Kai Waldenberger. Foto: Roswitha Honnef

Bei der 1. Bundesliga hatte der TV Refrath einen starken Auswärtserfolg in Wittorf – obwohl viele gute Spieler nicht antreten konnten. Hier die Details zu den Erfolgen.

Der Auftakt in der ersten Bundesliga war auch auf Refrather Seite geprägt von ständig wechselnden Planungsszenarien. Viele Teams der Liga entschieden, ihre internationalen Spieler einfliegen zu lassen, um wettbewerbsfähig zu sein.

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Aufgrund des breiten Kaders an deutschen Spielern war es für den TV Refrath jedoch möglich, das erste Auswärtsspiel bei BW Wittorf ohne seine irischen Stars Nhat Nguyen und Sam Magee zu bestreiten. Auch der langzeitverletzte Jan Colin Völker sowie Carla Nyenhuis standen nicht zur Verfügung.

Mit einem Zähler wäre man in der Tat zufrieden nach Hause gefahren, dass es letztlich zwei wurden und der erste Saisonsieg eingefahren werden konnte, freute nicht nur Teammanager Heinz Kelzenberg, sondern die gesamte Mannschaft.

Einen tollen Einstand für ihren neuen Verein und zudem noch in der 1. Bundesliga feierte die 18-jährige Leona Michalski, die im Doppel an der Seite von Kilasu Ostermeyer vollends zu überzeugen wusste.

In den Herrendoppeln waren Max Schwenger/Raphael Beck einmal mehr sehr stark und holten den zweiten Punkt für Refrath, nachdem die beiden Einzelspezialisten Lars Schänzler/Brian Holtschke zuvor keine Mittel gegen ihre Gegner gefunden hatten.

Wittorf glich aus, nachdem Ann-Kathrin Spöri nach tollem Kampf mit 2:3 unterlegen war, doch der enorm selbstbewusst und sicher agierende Lars Schänzler sorgte erneut für die Führung.

Diese gab der TVR nicht mehr ab, zumal das Mixed Beck/Ostermeyer im fünften Satz gewinnen konnte. Brian Holtschke unterlag abschließend noch seinem sehr clever spielenden dänischen Gegner mit 1:3, so dass durch das Endergebnis von 4:3 für Refrath auch die Heimmannschaft einen Zähler für sich verbuchen konnte.

Am kommenden Samstag tritt der TVR in Jena beim Aufsteiger SV GutsMuths an.

2. Bundesliga: Starke Heimauftritte der Refrather Bundesligareserve

Nach den beiden Auftaktsiegen in Berlin freute man sich im Refrather Zweitligateam auf die beiden ersten Heimspiele in der Halle Steinbreche. Mehr als 100 Zuschauer schauten die Liveübertragungen der Begegnungen am heimischen Rechner, denn es war kurzfristig ein Zuschauerverbot ausgesprochen worden.

Immerhin waren am Wochenende mit dem 1.BV Mülheim und dem BC Hohenlimburg zwei der stärksten Teams der 2.Bundesliga zu Gast. Mülheim hatte sich aus finanziellen Gründen aus der 1.Liga zurückgezogen und tritt wie TVR 2 nun mit einem verjüngten Team aus deutschen Spielern an und der BC Hohenlimburg hatte die Vorsaison als Dritter beendet.

Am Samstag gegen Mülheim gab Kai Waldenberger sein Heimdebüt und neben den Stammspielern Christopher Klauer, Mark Byerly und Elias Beckmann war der noch 17-jährige Bennet Peters mit von der Partie. Ihr Heimdebüt gab Neuzugang Ella Diehl an der Seite von Jenny Karnott. Nur Denis Nyenhuis und Leons Michalski waren nicht mit von der Partie.

Es entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf mit vielen knappen Begegnungen, in denen der TVR sechsmal die Oberhand behielt und Mülheim nur das 2.Herreneinzel gewinnen konnte. Tags darauf spielte die 18-jährige Kölnerin Iya Gordeyeva für Ella Diehl und konnte ihre beiden Spiele mit Jenny Karnott siegreich gestalten.

Erwartungsgemäß waren gegen den Gegner die Doppeldisziplinen für den TVR deutlich schwerer zu gewinnen als die Einzelspiele. Diesmal war es Youngster Peters, der beim Stand von 3:3 den umjubelten Siegpunkt holen konnte. 

Durch die 6:1- bzw. 4:3-Erfolge ist Refrath 2 immer noch ungeschlagen und reist am kommenden Wochenende zu den Auswärtsbegegnungen nach Beuel und zum Aufsteiger 1.CfB Köln.

1. und 2. Bundesliga: Erneut ohne Top-Stars zum Auswärtsspiel

Zum ersten Mal in der Geschichte des TV Refrath spielt eine Mannschaft am kommenden Wochenende im thüringischen Jena, wo der heimische SV GutsMuths nach der letzten Saison in die 1.Bundesliga aufgestiegen ist.

Auch diesmal verzichtet der TVR auf internationale Spieler, so dass es zu der in der 1.Bundesliga seltenen Konstellation kommen wird, dass nur deutsche Spieler aufeinandertreffen. Jena setzt fast vollständig auf sein ehemaliges Zweitligateam und Refrath vertraut weitestgehend dem Kader, der den Sieg in Wittorf hatte einfahren können. 

Für Raphael Beck rückt Denis Nyenhuis ins Team und an der Seite von Ann-Kathrin Spöri wird Carla Nyenhuis dabei sein. Alles andere als ein Sieg für den TV Refrath wäre eine große Überraschung.

Die 2.Mannschaft des TV Refrath tritt erneut zu einem Doppelspieltag an und spielt in Beuel sowie beim Aufsteiger aus Köln.

Westdeutsche Nachwuchsmeisterschaften in Mülheim

Die Westdeutschen Nachwuchsmeisterschaften sind abgesagt worden.

Am Freitag hätte es losgehen sollen. Die Westdeutschen Meisterschaften U11-U19 sollten, verteilt auf 3 Tage, in Mülheim an der Ruhr ausgetragen werden. Mit insgesamt 33 qualifizierten Spielern wäre der TV Refrath vermutlich der zahlenmäßig stärkste Verein, doch der coronabedingte Zeitplan hätte es sinnvollerweise verhindert, dass das gesamte Team zeitgleich in der Halle ist.

Ob das Ergebnis des Vorjahres hätte erreicht werden können, bleibt fraglich. Im November 2019 fuhren von 38 Teilnehmern sensationell 22 mit mindestens einer Medaille nach Hause.

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