Die örtlichen Händler, Gastronomen und Dienstleister könnten bis zu zwei Millionen Euro mehr Umsatz machen, sagt Bürgermeisterkandidat Christian Buchen. Wenn die Stadt Gutscheine für Einkäufe bei lokalen Unternehmen einführt und mit 200.000 Euro subventioniert.

Was andere Städte, wie Aachen, Köln oder Ahaus zur Stärkung ihrer lokalen Wirtschaft erfolgreich vorgemacht haben, will die CDU jetzt schnellstmöglich für den örtlichen Handel, das Gastgewerbe und die lokalen Dienstleiter umsetzen. Dies fordert die CDU-Fraktion in ihrem Antrag, der im nächsten Haupt- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung steht.

„Durch die Corona-Krise sind Umsätze weggefallen, die nicht mehr aufzuholen sind. Erschwert wird dieser Wettlauf durch die geforderte Einhaltung von Hygienerichtlinien“, beschreibt Christian Buchen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat die Situation.

Er fordert: „Mit Stadtgutscheinen, welche die Bergisch Gladbacher in Geschäften oder online jetzt kaufen, können Sie in den nächsten Wochen und Monaten ihre Einkäufe erwerben oder Restaurantrechnungen begleichen.“

Wer subventionierte Stadtgutscheine erwirbt, spart 10 Prozent

Die Aktion soll zügig starten, am besten vor dem Weihnachtsgeschäft. Das Besondere: Mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 200.000 Euro soll die Stadt Bürgerinnen und Bürger animieren, Stadtgutscheine zu erwerben.

Wie das funktioniert? „Ganz einfach.“, erläutert Buchen, „Ein Stadtgutschein mit einem Wert in Höhe von 100 Euro kann für 90 Euro erworben werden, weil die Stadt 10% übernimmt. Auf diese Weise können Gutscheine im Wert von 2 Mio. Euro verkauft werden.“

Zur Wahrung der Chancengleichheit ist ein Maximalwert pro Person für den Kauf der rabattierten Gutscheine festzulegen. Auch der Einlösezeitraum für die von der Stadt subventionierten Stadtgutscheine soll kürzer sein.

Der Fraktionsvorsitzende, Dr. Michael Metten, ist überzeugt: „Mit diesem Konzept setzen wir das richtige Signal an Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger. Mit den Stadtgutscheinen können wir alle helfen, wieder anzukurbeln, was in Zeiten des Lockdowns nahezu zum Erliegen gekommen war.“

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8 Kommentare

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  1. Und was ist, wenn aus den 7,5 Mio kein Cent Umsatzsteigerung generiert wird?

    Man zahlt 90€ für einen 100€ Gutschein, für ein Teil, dass man sich sowieso kaufen wollte. Bringt Null Umsatz mehr beim Geschäft, nur 10€ Ersparnis beim Kunden, der die 10€ gerne für Notlagen auf Seite legt.

  2. Der Vorschlag von Gutscheinen ist grundsätzlich gut, aber auch keine neue Idee! DIE LINKE. hatte einen solchen Vorschlag schon im Mai 2020 gemacht, um die Folgen von COVID-19 einzudämmen. Bürgermeister Lutz Ubrach (CDU) hatte prompt eine abschlägige Antwort dazu gegeben. Jetzt kommt diese CDU dann selbst mit unserer Idee nach vorn. Von der LINKEN abgekupfert!

    Mit solchen Gutscheinen können regionale Wertschöpfungkreisläufe gestützt werden. Allerdings sind da 200..000 € bei der der großen Anzahl von Gewerbetreibende eher ein Tropfen auf den heissen Stein. Auch wenn sich 2 Mio € Umsatzsteigerung erstmal gut anhören ist das verteilt auf die Masse der Betriebe in Bergisch Gladbach verteilt tatsächlich fast nichts und nutzt niemanden wirklich! Wenn man eine solche Idee wirklich ernst meint, dann muss man auch ordentlich und beherzt in die Tasche greifen.

