Zum Weihnachtsgeschäft soll das Gutscheinsystem „Schenk Lokal“ auch in Bergisch Gladbach etabliert werden. Die Stadt schiebt das Projekt mit einer Subvention an, die in Form eines Rabatts den Konsumenten zugute kommt. Das eigentliche Ziel ist es jedoch, lokale Einzelhänder und Gastronomen zu unterstützen.

Gutscheine, die nur in den Geschäften, Cafés und Restaurants einer Stadt gültig sind und damit die lokalen Unternehmen in der Konkurrenz zu Amazon, Ikea & Co. stärken, gibt es seit einigen Jahren. Nicht nur in Köln, sondern auch in Bensberg. Aber erst Corona führt dazu, dass dieses System nun auch für die ganze Stadt Bergisch Gladbach eingeführt wird.

 „Das Konzept haben die Interessensgemeinschaften erarbeitet und die Stadt fördert dies mit 200.000 Euro“, erläuterte jetzt der Wirtschaftsförderer der Stadt, Martin Westermann. Weiterer Partner ist der Handelsverband NRW – Rheinland mit dem Hauptgeschäftsführer Marcus Otto.

Zum Start beteilige sich „eine Vielzahl von Unternehmen“ – weitere Händler und Gastronomen sollen nun gewonnen werden. Die Beteiligung an dem System sei für kleinere Geschäfte und Betriebe einfach und kostenfrei.  

Interessenten aus Handel und Gastronomie können sich melden bei der städtische Wirtschaftsförderung (02202 141463, wirtschaftsfoerderung@stadt-gl.de) oder beim Handelsverband (Thomas Instenberg, 02202 93 59 424, instenberg@hv-nrw.de).

Der Stadtentwicklungsbetrieb (SEB), der für die Wirtschaftsförderung zuständig ist, entwickele gemeinsam mit den örtlichen Interessensgemeinschaften und dem Handelsverband ein entsprechendes Angebot, teilte die Stadt mit.

Technischer Anbieter des digitalen Gutscheins ist das Kölner Unternehmen QDEGA, das ähnliche Systeme bereits in Köln, Aachen und weiteren Städten betreibt und Konzepte anbietet, die zum Beispiel mit der Einbindung von Parkgebühren weit darüber hinaus gehen.

In Bergisch Gladbach startet der Verkauf der Gutscheine nach Angaben des Handelsverbands Anfang November; die Stadtverwaltung formuliert vorsichtiger: „möglichst noch vor dem Weihnachtsgeschäft“.

Ein Vorschlag aus dem Wahlkampf

Der CDU-Bürgermeisterkandidat Christian Buchen hatte im August im Wahlkampf vorgeschlagen, einen Gutschein für Bergisch Gladbach mit 200.000 Euro zu fördern, die für eine Rabattaktion zur Verfügung steht: Wer einen Gutschein über 100 Euro kauft muss dafür nur 90 Euro bezahlen. Nach anfänglicher Skepsis bei FDP und SPD hatte der Verwaltungsrat des Stadtentwicklungsbetriebs den Vorschlag einstimmig beschlossen.

Das, so die Hoffnung, könne den von der Corona-Pandemie zusätzlich getroffenen lokalen Geschäften, helfen. Grundsätzlich können die lokalen Gutscheine Anreize setzen, dass die Leute mehr im stationären Handel vor Ort einkaufen und weniger Online bestellen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Zielgruppe sind eigentlich die Inhaber-geführten Geschäfte. Aber bislang ist nicht bekannt, wer im einzelnen dabei sein wird.