Wuchtig, markant, kräftig und in gewisser Weise auch bedrohlich ist der Anblick der figürlichen Darstellung eines Arbeiters, die mittlerweile auch über Bergisch Gladbach hinaus als „Hammermann“ bekannt ist. Weniger bekannt ist der Mann, der den Hammermann und einiges mehr in Bergisch Gladbach geschaffen hat – und mit Nazi-Kunst nichts zu tun hatte.

Es dürfte sich um die Darstellung eines (nicht nationalsozialistischen) Schmieds handeln, der in der Hauptsache mit einem Lendenschurz und schweren Stiefeln bekleidet, einen Vorschlaghammer geschultert hat. 

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Von 1936 bis zum Freitag den 14.12.2018 stand er eindrucksvoll über dem Haupteingang des ehemaligen Arbeitsamtes in der Hauptstraße 310 in Bergisch Gladbach. Nachdem nun das Gebäude, welches, zwischenzeitlich auch als Archivgebäude genutzt, zugunsten einer Wohnbebauung abgerissen wurde, war es geradezu eine Pflicht, zumindest diese Skulptur vor der Abrissbirne zu retten.[1] 

Der Plan war, dem Hammermann nicht in einem privaten Garten, sondern auf der Grünfläche vor der Agentur für Arbeit, Bensberger Straße 85 in Bergisch Gladbach, ein neues Zuhause zu geben. 

Zwei Stunden Steinmetzarbeit waren notwendig, um diese Figur von ihrem alten Standort zu lösen und an Gurten befestigt mittels eines Krans auf einen Transporter zu hieven, der sie zu einer Restaurierungswerkstatt bringen sollte.

Natürlich war klar, dass der Zustand der cirka 750 Kilogramm schweren Figur nach über 80-jähriger Existenz im Freien nicht mehr der Beste sein würde. Der Hammerkopf war längst abgebrochen und einige Altersrisse durchzogen den aus Ettringer Tuff gefertigten Korpus. Es brauchte deshalb auch nur ca. 200 Meter Fahrt auf der Ladefläche, bis der Körper in sich zusammenfiel.

Nun galt es ihn aus den in der Restaurierungswerkstatt angelieferten Bruchstücken mit Hilfe von Spezialkleber wieder zusammenzufügen. Außerdem hat man aus Weiberner Tuff sowohl den Hammerkopf als auch den Ellbogen des rechten Armes wieder bildhauerisch ergänzt. Eine Puzzlearbeit, die gut zwei Monate dauern sollte. 

Zwischenzeitlich wurde mit der Agentur für Arbeit vereinbart, dass der Hammermann nicht mehr im Freien, sondern aus Sicherheitsgründen nur noch im Inneren bzw. im Foyer der Agentur aufgestellt werden sollte. Dafür musste zuerst ein statisches-, dann ein feuerpolizeiliches und zuguterletzt ein Fluchtwege-Gutachten eingeholt werden, um den neuen Standort realisieren zu können. 

Am 11. September war es endlich soweit. Die Arbeiter-Skulptur wurde wieder per Transporter zur Agentur für Arbeit angeliefert, mit Hilfe eines Handhubwagens in das Foyer gefahren und an der zuvor bestimmten Stelle aufgerichtet.

Ende Oktober 2020 wurde eine „Feinrestaurierung“ vor Ort vorgenommen, d.h., es wurden im Bereich der Bruchgrenzen zahlreiche, teils tiefgreifende Fehlstellen und Ausbrüche wieder mit Steinersatzmörtel aufgefüllt.

Die Ausbrüche am Rücken, bzw. auf der Rückseite der Skulptur erhielten nur einen aus Kalkmörtel bestehenden Kernaufbau zur Stützung und Schließung der Steinsubstanz, ohne eine unversehrte Oberfläche darzustellen.

Der Hinterkopf blieb sogar ohne Ergänzung, um, bei genauer Betrachtung, die Schadensgeschichte der Skulptur zu verdeutlichen. Dies betrifft z.B. auch die feinen Risse auf der Vorderseite des Kopfes, die ebenfalls ganz bewusst nicht verfüllt wurden.[2]

Was macht der Hammermann in der Agentur für Arbeit?

Nun müsste man vor Ort nur noch ein Schild aufstellen und kurz erläutern, warum dieser Hammermann im Foyer der Agentur für Arbeit steht und wer der Bildhauer war, der diesen Arbeiter aus dem Stein herausgemeißelt hat.