    DIE LINKE. RBK hatte schon im Mai 2020 für den ganzen Landkreis 15 Mio € für solche Gutscheine gerfordert. Das würde dann für Bergisch Gladbach ca. 7,5 Mio € kommunale Subvention bedeuten , was der regionalen Wirtschaft und der Sicherung der Arbeitsplätze tatsächlich nutzen würde, denn dann würden wir über mehr als.75.000.000 Mio € Umsatzsteigerung in BGL sprechen, die dann wirklich vielen Arbeitsplätzen und Betrieben helfen könnten. Der Vorschlag von Christian Buchen
    ist mit dem geringen Zuschuss von nur 200.0000 € tatsächlich eine halbherzige und aktionistische Wahlkampfshow und kann so nichts bewegen.

    Siehe Forderungen ür ein regionales Investitions- und Zukunftsprogramm im Bergischen Land von DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis: https://www.dielinke-rbk.de/nc/partei/aktuell/detail-aktuell/news/50-mio-e-fuer-ein-regionales-investitions-und-zukunftsprogramm-im-bergischen-land/

    Trotzdem Danke an Christian Buchen, dass sie bei uns abgeschrieben haben! DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis.

  3. Die CDU scheint ihren ordnungspolitischen Kompass verloren zu haben. Was für ein gigantischer bürokratischer Aufwand für ein kurzes komsumtives Strohfeuer! Diese 200.000 € Steuergelder sollten besser dafür eingesetzt werden, zusammen mit den Händlern etwas Nachhaltiges zu schaffen, wie der Anschub für eine digitale Plattform oder mehr Erlebnisqualität in unseren Einkaufszentren.

    ##### Hinweis ####

    Jörg Krell ist Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP bei der Kommunalwahl.

    Am 13. September wird der Stadtrat und der Bürgermeister neu gewählt, der Wahlkampf spiegelt sich auch in unserer Kommentarspalte. Im Sinne der Transparenz kennzeichnen wir die Kommentator:innen, die bei der Wahl antreten oder zu einem Wahlkampfteam gehören – soweit bekannt.

  4. Zunächst einmal kommt das Angebot wie ein Geschenk daher: “Gutscheine in Höhe von 200.000 EUR”, so geistert es seit Tagen durch die Gazetten. Dann wird klar, das nur 10% geschenkt sind, was man sich auch schon hätte denken können. Eine Stadt, die kein Geld besitzt, hat auch nichts zu verschenken. Die Formel, wie nun die CDU auf bis zu 2 Millionen Mehrumsatz für die Händler kommt, würde ich gerne kennenlernen.

  5. Effekt: in den großen Konsumtempeln bei den großen, meist auch online gut aufgestellten Ketten wird gekauft und gegessen wird dann überwiegend bei Mcdonalds. Das Ganze hat einen schönen optischen Effekt, verpufft aber in Bezug auf die “piefigen”, kleinen Läden und Restaurants in GL und Bensberg, Refrath usw. Insbesondere, da die angebotenen Produkte dort preislich auch nicht mit dem Onlineangebot oder den Handelsketten der Mode- und Elektrobranche konkurrieren können. Von Parkplätzen und sonstiger Infrastruktur mal ganz zu schweigen. Et is wie et is, Amazon und Konsorten sind der Gewinner der Krise und haben nur einen Zustand erschaffen, der in 3-5 Jahren sowieso eingetreten wäre. Von daher – happiness is just a click away.

  6. Wieviel Einnahmen sollen die Geschäfte denn generieren, damit die Ausgabe von 200.000,- € gedeckt ist? 2 Millionen Umsatz werden dafür nicht reichen. Eher braucht es wohl 10 Millionen zusätzlichen Umsatz, um in der Stadtkasse echte Mehreinnahmen von 200.000,- € verbuchen zu können. Weil das aber nicht machbar ist, wäre es nur Umverteilung und verdeckte Subvention. Dazu sehr ungerecht und teilweise wettbewerbsverzerrend, da nur wenige Firmen von Zahlungen profitieren, die alle Steuerzahler geleistet haben. Gerecht wäre eine Absenkung der Gewerbesteuer für alle.

  7. In welchen Geschäften soll das dann gelten? Auch Lebebnsmittel? Wahrscheinlich nicht, oder? Ich frage für eine, die nicht viel Kohle hat und von 90 Euro ca. 2 Wochen leben muss …