Vor zwei Monaten hatte der Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach einen riesigen Autokran nach Schildgen beordern müssen, um eine Person aus einer Dachgeschosswohnung zu holen. Jetzt kam diese Person aus dem Krankenhaus zurück – und wurde erneut per Kran in die Wohnung gehoben.

Mitte September war es ein medizinischer Notfall, der zu einem spektakulären Einsatz der Feuerwehr auf der Altenberger-Dom-Straße führte: Die Polizei sperrte die vielbefahrene Durchgangsstraße, ein Kranwagen und spezialisierte Höhenretter der Kölner Feuerwehr rückten an – und die Person in Not wurde per Trage aus einem Dachfenster gehoben und ins Krankenhaus gebracht.

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Beim Einsatz vor zwei Monaten waren auch die Höhenretter der Kölner Feuerwehr im Einsatz. Foto: Feuerwehr Bergisch Gladbach

Zwei Monate später ist der Patient aus der Klinik entlassen worden, ein Transport über das Treppenhaus war aber nach Auskunft der Feuerwehr auch auf dem Rückweg nicht möglich. Ein erster Versuch, die Person über das Treppenhaus hinauf zu tragen, war am Donnerstagabend gescheitert.

Also wurde die ganze Aktion wiederholt: Am Freitagmittag wurde die Altenberger-Dom-Straße erneut für eine gute Stunde gesperrt; eine Umleitung habe nicht eingerichtet werden können, dafür sei der Einsatz zu kurzfristig anberaumt worden, so die Feuerwehr.

Kosten übernimmt die Krankenversicherung

Sieben Fahrzeuge der Feuerwehren aus Bergisch Gladbach und Köln mit
insgesamt 20 Einsatzkräften waren vor Ort, außerdem Kräfte der städtischen Ordnungsbehörde sowie der Polizei.

Bei der ganzen Aktion handelte es sich um einen (nicht ganz üblichen) Krankentransport, die Kosten werden daher von der Krankenversicherung getragen.

Am Rande des Einsatzes waren Feuerwehr und Polizei auch damit beschäftigt, einige neugierige, mit Handykameras aktive Passanten unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr spricht von einem „befremdlichen Verhalten“. Ein Sichtschutz sei notwendig gewesen, um die Persönlichkeitsrechte des Patienten zu wahren.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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4 Kommentare

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  1. @Schildgen
    Ja, da haben Sie recht. Generell scheint der Mann in der Wohnung ja auch nicht gut aufgehoben zu sein…

  2. @Lena Müller
    Da haben Sie ohne jeden Zweifel recht. Ändert aber nichts an der Tatsache, das an dem Tag, wo auch noch der Wochenmarkt stattfindet, man sich nicht wirklich wundern darf, wenn dann Gaffer oder Handyfilmer sich darauf stürzen.
    Finde ich auch völlig daneben, aber so ist die Welt heute.

  3. @Schildgen
    “Gaffen” ist das eine. Aber seine Handykamera zu zücken und zu filmen ist unglaublich entwürdigend und respektlos für Patient und Helfer.

  4. Man wundert sich ernsthaft über Gaffer…dann sollte man solche Aktionen vielleicht nicht am Freitag vormittags zur besten Einkaufs/Verkehrszeit vornehmen. Wer Schildgen und seine Verkehrssituation kennt, kann über solche Aktionen nur den Kopf schütteln.
    Bitte nicht falsch verstehen, Gaffer gehen gar nicht, aber die Situation war selber herbei geführt.