AD(H)S, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, ist eine Verhaltens- bzw. emotionale Störung. Sie beeinträchtigt Menschen vor allem bei der Konzentrationsfähigkeit oder der Impulskontrolle. Hilfe für Betroffene bietet eine neue Selbsthilfegruppe, die sich aufgrund der Pandemie zunächst nur per Videochat treffen wird.

„In der Gesellschaft ist wenig über ADHS bekannt. Selbst Fachleuten ist der Umfang der Auswirkungen vo ADHS häufig nicht klar“, schildert der Initiator der Selbsthilfegruppe (Name der Redaktion bekannt).

Menschen jeden Alters könnten an ADHS erkranken. Es werde geschätzt, dass fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Die meisten Betroffenen würden nicht über eine gesicherte Diagnose verfügen, erklärt der Gründer der Gruppe weiter.

Im Fokus des neuen Angebots würden daher Informationen zu aktuellen Entwicklungen für Betroffene stehen. Zudem solle die Möglichkeit zum Austausch untereinander geschaffen werden.

Das erste Treffen findet am 23. März um 19.00 Uhr als Online-Meeting statt. Abhängig vom Infektionsgeschehen sollen Präsenzmeetings in Bergisch Gladbach folgen. Infos und Anmeldung per Mail unter adhs.gladbach@posteo.de .

Aufmacherbild von Anemone123 auf Pixabay

Redaktion

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2 Kommentare

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  1. Hallo Oskar,
    vielen Dank für deine Ergänzung.
    Der Satz soll zum Ausdruck bringen, dass Menschen mit AD(H)S diese nicht beim Eintritt in ihr Erwachsenenalter verlieren oder ablegen. Dies ist leider immernoch ein weit verbreiteter Mythos bei ADHS.
    Auf der anderen Seite ist es gemäß dem aktuellen Stand der medizinischen Forschung so, dass ADHS genetisch übertragen wird und kein Mensch erst im Erwachsenalter ADHS bekommen kann.

  2. Als Betroffener finde ich – wenn ich es richtig verstehe – großartig eine neue Selbsthilfegruppe in der Region zu finden und werde auf jeden Fall Kontakt aufnehmen.

    Nur eine Anmerkung zum Artikel hätte ich. Die Aussage „Menschen jeden Alters könnten an ADHS erkranken.“ ist sachlich falsch. Man kommt mit dieser Störung auf die Welt. Ob und wie weit sie dann zum Problem für die Betroffenen wird, hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Und tatsächlich gibt es sehr viele unerkannte ADHSler, die mehr oder weniger unauffällig (besonders die, mit der ADS-Variante) durch die Kindheit kommen und dann als Erwachsener mit dieser Störung scheitern.

    Die ganzen Komorbiditäten erst machen ADHS zur „Krankheit“ und das kann dann tatsächlich in jedem Alter passieren.