Die Vorstellung der Agentur und des Jobcenters Rhein-Berg ist allerdings jene, die „Arbeit sichtbar machen“ zu wollen. In diesem Zusammenhang soll die Arbeiterfigur mit einem Hintergrund verbunden werden, der die Entwicklung und die Vielfalt von Arbeit widerspiegelt.

In der Verbindung mit moderner Technik soll dann ein anregender „Spannungsbogen“ rund um das Thema „Arbeit“ entstehen. So können Besuchende schon beim Betreten der Eingangshalle dazu angeregt werden, sich mit dem stetigen Wandel der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Und möglicherweise entsteht dadurch sogar eine andere Bereitschaft zur eigenen beruflichen Neu- oder Umorientierung.[3]

Hierzu gibt es bereits erste entwurfliche Überlegungen. Auf dieser Hintergrundfolie würde dann auch eine Kurze Erläuterung zur Geschichte der Skulptur und ihren Schöpfer untergebracht sein. 

Wer aber ist der Schöpfer des Hammermanns?

Prof. Wolfgang Wallner[4] wurde am 24.04.1884 in Sankt Wolfgang, Markt 29, im Salzkammergut (Oberösterreich) als sechstes von insgesamt sieben Kindern des Konditormeisters Johann Paul Wallner und dessen Ehefrau Adelheid geb. Beer geboren.[5] Zusammen mit seinen sechs Geschwistern wuchs er inmitten einer herrlichen Bergwelt auf.

Schon als Kind hegte er den Wunsch Bildhauer zu werden. Es muss vor allem das Schnitzwerk des Pacheraltars in seiner Heimatkirche St. Wolfgang gewesen sein, welches ihn schon sehr früh hat bewusst werden lassen, auch so etwas machen zu wollen.

Nach der Schulausbildung fanden die Eltern in Salzburg eine geeignete Lehrstelle, wo er von 1900 bis 1904 zum Holzbildhauer ausgebildet wurde. Gleichzeitig besuchte er die dortige Staatsgewerbeschule. Die Arbeit bei seinem Lehrherrn Konrad Rohatschek muss eine vielseitige und interessante Tätigkeit gewesen sein, da er im Berufsalltag nach entsprechenden Vorlagen z.B. Möbel auszuschmücken, dekorativ ausgestaltete Wandverkleidungen herzustellen, aber sicherlich auch Figürliches und vieles andere in Handarbeit aus den unterschiedlichsten Holzblöcken herauszuarbeiten hatte. 

Beste Empfehlungen und ein Staatsstypendium zur Weiterbildung führten ihn von 1904 bis 1906 an die Holzfachschule in Hallstatt (Bezirk Gmunden/Oberösterreich).[6] Dort verfeinerte er sein Können in der Holzbildhauerei, widmete sich allerdings ebenso erfolgreich der Gestaltung von Porträts.

Aufgrund seiner Leistungen erhielt er 1906 wiederum ein Staatsstypendium für das Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seine wichtigsten Lehrer waren der Holzschnitzer Prof. Hermann Klotz (1850-1932) und der Bildhauer Prof. Franz Barwig (1868-1931).

Die Tatsache, dass er nach dem Abschluss seines regulären Studiums im Jahre 1911 noch für ein Jahr als Meisterschüler bei Prof. Barwig seine künstlerischen Anlagen und Fähigkeiten weiterentwickeln konnte, zeigt, dass er sein Bildhauerstudium nicht nur mit überdurchschnittlichen Leistungen absolviert hatte, sondern von der Kunstauffassung seines Meisters überzeugt war.

Prof. Barwig war nicht nur einer der wichtigsten österreichischen Bildhauer zur Zeit des Jugendstils, sondern ein Künstler, der stets versuchte, die Elemente der Moderne mit der Tradition zu vereinen.

Während seiner Studienzeit befreundete sich Wallner mit Max Domenig, der ebenfalls ein Schüler von Klotz und Barwig gewesen war. Als Domenig für eine Marmorstatuette nicht nur einen Preis, sondern auch noch ein größeres Stipendium erhalten hatte, richtete er sich zusammen mit Wallner ein Atelier im 3. Bezirk in Wien ein.

