Die Initiatoren des Bündnisses: Christian Gollmer, Linda Eiermann, Babara Steinrück, Michael Müller

Ein Bündnis aus Privatpersonen und Organisationen will die Nahrungsmittelwirtschaft demokratisieren und regionalisieren. Gerade die Coronakrise sei eine Chance, das Ernährungssystem vor Ort zu verbessern.

Wie sieht die Zukunft des Essens aus? Antworten auf die Frage will ein neues Bündnis liefern, dass die Gründung eines Ernährungsrates für den Rheinisch-Bergischen (RBK) und den Oberbergischen Kreis (OBK) anstrebt.

Das Bündnis besteht aktuell aus vier Akteuren aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Politik und Nachhaltigkeit. Sie wollen in Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft, Politik, (Agrar-)Wirtschaft und Wissenschaftein ein regionales Netzwerk zum Thema Ernährungspolitik schaffen. So soll eine nachhaltige und soziale Ernährungsstrategie für die Region auf den Weg gebracht werden.

Unterstützung der Agenda 2030

Das Bündnis im Bergischen ergänzt das bestehende Netzwerk aus Ernährungsräten in Köln, Bonn, Wuppertal und Solingen. Es möchte dazu beitragen, das Ziel 2 der Agenda 2030 aktiv mitzugestalten: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Dazu zählen Themen wie zum Beispiel „Ernährungsbildung“, „Essbare Stadt“, „Schul- und Kitagärten“ sowie „Direktvermarktung/nachhaltige Lieferketten“.

„Essen ist ein Grundbedürfnis und es sollte jeder Zugang zu gesunder und bezahlbarer Nahrung haben. Es geht darum, die Demokratisierung der Ernährungswirtschaft zu realisieren“, sagt Christian Gollmer vom Forum für Nachhaltigkeit fürs Bergische, Initiator und Mitglied des Bündnisses.

Coronakrise zeigt Schwachstellen

Die Regionalisierung der Ernährungswirtschaft ist gerade in der Coronakrise ein aktuelles Thema. Sie offenbart die Schwachstellen der globalisierten Ernährungswirtschaft.

Die Beteiligten sehen daher gerade jetzt die Chance, das Ernährungssystem auf lokaler und regionaler Ebene zu verbessern, um eine gesamtgesellschaftliche Lösung zu erarbeiten: Ressourcenschonend, zukunftsfähig und sozial gerecht.

Da die aktuelle Lage es bisher nicht zulässt eine größere Veranstaltung zu organisieren, werden die Initiatoren in kleineren Gruppen weiterarbeiten. Landwirt:innen, Händler:innen und Verarbeiter:innen, Wissenschaftler:innen, Mitglieder der kommunalen Verwaltung, Akteure aus der Bildung und sowie interessierte Bürger:innen sind aufgerufen.

Wir laden alle ein, sich in den weiteren Prozess einzubringen. Denn Ernährung ist ein komplexes Thema und geht alle etwas an“, sagt Barbara Steinrück vom Bildungsangebot „Bauernhof im Koffer“.

Interessenten schreiben einfach eine Mail an post@fonab.org. Weitere Infos auch beim Forum für Nachhaltigkeit

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