Der neu gegründete Verein „einfach gemeinsam e.V.“ hat die Eröffnung seines „Treffpunktes“ in einen ehemaligen Blumengeschäft in Heidkamp gefeiert. Der Verein setzt sich für die Inklusion von Menschen mit verschiedenen Behinderungen ein.

Der Verein „einfach gemeinsam e.V.“  ist ein ganz junger Verein. Gegründet wurde er von elf alten „Hasen“, die schon lange im Rheinisch Bergischen Kreis mit der Umsetzung der Inklusion vertraut sind. 

Dass es diesen Verein überhaupt gibt, wurde durch eine spontane Anschubförderung der Stadt Bergisch Gladbach möglich, vertreten durch die Behindertenbeauftrage Monika Hiller. Gefördert wurden die Kosten für Notar, Amtsgericht, Mitgliederversammlung, Büromaterial.  

Am 11. Mai war es dann soweit. „einfach gemeinsam“ war also ein richtiger Verein. 

Der Einladung zur Eröffnungsfeier des eigenen „Vereinsheims“ – genannt „Treffpunkt“-   in die kath. Kirche St. Josef sind auch in Corona Zeiten viele der geladenen Gäste gefolgt, darunter auch 

  • Landtagsabgeordneter Rainer Deppe, 
  • Landrat Stephan Santelmann,
  • Bürgermeister Lutz Urbach,
  • der Vorsitzende des Inklusionsbeirates der Stadt und des Behindertenbeirates des RBK Friedhelm Bihn.

In ihren Grußworten betonten die Redner, dass zur Umsetzung des Inklusionsgedankens in Bergisch Gladbach ein Verein wie „einfach gemeinsam“ dringend notwendig gewesen sei. 

Der ersten Beigeordneten und Kämmerer der Stadt GL und zukünftigen Bürgermeister Frank Stein zerschnitt das Band zum Eingang in den „Treffpunkt“ auf der Bensberger Straße 180.

Unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften wurde in dem Gotteshaus nicht nur ein ökumenischer Gottesdienst mit Pastoralreferent Stephan Zinnecker und Pfarrerin Jennifer Scheier gefeiert, sondern auch der offizielle Teil der Einweihung des „Treffpunktes einfach gemeinsam“.

In seiner Predigt brachte Pastoralreferent Stephan Zinnecker die Idee des Vereins auf den Punkt: die Herrichtung des „Treffpunktes“ habe gezeigt, dass der Name des Vereins offensichtlich vor allem auch sein Programm sei.     

Ein Vereinsheim im ehemaligen Blumengeschäft

Lange wurde vom Vorstand nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht. Gerade in Zeiten von Corona, in denen die Einsamkeit vieler Menschen groß ist, sind Räumlichkeiten, in denen die Hygienevorschriften eingehalten werden können, sehr wichtig.

Auch wenn sich nur kleine Gruppen treffen können, kann die Einsamkeit ein wenig gelindert werden. Das Ladenlokal des ehemaligen Blumengeschäfts Schrade auf der Bensberger Straße stand schon lange leer. 

Für den Verein der richtige Standort. Die Miete war irgendwie zahlbar, aber der Raum musste kernsaniert werden: Immissionsschutz, Lärmschutz und barrierefreier Umbau waren erforderlich.

Dies gelang mit Fördermittel verschiedener Stiftungen und mit mehr als 600 Stunden Eigenleistung durch Mitglieder, die handwerklich geschickt sind sowie mit befreundeten Handwerkern, die ehrenamtlich halfen. So entstand in 3 Monaten der jetzige „Treffpunkt einfach gemeinsam“.

Für die Mitglieder von „einfach gemeinsam“ ist Inklusion nicht nur ein interessantes und modernes Wort.  Nein, es ist für sie der Auftrag, dass Meschen, die „anders sind“, sich gegenseitig helfen, ins Gespräch kommen und sich so unterstützen.

Dazu gehört, dass sie gemeinsam Freizeit verbringen und damit zeigen, dass auch Menschen mit verschiedenen Behinderungsarten ein natürliches und selbstverständliches Leben in unserer Gesellschaft leben können, nach der Grundausrichtung Hilfe zur Selbsthilfe.

Umgesetzt werden kann dies nur durch ein freundschaftliche, wertschätzendes und von Respekt und Toleranz getragenes Miteinander. Die Basis dafür ist geschaffen und der junge Verein mit seinen nun schon fast 50 Mitgliedern kann nun Zug um Zug seine Aktivitäten durchführen. 

Mehr Informationen und eine Liste der Gründungsmitglieder finden Sie auf der Website.

einfach gemeinsam

ist ein Verein, der sich an Menschen ohne und mit Behinderung aller Art sowie mit chronischen Erkrankungen richtet. Gleichzeitig sieht er sich als Anlaufstelle, um die Arbeiter vieler Initiativen und Selbsthilfegruppe zu vernetzen.

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1 Kommentar

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  1. Ihr Lieben,
    schön zu sehen, dass ihr es geschafft habt !!!
    Ich komme zu euch, wenn ich geimpft bin oder einfach keine Angst beim Treffen haben muss ! Wann trefft ihr euch immer ?

    Liebe Grüße an alle, die mich kennen aus der früheren Inklusionsarbeit und alle anderen netten Menschen !

    Herzlichst
    Cornelia Stursberg