Foto: RBK/ Nina Eckardt

Bei der Digitalwerkstatt des Bildungsnetzwerks Rheinisch-Bergischer Kreis setzten sich Lehrkräfte schulformübergreifend mit dem Thema „YouTube-Videos im Fachunterricht“ auseinander. Sie möchten den Jugendlichen Medienkompetenz zur richtigen Einschätzung von Online-Inhalten vermitteln.

YouTube-Videos sind für viele Heranwachsende wichtige Medien: Informationen sind schnell zugänglich und Videoanleitungen zeigen Problemlösungen auf. Dies bietet Vorteile und kann gezielt im schulischen Unterricht eingesetzt werden.

Jelka Luckfiel und Maike Niermeyer von FILM+SCHULE NRW gaben Einblicke in die Produktion von Filmen für das Internet. Dabei betrachteten sie technische Mittel wie Schnitt und Ton, aber auch Aspekte wie Productplacement, die von Youtubern eingesetzt werden.

Foto: RBK/ Nina Eckardt

Das Feedback einer Teilnehmerin hierzu fiel eindeutig aus: „Die Jugendlichen sind uns zwar technisch oft ein Stück voraus, aber vielen fällt es schwer, Inhalte richtig einzuschätzen. Es ist daher wichtig, Medienkompetenz zu vermitteln.“

Die Lehrkräfte untersuchten Videos aus den Bereichen „Influencer und Werbung“ sowie „Infotainment“ unter vorgegebenen Aspekten. Anschließend produzierten die Lehrerinnen und Lehrer eigene Kurzvideos und lernten Methoden kennen, wie Schülerinnen und Schüler selbst Videos erstellen, um kreativ und eigenständig Sachverhalte erarbeiten und erklären zu können.

Dass dies Spaß macht und die Videos sowohl im Präsenz- als auch im Distanzunterricht gut eingesetzt werden können, um Unterrichtsinhalte digital zu vermitteln, zeigten die Rückmeldungen der Teilnehmenden.

Medienkritik und -reflexion waren weitere wichtige Aspekte dieser Digitalwerkstatt. „Der kritische Umgang mit digitalen Medien will gelernt sein – und der Aufbau entsprechender Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern ist für Lehrkräfte eine große Herausforderung“, erklärt Eva Kaufmann von der Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk.

„Besonders die fachkundig angeleitete Produktion eigener Videos kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Denn die Überlegungen, welche filmischen Mittel eingesetzt werden, um diesen oder jenen Effekt bei den Zuschauerinnen und Zuschauern zu erzeugen, sind eine gute Schule dafür, medial vermittelte Inhalte kritisch zu hinterfragen.“

Auch nach der Veranstaltung werden die Teilnehmenden der Digitalwerkstatt durch die Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk mit Materialien und nützlichen Informationen zu dem Thema versorgt. 

Die nächste Digitalwerkstatt zu dem Thema „Das Arbeiten mit Lernplattformen am Beispiel von Moodle“ findet am 2. November im Technologiepark Bensberg statt. Informationen zur Anmeldung sowie zu weiteren Veranstaltungen erhalten Interessierte hier.

Über die Digitalwerkstatt

Ziel der Digitalwerkstatt-Reihe der Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk des Rheinisch-Bergischen Kreises ist es, innovative Lernformen an Schulen in der Region zu fördern.

Außerdem stehen der fachliche Input im Themenfeld „Bildung in der digitalen Welt“ und der kollegiale Austausch von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften über Konzepte sowie Praxisbeispiele im Mittelpunkt.

Über FILM+SCHULE NRW

FILM+SCHULE NRW ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) mit dem Ziel, die digitale Filmkompetenz von Schülerinnen und Schülern im Fachunterricht und am außerschulischen Lernort Kino zu fördern. Weitere Informationen hier.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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