Am Mittwoch sind nach Angaben der Kreisverwaltung im Rheinisch-Bergischen Kreis 25 positive Corona-Tests registriert worden, die 7-Tages-Inzidenz erhöhte sich nur leicht. In einer Gemeinschaftsunterkunft gab es einen zweiten Fall.

Von den 25 neuen Fällen wurden am Mittwoch jeweils sechs in Bergisch Gladbach, Leichlingen und Odenthal, jeweils zwei in Rösrath und Wermelskirchen und jeweils einer in Burscheid, Kürten und Overath gemeldet, teilte das Gesundheitsamt mit.

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Die 7-Tages-Inzidenz gibt der Kreis mit 63,5 an. Das sind 1,1 Fälle mehr als am Dienstag. Für die Stadt Bergisch Gladbach ergibt sich wie am Vortag eine Inzidenz von 63,4. Damit haben sich die Werte für die Großstadt und die sehr viel kleineren Kommunen im Umland angeglichen, der starke Anstieg des wichtigen Kennwerts scheint vorerst gestoppt.

Gleichzeitig wurden 18 weitere Personen als genesen eingestuft, damit sind 235 Personen aktuell infiziert. sieben mehr als am Dienstag. Es befinden sich 926 Personen in Quarantäne, das sind 87 mehr als am Vortag. 

In den Krankenhäusern des Kreises werden derzeit sieben Corona-Patienten stationär behandelt (Vortag: zehn), davon befinden sich drei auf der Intensivstation (Vortag: vier).

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziert7-T-Inzidenz*
Bergisch Gladbach6510173969763,4
Burscheid1621529k.A.
Kürten16504421k.A.
Leichlingen610908029k.A.
Odenthal64913216k.A.
Overath19527716k.A.
Rösrath211109120k.A.
Wermelskirchen2130310027k.A.
RheinBerg2511312487223563,5

*Hinweis der Redaktion: Die 7-Tage-Inzidenz weist die Zahl der Fälle der vergangenen Woche je 100.000 Einwohner aus. Wir geben sie nur für den gesamten Kreis und für die Stadt Bergisch Gladbach aus; bei Städten mit sehr viel weniger Einwohnern führen solche Berechnungen schon bei geringen Fällen zu starken Ausschlägen.

Weiterer Fall in Gemeinschaftsunterkunft

In der städtischen Gemeinschaftsunterkunft P7 Pérenchiesstraße in Overath ist am Mittwoch eine zweite Person positiv getestet worden, berichtet das Gesundheitsamt. Zudem gebe es bei zwei weiteren Personen coronaverdächtige Symptome.

Daher habe das Gesundheitsamt die gesamte Unterkunft unter Quarantäne gestellt. Die Ergebnisse einer Testaktion liegen noch nicht vor.

Testlabore benötigen mehr Zeit

Von der Testaktion in der Evangelische Kindertageseinrichtung Heisterbusch, in der ein Fall gemeldet worden war, liegen laut Gesundheitsamt zwar erste Resultate vor; wie sie ausgefallen sind, will der Kreis aber erst mitteilen, wenn alle Ergebnisse da sind.

Die „überall sehr hohen Fallzahlsteigerungen“ hatten erneut dazu geführt, dass die Labore wieder mehrer Tage zur Auswertung der Proben benötigen. Darauf habe das Gesundheitsamt keinen Einfluss, erläutert die Kreisverwaltung.

Landeszentrum Gesundheit nennt andere Zahlen

Zuvor hatte das Landeszentrum Gesundheit NRW für den Mittwoch deutlich höhere Fallzahlen für Rhein-Berg gemeldet, obwohl es auf die Daten der Kreisverwaltung zurückgreift. Der Kreis hatte am Montag seine Meldezeiträume umgestellt, offenbar gibt es bei der Synchronisierung der Meldesysteme noch Übergangsprobleme, erläutert Birgit Bär, die Sprecherin des Krisenstabs beim Kreis. Bis die 7-Tages-Inzidenz beim Land und beim Kreis übereinstimmten müsse der 7-Tage-Zyklus einmal durchlaufen werden.

Die Zahlen des Landeszentrums sind für die Einstufung eines Landkreises als Risikogebiet maßgeblich; derzeit liegt Rhein-Berg ohnehin deutlich über der Schwelle von 50 Fällen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Liebe Redaktion,
    Ich finde in-gl super!! Vielen Dank für die tolle Berichterstattung und die übersichtliche Aufmachung :-)
    Einen guten Freitag und herzliche Grüße, Susanne B.

  2. Sehr geehrte Frau St., 63,5 ist die korrekte und aktuelle, heute vormittag vom Kreis gemeldete Inzidenz. Vor ein paar Tagen lag diese Zahl im Kreis noch deutlich niedriger, wie Sie der Grafik ganz oben entnehmen können.

    Wir hatten heute früh über die Zahlen berichtet, die das Landeszentrum Gesundheit NRW ausweist. Die sind in der Tat höher (aber nicht aktuller). Warum Kreis und Lande unterschiedliche Zahlen haben, haben wir in diesem Beitrag ebenfalls erläutert, weiter unten. Dort steht:

    „Zuvor hatte das Landeszentrum Gesundheit NRW für den Mittwoch deutlich höhere Fallzahlen für Rhein-Berg gemeldet, obwohl es auf die Daten der Kreisverwaltung zurückgreift. Der Kreis hatte am Montag seine Meldezeiträume umgestellt, offenbar gibt es bei der Synchronisierung der Meldesysteme noch Übergangsprobleme, erläutert Birgit Bär, die Sprecherin des Krisenstabs beim Kreis. Bis die 7-Tages-Inzidenz beim Land und beim Kreis übereinstimmten müsse der 7-Tage-Zyklus einmal durchlaufen werden.“

    Das Datum der Veröffentlichung haben wir nicht geändert.

  3. Dieses Bürgerportal schätze ich sehr, jedoch fällt mir immer wieder auf, dass nicht immer die aktuellsten Zahlen verwendet werden. Hier in diesem Artikel wird noch die Inzidenz von vor ein paar Tagen als aktuelle Zahl genannt: für den Kreis 63,5.

    In einem Artikel von heute, der in der Chronologie der neusten Nachrichten vorher veröffentlicht wurde: https://in-gl.de/2020/10/22/38-corona-faelle-am-mittwoch-in-rheinberg/ liegt die Inzidenz für den Kreis heute bei 64,6.

    Leider wird dadurch der Ernst der Situation verwässert, denn ein Leser, der die Artikel nicht regelmäßig verfolgt, kann nicht mehr erkennen, dass die Zahl in diesem Artikel bereits ein paar Tage alt ist, denn das Datum der Veröffentlichung wurde auf heute geändert.