Mit Außerhaus-Angeboten versuchen einige Gastronomen, präsent zu bleiben

Eine Blitzumfrage der IHK bei Unternehmen in der Region zeigt, dass sich die Corona-Krise unterschiedlich auswirkt: Gastronomie, Reisebüros, Kultur und Kreativwirtschaft stehen am Abgrund, im Einzelhandel gibt es ein differenziertes Bild, die Industrie ist stabil. Aber nur eine Minderheit glaubt, dass es 2021 bergauf geht.

Die IHK Köln hatte in der vergangenen Woche unter ihren Mitglieder in Köln und der Region eine Blitzumfrage durchgeführt, um ein Stimmungsbild über die Lage im „Lockdown light“ zu erhalten, 136 Unternehmen haben sich beteiligt.

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„Obwohl wir über unsere Hotline täglich ein Stimmungsbild unserer Unternehmen bekommen, ist das Ergebnis erschreckend“, sagt IHK-Präsidentin Nicole Grünewald. Viele Branchen seien in existenzieller Not. Die Unternehmen bräuchten zusätzlich zu den staatlichen Hilfen langfristig Unterstützung.

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In der Reisewirtschaft und im Gastgewerbe bewerten laut Umfrage 90 Prozent ihre Geschäftslage als schlecht. In der Industrie sieht sich „nur“ ein Drittel in einer schlechten Lage. Im Einzelhandel ist die Lage gespalten: Ein Drittel befindet sich in einer guten Lage, die Hälfte klagt über eine schlechte Situation. 

63 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie durch die aktuellen Schließungen betroffen sind, berichtet die IHK.

Aussicht auf 2021 nicht viel besser

Rund ein Drittel der Unternehmen rechne für 2021 mit einer verbesserten Lage, 25 Prozent gehen aber von einer weiteren Verschlechterung aus.

Differenzierter fallen die Einschätzung der Aussichten in den einzelnen Branchen aus; allerdings sind diese Aussagen aufgrund der geringen Zahl von Befragten nicht repräsentativ.

Bei den Industrieunternehmen sei die Einschätzung etwas weniger pessimistisch, rund 17 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.

Im Einzelhandel glaubt die Hälfte an einen weiteren Abwärtstrend.

Großhandel und Handelsvermittler sehen optimistischer in die Zukunft: 44 Prozent gehen von einer Verbesserung aus.

Bei den Dienstleistern sind 38 Prozent pessimistisch, ein Drittel schaut positiv in die Zukunft.

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Reisewirtschaft, Gastgewerbe, Verkehrsgewerbe und die Kultur- und Kreativwirtschaft sehen keine Verbesserung der Lage im nächsten Jahr. In diesen Branchen sagen 90 Prozent der Unternehmen, dass sie auch im nächsten Jahr noch auf Hilfen angewiesen sind.

Steuersenkung, Digitalisierung und weniger Bürokratie

Nach wirkungsvollen Maßnahmen gefragt, mit denen die Politik die Wirtschaft stützen könnte, nannten die Unternehmen eine Entlastung bei der Bürokratie, weitere Digitalisierung sowie steuerliche Entlastungen wie auch die Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung für mindestens zehn Jahre. 

Rund ein Drittel der befragten Unternehmen nutzt heute die staatlichen Hilfen und Zuschüsse, vom Kurzarbeitergeld bis zu den Sonderprogrammen und der Novemberhilfe.

Als eigene Maßnahmen geben die Betriebe verstärkte Digitalisierung und Rationalisierung an. Online-Präsenzen und die digitale Kundengewinnung stehen ebenso im Fokus wie der Aufschub von Investitionen und auch der Abbau von Personal und die generelle Umstellung des Geschäftskonzeptes.

Die Blitzumfrage der IHK Köln fand vom 17.11. bis zum 20.11.2020 statt. Insgesamt haben sich 136 Unternehmen beteiligt. Davon 31 aus der Stadt Köln, 10 aus der Stadt Leverkusen, 22 aus dem Rhein-Erft-Kreis, 35 aus dem Oberbergischen Kreis und 38 Unternehmen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis.

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