Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis finden Sie hier: neue Zahlen, Regeln, Reaktionen und Ereignisse. Die Seite aktualisiert sich nicht automatisch.

  • Zwei Kitas in Bergisch Gladbach bleiben in Quarantäne
  • Merkel begründet harte Regeln ab dem 2. November
  • Gastronomie, Sport, Veranstalter, Kosmetikstudios betroffen
  • Deutlich mehr Patienten in Kliniken in RheinBerg
  • GFO und EVK halten ausreichen Intensivbetten vor
  • Inzidenz in Stadt und Kreis steigt weiter

+ 18:40 IHK fordert Hilfe für regionale Wirtschaft +

Nicole Grünewald, Präsidentin der IHK Köln hat Verständnis für die neuen Regeln, krtisiert aber, dass mit „flächendeckenden Schließungen wieder Gastronomie, Tourismus und Eventbranche lahmgelegt sind.“ Betriebe, die investiert hätten, um zum Beispiel Lokale winterfest zu machen, würden von den pauschalen Verbote getroffen, „viele unserer Unternehmen bringt das in existenzielle Nöte.“ Nun sei „zügige, eindeutige und unbürokratische Hilfen“ nötig. Darlehen seien bei einem Berufsverbot keine Lösung. Zudem werde ein Unternehmerlohn dringend benötigt.

+ Anzeige +

+ 18:05 Lagezentrum RheinBerg „belastet, aber nicht überlastet“+

Die Sprecherin des Krisenstabs des Rheinisch-Bergischen Kreises, Birgit Bär, tritt dem Eindruck entgegen, das Lagezentrum des Gesundheitsamtes sei so stark überlastet, dass es bei der Kontaktverfolgung nicht mehr hinterher komme.

Richtig sei, dass am Dienstag zunächst zwei Kitas in Bergisch Gladbach (Bewegungskindergarten im Flicflac, Fröbel-Kindergarten „Pusteblume“) vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden waren. Bei der Nachverfolgung am Mittwoch habe sich gezeigt, dass aufgrund von gruppenübergreifenden Angeboten keine Differenzierung zwischen Kontaktpersonen 1. und 2. Grades möglich ist, daher bleiben die gesamten Einrichtungen geschlossen.

Diese Differenzierung der Kontaktpersonen betreibt das Gesundheitsamt weiter, damit möglichst nur einzelne Klassen oder Gruppen unter Quarantäne gestellt werden müssen. Von gruppenübergreifenden Angeboten rät das Gesundheitsamt seit längerem ab.

Das Lagezentrum werde gerade neu organisiert, um die steigende Zahl der Fälle besser bewältigen zu können. Seit Anfang der Wochen erhalten Personen, deren Test negativ ausfiel, keine direkte Mitteilung des Gesundheitsamtes. Zudem werden die Eltern bei betroffenen Kitas und Schulen nicht einzeln informiert, sondern per Elternbrief über die Einrichtungsleitungen.

Außerdem wird das Lagezentrum ständig aufgestockt: in den vergangenen zwei Wochen seien 48 neue Mitarbeiter:innen eingestellt und zehn Bundeswehrsoldat:innen eingearbeitet worden. Weitere Einstellungen sollen folgen.

Am Bürgertelefon gebe es aufgrund der Vielzahl von Anfragen noch Engpässe, hier könnten aber nur erfahrene Mitarbeiter:innen eingesetzt werden. Insgesamt sei das Lagezentrum zwar stark belastet, „aber nicht überlastet“, sagt Bär.

Hinweis: Anlaufstellen und Infoquellen finden Sie hier. Das Interview mit Erik Werdel, Leiter des Krisenstabs, können Sie hier nachlesen.

+ 17:50 Kein Alkoholverbot in Bergisch Gladbach am 11.11. +

Ein Alkoholverbot zum Karnevalsauftakt am 11.11. wie in Köln droht Bergisch Gladbach derzeit nicht. “Dies ist derzeit kein Thema”, erklärte der Pressesprecher der Stadt, Martin Rölen, auf Anfrage des Bürgerportals.

Zum Hintergrund: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte gestern ein Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten zum Karnevalsauftakt ausgesprochen. Man wolle Hochburg der Infektionen statt Hochburg der Infektionen sein, hieß es.

+ 17:40 Beratungen beendet, Merkel vor der Presse +

Die etwas weiter unten aufgeführten Punkte wurden bestätigt. Merkel kündigt an, dass die Unternehmen, die schließen müssen, finanziell entschädigt werden.

