatzfunktionen. Das ist für den Einstieg aber nicht notwendig.

Haben Sie auch einen Lieblings-Cache in Bergisch Gladbach, oder gar selbst einen Cache in der Stadt versteckt? Schreiben Sie uns unter redaktion@in-gl.de und berichten Sie uns von Ihren Funden! Wir sagen schonmal TFTC – Thanks for the cache!

Aufmacherbild: Settergren auf Pixabay, weitere Fotos: Holger Crump

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Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. Lieber Herr Crump, es ist drichtig, es es ist die schönste Freizeitbeschäftigung gemeinsam zu cachen ! In ihrer Darstellung bleiben Sie auf halbem Weg stehen .

    MfG Hermann Jobben aus Glücksburg / Ostsee