Wallner verkaufte gut, auch der österreichische Staat kaufte verschiedene Werke an und die Teilnahme an einer Kollektivausstellung in Budapest waren die ersten Erfolge des jungen freischaffenden Künstlers. Sein Atelierpartner Domenig notierte damals in sein Tagebuch: „Die Arbeitsgemeinschaft lief gut und es wäre sicherlich auch etwas daraus geworden, wenn Wallner nicht 1912 nach Köln berufen worden wäre.“

1912 wurde er vom Direktor der Kölner Werkschulen, dem Maler Emil Thormählen, nach Köln berufen, wo er nun als Lehrer mit der Einrichtung einer Bildhauerklasse betraut wurde.

Von 1915 bis 1918 musste Wallner in Österreich seinen Kriegsdienst ableisten. Er wurde Soldat beim k. u. k. Infanterieregiment „Erzherzog Rainer“ Nr. 59, welches als das sog. Salzburger Hausregiment bezeichnet und vor allem für Zivildienste eingesetzt wurde.

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges unterstand er dem Kommando eines Hauptmanns auf der Festung Hohensalzburg, die damals als Depot und Kaserne genutzt wurde. Auch dort fand er die Zeit, sich künstlerisch betätigen zu können.[7]

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er wieder nach Köln zurück und widmete sich erneut seinen künstlerischen Ideen und Fähigkeiten. In dieser Zeit entstand eine Reihe von verschiedenen Arbeiten.

Verschiedene Arbeiten in Bergisch Gladbach

Für Bergisch Gladbach schuf er 1920 für den Evangelischen Friedhof auf dem Quirlsberg die Grabanlagen der Familien Poensgen und Wachendorff.

Bei der Grabstätte Poensgen handelt es sich um vier schlichte Kissensteine (75/45 cm) die auf der Schauseite ihre Betextung tragen.

Die Grabstätte Wachendorff stellt eine cirka 2,35 Meter hohe Grabwand dar, die über einem viertelkreisförmigen Grundriss entwickelt ist. Auf der Innen- bzw. Schauseite akzentuiert eine fast lebensgroße Figur die Betextung. Es handelt sich um Thanatos, der in der griechischen Mythologie als Gott des Todes bezeichnet wird. Er stützt sich auf eine umgedrehte aber noch lodernde Fackel, um diese, gleich dem Leben eines Menschen, zu löschen.

1921 heiratet er die in der Nähe von Köln lebende Elvira Willmen, mit der er zwei Töchter bekommt. 1923 wird er unter dem damaligen Oberbürgermeister von Köln Dr. Konrad Adenauer zum Professor an den Kölner Werkschulen ernannt.

Ein Denkmal für Max Bruch

1935 ist er erneut für Bergisch Gladbach tätig, als er das Max-Bruch-Denkmal zu fertigen hatte.[8] 

Zu jener Zeit plante der Architekt Wilhelm Neumann[9] auch das Arbeitsamt, welches ein Jahr später in der Hauptstraße 310 errichtet wurde. Der Architekt war der Ansicht, dass das Portal „mit einer figürlichen Darstellung, die irgendwie den Sinn der Arbeit symbolisiert“ bekrönt werden sollte.[10] 

Beauftragt wurde dafür Prof. Wallner, der einschließlich Modellkosten 2050 Reichsmark (RM) veranschlagte. Da der ursprüngliche Haushaltsansatz für die Baumaßnahme allerdings überschritten wurde, bat der Präsident des Landesarbeitsamtes Rheinland, dass bei der „künstlerischen Figur am Eingang des Arbeitsamtes eine Einsparung zu erzielen sei“.

Wallner war bereit, sein ursprüngliches Angebot von 2050 RM auf 1600 RM zu ermäßigen. Eine weitere Reduzierung dieser Summe war aber für ihn nicht möglich, „wenn eine gute Plastik geschaffen werden soll, die zeitlebens ihren Wert behält“.[11] 

Wallner schuf damals nicht nur den „Hammermann“ (im Übrigen ohne Hakenkreuz!), sondern realisierte annähernd zeitgleich, und ebenfalls als „Symbol der Arbeit“ einen „Blechwalzer“ für die Stahlwerke in Bochum.[12]

1940 sollte in Köln die Internationale Verkehrsausstellung (IVA) stattfinden. Wallner war mit der Leitung der gesamten künstlerischen Ausgestaltung dieser Messe beauftragt worden. Er hatte schon eine 5 Meter hohe Figurengruppe begonnen, die mit ihrer allegorischen Darstellung die Verkehrselemente symbolisieren sollte, als die gesamte Ausstellung dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. 