+ 16:30 Bund und Länder legen neuen Regeln fest +

Bund und Länder beraten über neue Regeln, die nun schon ab dem 2. November bundesweit gelten sollen. Davon betroffen sind vor allem Gastronomen, Veranstalter und Sportler. Kanzlerin Merkel und die Länderchefs verhandeln noch, die ARD berichtet über erste Vereinbarungen. Die Details:

  • Gastronomiebetriebe müssen vom 2. bis 30.11. schließen. Ausgenommen sind Lieferung und Abholung von Speisen, ebenso Kantinen.
  • Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios schließen.
  • Friseursalons und Physiotherapeuten dürfen weiter arbeiten.
  • Der Einzel- und Großhandel bleibt geöffnet. In den Geschäften dürfen sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten, in der Beschlussvorlage des Bundes war noch von 25 Quadratmetern die Rede.
  • Betroffene Firmen sollen große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzt bekommen. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 erhalten, größere Betriebe bis zu 70 Prozent. Dafür stehen bis zu 10 Mrd. Euro bereit.
  • Freizeit- und Unterhaltungsveranstaltungen werden untersagt, Theater, Opern oder Konzerthäuser schließen
  • Der Mannschaftssport im Freizeit- und Amateurbetrieb wird untersagt, nur Individualsport blelibt erlaubt.
  • Profisport soll im November ohne Zuschauer stattfinden.
  • Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben. Die Länder sollen dort weitere Schutzmaßnahmen einführen.
  • Gottesdienste bleiben erlaubt.
  • Maximal zehn Personen aus zwei Hausständen dürfen sich im Freien treffen. Das ist bei einer Inzidenz von über 35 ohnehin schon so.

+ 12:15 Deutlich mehr Patienten, aber genug Intensivbetten +

Laut Gesundheitsamt befinden sich derzeit 21 Corona-Patienten in einem der vier Krankenhäuser im Kreisgebiet. In der vergangenen Woche hatte das Gesundheitsamt noch Zahlen im niedrigen einstelligen Bereich gemeldet. Zum Höhepunkt der 1. Coronawelle Mitte April hatte der Kreis in der Spitze 27 Corona-Patienten in den Krankenhäusern gemeldet; danach war die Zahl wieder zurück gegangen. 

Nach Auskunft der GFO-Kliniken und des EVK stehen ausreichend Intensivbetten bereit – und auch die Fachkräfte zur Versorgung der Patienten. Die genauen Zahlen finden Sie in diesem Beitrag.

Ein Bett auf einer Intensivstation im MKH

+ 10:30 38 neue Fälle +

Für Dienstag meldet das Gesundheitsamt für den Rheinisch-Bergischen Kreis eine weiter hohe Zahl von positiven Corona-Tests. Knapp zwei Drittel der Fälle wurden in Bergisch Gladbach registriert. In Kreis und Stadt steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter. Alle Details finden Sie hier.

38 weitere Personen als genesen, 472 Personen sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.162 Personen in Quarantäne, 64 mehr als am Vortag. 

Die aktuellen Zahlen im Überblick (28.10.)

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziert7-T-Inzidenz*
Bergisch Gladbach2366818456194145,5
Burscheid19416231
Kürten28605630
Leichlingen214419350
Odenthal05914018
Overath313228347
Rösrath4146010046
Wermelskirchen3170311156
RheinBerg381499261001472132,3

+ 10:25 Kitas und Flüchtlingsheim unter Quarantäne +

Zum Corona-Fall in der Bergisch Gladbacher Flüchtlingsunterkunft in der Jakobstraße macht das Gesundheitsamt keine weiteren Angaben. Hier läuft eine Testaktion, Ergebnisse sind nicht bekannt. Die Unterkunft war am Montagabend unter Quarantäne gestellt worden.

Auch zu den Tests in den betroffenen Kitas liegen keine weiteren Informationen vor. Im Bewegungskindergarten im Flicflac und im Fröbel-Kindergarten „Pusteblume“ waren je ein Fall gemeldet worden. Beide waren zunächst vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden, da das Gesundheitsamt in der Kürze der Zeit nicht in der Lage war, eine Differenzierung nach Kontaktpersonen 1. und 2. Grades vorzunehmen.

+ 10:20 Kita in Overath betroffen +

In der Kindertagesstätte „Der bunte Luftballon“ in Overath ist eine Person aus der Mitarbeiterschaft positiv getestet worden, meldet das Gesundheitsamt. 20 Personen aus der Mitarbeiterschaft und den Kindern wurden als Kontaktpersonen 1. Grades ermittelt. Da es keine gruppenübergreifenden Angebote gibt wurde nur die betroffene Gruppe geschlossen.

+ 09:10 RKI meldet Rekordzahl bei Infektionen, R-Wert sinkt +

Das Robert Koch-Instituts hat 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, mehr als jemals seit Beginn der Pandemie. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 93,6. Die Reproduktionszahl sank am Dienstag von 1,37 auf 1,17. Alle Details im RKI-Tagesbericht (pdf)

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.