Foto: Archibild

Mitten in der Nacht war eine 82-jährige an Demenz leidende Frau aus einem Altenheim in Lückerath verschwunden. Nur dank einer rasch eingeleiteten Suche konnte sie knapp vor dem Erfrieren bewahrt werden. Für die Polizei der Anlass zu einem Appell.

Am vergangenen Freitag war die Polizei morgens um fünf Uhr zu einem Altenwohnheim in der Helene-Stöcker-Straße gerufen worden. Den Pflegekräften sei kurz zuvor aufgefallen, dass sich eine 82-jährige Seniorin nicht mehr in ihrem Bett und auch nicht mehr im Heim befand, berichtet die Polizei. Die Frau war nur mit einem Nachthemd bekleidet, und das bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Erst nach mehreren Stunden intensiver Suche in der Dunkelheit, an der sich neben den Pflegekräften mehrere Streifenwagenbesatzungen beteiligten, wurde die Frau gefunden. Sie war gestürzt und lag zwischen einer Hecke und einer Gebäudewand auf einem Grünstreifen am Boden. 

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Sie war nicht ansprechbar und stark unterkühlt, daher musste sie auf einer Intensivstation behandelt werden.

Vor diesem Hintergrund bittet die Polizei bittet Angehörige und Pflegende, sich in solchen Fällen unverzüglich an die Polizei zu wenden. Je höher die Gefährdung für die Gesundheit einer Person einzuschätzen ist, desto früher sei ein Anruf bei der 110 sinnvoll. 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Traurig, dass sich wieder so viele Bewohner einer Pflegeeinrichtung mit Corona angesteckt haben. Es sollten doch schon in einem Grossteil der Pflegeheime geimpft worden sein. Es wäre doch wichtig zu wissen, ob die Infektionen trotz Impfung gesehen sind oder wurden diese Heime noch nicht erreicht?

  2. Wie können denn bei solch unhaltbaren Zuständen die Angehörigen noch ruhig schlafen. Es muss doch gewährleistet sein, besonders bei dementen Personen, das solche nächtlichen Exkursionen nicht stattfinden können. Gibt es keinen Pförtner, Nachtdienst und bleiben alle Ein- und Ausgänge unverschlossen.