Während der Kriegszeit war die Auftragslage für Wallner nicht die Beste. Oft weilte er während dieser Zeit zusammen mit seiner Familie in Sankt Wolfgang. Mitte 1944 musste er kriegsbedingt die Kölner Werkschulen schließen.

Der „Blechwalzer“ für die Stahlwerke in Bochum

Erst im Oktober 1945 kann die Familie Wallner wieder in ihr unzerstört gebliebenes Haus „Auf dem Römerberg“ in Köln zurückkehren. Dort konnten sie allerdings zunächst nur einen unbesetzt gebliebenen Raum nutzen, da die übrigen Zimmer vom Wohnungsamt der Stadt Köln an Familien vergeben waren, die ihre Wohnungen durch die Kriegszerstörungen verloren hatten.[13]

Am 18.12.1946 eröffnete Wallner wieder die Kölner Werkschulen und nahm auch seinen Unterricht in der Bildhauerei und dem plastischen Gestalten bis zu seiner Pension im Jahre 1950 erneut auf. Sein Schaffensprozess ist damit aber noch nicht beendet – gemäß seinem überlieferten Ausspruch: „Wenn man nicht mehr arbeitet, lebt man nicht mehr.“

Eine Herz-Jesu-Figur für St. Laurentius

So wird er 1960 noch einmal für Bergisch Gladbach tätig, als er für die St.-Laurentius-Kirche eine Herz-Jesu-Figur einschließlich zwölf Bronzeleuchter fertigt. Diese in einer Gebetsecke im nördlichen Seitenschiff aufgestellte Statue hat er in Bronze gießen lassen.

Zunächst war nur an ein Relief (ca. 60/60 cm) aus Gußeisen gedacht. Letztlich überzeugte aber eines der beiden von Wallner gefertigten Gipsmodelle, die er für die Herz-Jesu-Figur geschaffen hatte.

Jahre später ist diese Figur zugunsten der Aufstellung eines im 15. Jahrhundert gefertigten Vesperbildes entfernt und in einem Abstellraum unter der Orgelempore der St.-Laurentius-Kirche eingelagert worden. Die zwölf Bronzeleuchter sind allerdings noch vor Ort vorhanden. 

Am 29.01.1964, drei Monate vor der Vollendung seines 80.Lebensjahres, stirbt er nach kurzer Krankheit in Köln. Sein Grab befindet sich auf dem Südfriedhof.

Über Wallners künstlerisches Werk

Überblickt man Wallners Schaffen, lässt sich durchweg ein plastischer Realismus lokalisieren, der aber mit einer Kopie der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat. Wallner schaffte es, bei seinen Werken das Individuelle oder das Typische, d.h., das Allgemeingültige vor allem durch die Sichtbarmachung der Bedeutung einer Geste oder Ausdruckshaltung herauszuarbeiten.

Gerade beim Hammermann wird dieser künstlerische Ansatz besonders deutlich, indem nicht eine Kopie der Wirklichkeit eines Schmieds zum Thema wurde, sondern für ihn die Sichtbarmachung der Ausdruckskraft dieser Figur aus dem Stein zu meißeln war.

Wallner war ein naturverbundener, bescheidener und charmanter, aber absolut willensstarker Mensch gewesen. Deshalb war es für ihn auch konsequent, dass er die Stilmerkmale aller –ismen ablehnte, etwa den Futurismus, Surrealismus, Expressionismus oder den zu seiner Anfangszeit in Köln agierende Dadaismus.

Und auch mit einer vom Nationalsozialismus geprägten Kunstauffassung hatte Wallner nichts zu tun! Er war kein Avantgardist, keiner der des Neuen wegen unbedingt Neues schaffen wollte, sondern der vielmehr von der Idee beseelt war, das Ganzheitliche, das harmonische, oder das Beglückende eines darzustellenden Ausdrucks formen zu wollen.

Abgesehen von einigen Frühwerken seiner Wiener Zeit, in denen noch die Elemente des Jugendstil festzustellen sind, ist er über die Jahrzehnte seines Schaffens hinweg – zugunsten des jeweiligen Motivs – zu einer leicht abstrahierenden, vereinfachenden Form herangereift, was als das Kennzeichen und die eigentliche Größe von Prof. Wallners Stil festgehalten werden darf. 

Wallner führte unzählige Arbeiten für öffentliche und private Auftraggeber aus und nahm an vielen Ausstellungen und Wettbewerben teil. Darüber hinaus unternahm er Studienreisen in die verschiedensten Länder Europas. Als bevorzugte Materialien dürfen durchgängig Holz und Stein angeführt werden. Er verstand es aber auch, Skulpturen in Bronze und Keramik zu fertigen. 


[1] Das Gebäude ist im Denkmalpflegeplan für die Stadt Bergisch Gladbach nicht als denkmalwert, sondern lediglich als erhaltenswert ausgewiesen worden. Der Landeskonservator hat sich dieser Einschätzung angeschlossen. 

[2] Detaillierte Ausführung in: Thomas Sieverding: Dokumentation der weiterführenden Restaurierungsarbeiten an der Arbeiter-Skulptur in der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach vom 05.11.2020

[3] Michael Schulte: Kunst am Bau „gerettet“!, in: RIM-REVIEW (12.2020)

[4] An dieser Stelle sei Herrn Wolfgang Lorentz für das informative Gespräch über seinen Großvater Prof. Wolfgang Wallner herzlichst gedankt.

[5] Den Name Wallner trifft man in Sankt Wolfgang bereits im 16. Jahrhundert. Das von Wolfgangs Vater ausgeführte Gewerbe der Lebzelterei (Lebkuchenbäckerei) und Wachszieherei lässt sich bis 1520 zurückverfolgen (vgl. Prof. Wolfgang Wallner, Kunst- und Literaturgespräche im Museum der Stadt Bad Ischl, 2010).

[6] Der Schulbetrieb wurde 1873 mit lediglich vier Schülern aufgenommen. Ein Jahr später belief sich die Zahl schon auf 30. Als Wallner 1904 für zwei Jahre an diese Einrichtung kam, mußte schon ein neues Schulgebäude errichtet werden, um die gestiegene Zahl an Schülern aufnehmen zu können. Heute betreuen ca. 70 Lehrkräfte ca. 500 Schülerinnen und Schüler in sechs verschiedenen Ausbildungsbereichen (Tischlerei, Bildhauerei, Drechslerei, Instrumentenbau, Zimmerei und Bootsbau) (https://de.wikipedia.org/wiki/HTBLA_Hallstatt).

[7] Überliefert ist z.B. die Skulptur eines „Sterbenden Kriegers“ und das Porträt von Hauptmann Celár (vgl. unveröffentlichtes Werkverzeichnis von Wolfgang Wallner o.D., S. II.).

[8] Das „Max-Bruch-Denkmal“ wird seit August 2000 als Baudenkmal (D/Nr. 159) der Stadt Bergisch Gladbach geführt (vgl. Michael Werling: Bergisch Gladbach. Geschichte einer Stadt im Spiegel ihrer Baudenkmäler, Bergisch Gladbach 2019, S. 59).

[9] Michael Werling: Architekten im Denkmalpflegeplan von Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 2019, S. 135 f.

[10] StAGL E2/1953.

[11] Ebenda.

[12] Vgl. Jost Schäfer: Bochum – Zum Denkmalwert der Verwaltungsgebäude der Stahlwerke Bochum aus 1919-1955, in: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe, H. 1/11, Münster 2011, S. 6 ff.

[13] Bei Kriegsende gehörte Köln zu den am meisten zerstörten Städten. 1945 waren in dieser Stadt ca. 180000 zerstörte Wohnungen zu beklagen. Für die „Ausgebombten“ mußte Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt werden. Dazu kam der Zustrom von Heimatvertriebenen, die ebenfalls auf der Suche nach einer Unterkunft waren. 

Michael Werling

Prof. Dr. Michael Werling, geb. 1950 in Ludwigshafen am Rhein. Nach einer Lehre als Bauzeichner, Studium der Architektur an der Ingenieurschule Mainz sowie an der TH Karlsruhe. Assistent am Lehrstuhl für Industrialisiertes Bauen und Industriebau an der Technischen Universität in Kaiserslautern. Parallel...

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1 Kommentar

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  1. Eine fundierte sachliche Darstellung mit viel Hintergrund Informationen über einen außergewöhnlichen Bildhauer!